Zitat von TiefeWurzel: Eine gewisse Routine fehlt da leider, weil oftmals auch Medien (Handy, Lesen, TV) sich dazwischenschalten...auch hier liegt es bei uns beiden, da mehr aufeinander zuzugehen und darauf zu verzichten bzw. es einzuschränken.
Der Medienkonsum wird an Wertigkeit und Wichtigkeit überschätzt, weil jeder mit seinem Gerät rumhängt. Warum nicht weglegen und zusammen noch ein Glas Wein ohne die Kinder trinken, warum nicht reden über dies und jenes? Es müssen keine tiefgreifenden Themen sein, auch Banalitäten haben ihre Daseinsberechtigung. Und eben auch mal zu zweit reden.
Und ich denke, es ist wichtig einzusehen, dass Dein Partner nicht Dein Bedürfniserfüller ist und Du nicht seiner. Kein Mann wird alle Deine Bedürfnisse adäquat erfüllen können und in jeder Beziehung kommt die Alltagsroutine und Rollenverteilungen schleichen sich ein.
Da kann man schon ein wenig gegensteuern und auch mal sagen: Du, das hat mich heute echt belastet, ich könnte jetzt eine Schulter zum Anlehnen brauchen. Oder, Du, die Traurigkeit über den Todesfall ist heute wieder groß, kannst du mich nicht mal in den Arm nehmen?
Du kommst dann aus der Rolle der Macherin, der Mangerin, der Tüchtigen und Starken ein wenig raus und zeigst, dass Du ein wenig Fürsorge bei aller Alltagstüchtigkeit brauchst. Und darauf kann er dann reagieren - hoffentlch - und kommt aus seiner stummen nd untätigen Rolle raus.
Männer und Frauen sind sehr verschieden. Männer reden oft nicht gerne, am wenigsten über "Psychokram", denn das ist ein Thema, mit dem sie sich nicht wohl fühlen. weil es sie überfordert. Sie wurden oft zu stark darauf getrimmt: Schlucks runter und schweige oder ein Mann kennt keinen Schmerz, darf nicht traurig sein oder gar weinen.
Das steckt oft tief drin. Daher ist es vermutlich besser, ihn damit nicht zu überfordern, sondern ihm lieber zu zeigen, dass etwas zu kurz kommt bei Euch.
Das bei Euch ist nicht das Ende, aber ein Zeichen, dass ihr beide eingefahren seid in Euren Rollen und Mustern und da kann man schon ein wenig gegensteuern und mal aus der gewohnten Rolle ausbrechen.
Anschweigen ist oft das Ende der Kommunikation und führt zur inneren Vereinsamung und tötet Gefühle ab.
Aber bitte denke nicht nur an Dich und Deine Bedürfnisse, die zu kurz kommen, denn er hat vermutlich auch welche, die Du zu wenig erfüllst. Er aritkuliert sie nur nicht, weil er nicht weiß wie das geht.
Ratschläge im Forum sind gut, aber umsetzen ist wichtiger - mit ihm. Und lobe ihn doch mal für etwas, was er gut gemacht hat. Jeder braucht auch mal Lob und Bestätigung.