Zitat von ThomasS: Ansonsten wäre Ihre Perspektive, dass es in ca. 5 bis 8 Jahren ginge, wenn die Kinder größer wären und sie in ihre alte Heimat kommen könnte. Es ist scheinbar wirklich die Zeit mit den Kindern, um die es Ihr noch am meisten geht und das ist für mich jedenfalls relativ nachvollziehbar.
Vor Jahren hatte ich mal eine gute Freundin (leider früh verstorben), die hatte sich auf eine Affäre mit einem verheirateten Mann eingelassen. Auch da ging es zunächst mal um zwei Kinder, von denen eines noch relativ jung (Grundschulalter), das andere aber immerhin schon ein Teenie war.
Als wir irgendwann mal über die Zukunftsperspektive dieser Dreiecksgeschichte (sie lief insgesamt 5 Jahre) sprachen, da erklärte sie mir, sie lebe in der Hoffnung, daß seine Kinder irgendwann mal groß und seine Frau dann in ein Haus übersiedeln werde, das das Ehepaar (beide waren Griechen) in seinem Herkunftsland unterhielt. Ihr Geliebter werde dann endlich frei für eine Festbeziehung sein - zumindest hatten die beiden sich das irgendwann mal so ausgemalt.
Ich fragte, ob sie wirklich sicher sei, daß diese Ehe nur noch auf dem Papier besteht. Die Antwort gab das übliche Bild, wie man es auch hier im Affärenunterforum oft genug zu lesen bekommt: Seiner Aussage zufolge gebe es zwar nicht ständig Streit, aber im Grunde handle es sich um eine Vernunftehe, die als WG geführt werde. Er schlafe angeblich ziemlich regelmässig sogar auf der Couch.
Meine Freundin hat ihm das damals 1:1 geglaubt; bis sich im letzten Affärenjahr herausstellte, daß es mittlerweile noch ein drittes Baby gab. Leider war es mit einer schweren Geistesbehinderung geboren worden und wird ein permanenter Pflegefall bleiben. Laut Affairenmann lehnte seine Gattin dieses Baby von Anfang an ab, daher kümmere er sich trotz Vollzeittätigkeit meist selbst darum, obwohl seine Gattin Hausfrau war.
Natürlich nahm meine Freundin ihm total krumm, daß er ihr nichts von der Schwangerschaft erzählt hatte. Doch sie war immer noch so emotional abhängig, daß sie die Affäre fortführte - nun sogar im Gedanken, eines fernen Tages eben dieses Kind mitversorgen zu sollen. Denn nachdem die Mutter es ablehnte, würde es ja ggfs. wohl bei ihrem AM bleiben.
Tja... und dann kam der nächste Hammer: Eines Tages erzählte er ihr, die Mietwohnung (in DE) sei mit der Geburt des dritten Kindes zu klein geworden. Er suche jetzt nach einem Haus für sich und seine Familie. Was in der Großstadt schon damals (1990er Jahre) eine Hypothekenaufnahme erforderlich machte, die ihn für 30 Jahre am blechen halten würde.
Bisher hatte ich mich eigentlich stets zurückgehalten, was wertende Kommentare betraf. Doch nun faßte ich mir ein Herz und sagte es ihr ganz offen (sinngemäß, nicht wörtlich - dafür ist es schon zu lange her): "(Name AF), das ist so, als würde er seine Frau
nochmal heiraten. Und zwar für mindestens weitere 30 Jahre. Bis der die Hütte abgezahlt hat, bist Du längst im Ruhestand. Komm, jetzt mal Hand aufs Herz: Worauf willst Du da jetzt noch warten? Auf was?"
Warum ich Dir das schreibe? Jenu - natürlich ist Deine Muse nicht der Ex-AM meiner inzwischen verstorbenen Freundin. Aber ich sehe da so einige Parallelen, allem voran den Umstand, daß sie nicht nur jemand geheiratet hat, den sie vermutlich gar nicht richtig liebt, sondern daß sie diese Situation dann auch noch durch die Geburt von zwei (!) Kindern immer weiter zementiert hat, statt bewußt zu leben und ihren Lebensweg noch halbwegs rechtzeitig zu korrigieren.
Eine weitere Parallele ist, daß sie nun mit Dir zusammen Pläne für eine Zukunft schmiedet, die so weit entfernt ist, daß man sie getrost als Luftschloß bezeichnen darf.
Und noch eine weitere ist, daß Du überhaupt nicht wissen
kannst, wie es tatsächlich ums Innenleben ihrer Ehe steht. Immerhin hat es für die Zeugung zweier Kinder dann doch noch irgendwie gereicht bisher...
Doch selbst wenn sie mit ihrem Mann tatsächlich nur noch wie Brüderchen und Schwesterchen leben sollte: Gruselt es Dich nicht selbst, wenn Du das infame Kalkül siehst, mit dem sie bereit ist, ihm noch weitere 8 Jahre die treusorgende Gattin vorzugaukeln, während sie tatsächlich bereits dabei ist, sich gemeinsam mit Dir einen Kalendertermin auszugucken, ab dem sie ihre Ehe in die Tonne treten und warmwechseln kann?
Willst Du so jemand wirklich als Festpartnerin (wieder) an Deiner Seite wissen?