Zyras
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Zitat:Jetzt bist du stärker geworden, sowohl äußerlich als auch innerlich aber du willst ihr eben aus dieser Situation helfen, weil es so schwer war selbst da raus zu kommen. Du siehst dich vielleicht sogar ein Stück weit in ihr.
Der zweite Punkt ist deine vorherige Beziehung. Ich kenne ja einige Einzelheiten und du möchtest Dinge die damals schief gelaufen sind heute besser machen. Du möchtest die Erfahrung nutzen und bei ihr ausprobieren.
Möglich, ja. Ich helfe grundlegend gerne Menschen und mit ihr hat mich eben irgendwie was verbunden. Da habt ihr schon Recht mit dem Helferkomplex. Sie hält absolut nichts von sich, verhält sich auch dementsprechend und ihr Umfeld spiegelt ihr das. Sie sucht sich ihre Buchstaben zusammen, damit sie einen Kreis an Orbitern hat um sich nicht ganz alleine zu fühlen. Im Grunde ist sie das aber - selbstverschuldet, durch ihr Verhalten, was aus ihrem geringen Selbstwert resultiert. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihr genau da raus helfen könnte, indem ich eben über dieses oftmals übelste Verhalten hinwegsehe und eben trotzdem da bin.
Entsprechend habe ich mich so behandeln lassen und dabei vergessen, dass ich mich im Endeffekt selbst schädige - mit dem Ergebnis, dass es eben an dem Punkt nicht mehr ging, wo erst Liebesbekundungen fliegen und man danach abgewiesen wird, weil man sich eben doch nicht alles bieten lassen will und kann.
Im Endeffekt eine logische Konsequenz, weil ich von Anfang an keine Grenzen gezogen habe.
Die Parallelen zur vorherigen Beziehung sind halt auch unverkennbar. Die Dame war das andere Extrem. Im Endeffekt muss ich aber nun die Lehre daraus ziehen, inwiefern ich dazu beisteuere immer wieder solche "Problemfälle" anzuziehen und mir das am Ende des Tages auch noch bieten lasse.
Im Endeffekt trifft's dein Zitat hier ganz gut:
Zitat:Du ziehst die problematischen Frauen quasi an und irgendwo siehst du vermutlich auch mittlerweile eine Herausforderung darin es zu probieren und sie zu verwandeln oder ihr zu helfen. Du bist ein Stück weit "süchtig" danach.
Ich habe die letzten Tage mal reflektiert. Ich suche quasi immer dieses Drama - ziehe für mich eine Aufgabe daraus. Jetzt, wo das Ding vorbei ist, fühle ich mich tatsächlich etwas verloren, ziellos, sogar einsam. Auf eine sehr paradoxe Weise. Ich bin viel unterwegs, arbeite quasi täglich an mir, hab jede Menge Leute um mich herum und trotzdem fühle ich mich leer, seitdem das passiert ist. Ich denke genau hier ist der Punkt, wo ich ansetzen muss. Es gilt nur noch herauszufinden, wie.
Zitat:Ich denke sie wird sich auf jeden Fall melden, versuch mal in dich hinein zu horchen, was du wirklich möchtest. Was ist dein Ziel bei dem ganzen?
Früher oder später auf jeden Fall, davon gehe ich auch aus. Das beschissene ist wie oben beschrieben: Ich weiß, was zutun ist. Es wird nicht funktionieren und zu helfen ist ihr von meiner Seite auch nicht. Die ganze Geschichte ist und bleibt toxisch, egal wie wir es in Zukunft halten. Daher kann ich eigentlich nur Abstand halten - muss es sogar.
Jetzt geht's nur noch darum, mir das auch selbst einzubläuen. Dass ich das auch will. Rein logisch will ich. Emotional allerdings sieht das noch anders aus. Daran muss ich arbeiten.
Mit festen Zeiten und Aufgaben, im Tierheim tappst Du garantiert nicht in Fallen wie bei ihr. 

