@LaLeLu35
langjährige Affäre - ja, die hatte ich! Eigene Erfahrungen, viele Erkenntnisse - aber NICHT allein
auf meinem Mist gewachsen, sondern durch viele Gespräche mit Betrügerinnen und Betrogenen
und vielen AF. Und nein.... alle über einen Kamm - das geht gar nicht. Und ja....jede Affäre hat
immer auch ihre Spezifität. Dennoch... Affären an sich haben etwas, was niemand gutheißen wird.
Oder doch? Die Lehren daraus....die können durchaus positiven Charakter haben. Aber...erst auf
Kosten einer Affäre Lehren zu ziehen, nachdem ZUVOR Menschen belogen, betrogen, hintergangen
wurden, ist ein verdammt hoher Preis - für die eigenen Lehren.
Ob nun das Ende einer Affären oder das Ende einer Beziehung vergleichbar sind - ais meiner Sicht
nicht. BEIDES erfordert Charakter, will Frau/Mann selbst "sauber" hinaus kommen. Aber - was ist mit "sauber" gemeint? Natürlich bleibt etwas zurück....und das sind nicht NUR gute Erinnerungen. Und - DAS probate Mittel gibt es eh nicht, um etwas "sauber" zu beenden. Das muss und wird jeder für sich herausfinden, OB und wie "sauber" ein Abschluss gefunden wird. Dennoch...wie ehrlich geht Frau/ Mann denn (selbst) damit um, etwas zu beenden? Und wie schaut es aus, wenn das Gegenüber "beendet" hat?
Leider sind die eigenen Maßstäbe nicht immer auch von Anderen zu erwarten, nicht mal mehr zu erhoffen. "Jeder Jeck iss anders"....und so lapidar sich das liest, so wahrhaftig ist es. Die jeweiligen Gefühel, die Emotionen, der Charakter des Menschen spielen eine elementare Rolle....und diese
Rolle - seien wir ehrlich - gestehen wir und meist nur selbst zu. Geht es um Andere...dann werden Selbstverständlichkeiten erwartet, die es aber nicht gibt. Daher... den Stab über Andere zu brechen, ist gerade in solchen Situationen ungeeignet.
Ja... "Charakter" ist DAS Thema (geworden)! Nur im Zusammenhang mit Affären widerspricht sich das. Wer sich auf Affären einlässt (was ja anfangs NIE als Affäre gesehen wird - darf nicht mit der Charakterfrage um die Ecke kommen.... Betrüger/innen nicht und auch AF/AM nicht, wissen doch die meisten AF/AM, dass es sich bei den Betrüger/innen um Verheiratete/Gebundene handelt. So sind
auch die Moral, das Gewissen, "Ehrlichkeit", Wahrheit im Grunde Tabus - denn wer seinen ehemals geliebten EP belügt um zu betrügen, sollte niemals auf die oben genannten Begriffe angesprochen werden. Auch AF/AM können darauf nicht angesprochen werden, wenn es um die jeweiligen Betrüger/innen geht - AF/AM können diese Begriffe nicht für sich reklamieren - die EP "dürfen" belogen und betrogen werden.... die AF/AM nicht? AF/AM fordern immer "Ehrlichkeit" ein? Jedes Versprechen der Betrüger/innen gilt als "heilig"?
Charakterfrage? Wer muss sich diese Frage stellen? Während einer Affäre - NIEMAND, weil nicht "en vogue". Moral und Gewissen - wahrend einer Affäre "abgemeldet". Wahrheit/Ehrlichkeit - dabei auch!?
Affäre ohne Betrug? Wenn der verh. EP offen mit seinem EP umgeht - dann "geht" das ohne Betrug. Aber... ist es dann eine "Affäre" im herkömmlichen Sinn? Selbst wenn ein EP die Affäre des anderen EP duldet - dann ist das aus meiner Sicht keine herkömmliche Affäre.
Zitat:Weil es ihm selbst gegenüber der einfachste Weg ist. Schafft Klarheit und wirklich ehrlich sein muss man dafür nicht. Es gibt für mich - in Anführungszeichen - verständliche Gründe, seinen Partner, mit dem man ein langes, gemeinsames Leben hat und tiefe Gefühle etc. zu belügen (wie gesagt in Anführungszeichen, heisst nicht, dass ich es gut und richtig finde), aber eine nicht sehr verbindliche Affäre, die man nicht fortführen möchte? Wer das aber nicht tut, weil man z.B. Angst vor Repressalien hat, da ist das bestimmt nicht der bessere Weg, weil es das nicht besser macht.Im Gegenteil.
das klingt für mich nach einer zweckgebundenen Aussage, Affären "GUTES" abgewinnen zu wollen - zum eigenen Vorteil, solange es in einer Affäre "fluppt". Viele AF/AM gehen da mit dir konform - aus Sicht von Betrogenen stellt sich das vollkommen anders dar. Und die Meinungen von Betrogenen dazu findest du im Forum. Tipp - erspare dir das zu lesen.
Zitat:Ich könnte aber auch keinen Menschen belügen oder betrügen.
....aber "mitgemacht" zu haben - beim Belügen und Betrügen, wenn auch nur indirekt - bringt dir eine Mitverantwortung ein, weil der betrügende EM für DICH lügen musste, um DICH zu treffen. Da spielt es keine Rolle, wie der EM seiner EF gegenüber argumentiert hat...der Ehe-Betrug hat stattgefunden. Nein...kein Vorwurf. Das sind mit herkömmlichen Affären einhergehende Tatsachen...und ich war ja selbst langjähriger AM....daher kann ich das mit gutem Gewissen sagen.
Und wie Männer "ihre Affären" beenden - das ist das Thema. Sich der vollen Verantwortung bewusst zu sein - das ist sehr schwierig. Oder doch nicht? Verantwortung zu haben...das kann niemand leugnen wollen. Wer bei Affären "mitmacht", hat sich dieser Verantwortung des "mitgemacht-haben"
zu stellen....OHNE jede Einschränkung. Nur ein "bisschen schwanger" geht ja auch nicht!

Sich in Ausflüchten zu äußern - klar geht das! "Schwanger ist schwanger"?
Dass Männer pragmatischer sind - das ist so! Das enthebt sie aber nicht der jeweiligen Verantwortung - egal aus welcher Position heraus.
"Wertschätzung und Respekt" sprichst du an - WEM gegenüber? Im Zusammenhang mit einer Affäre passen diese Begriffe nicht...zumindest nicht im Verlauf einer Affäre. Nach Beendigung einer Affäre ist der Umgang der an der Affäre Beteiligter sinnvollerweise respektvoll und voller Wertschätzung - aber
das straft dich das Forum Lügen, wenn du das hier zu finden glaubst.
Zitat:Ich würde von meinem potentiellen AM halt eben erwarten und auch einfordern, dass er Stellung bezieht.
...und wenn Erwartungen enttäuscht werden, dein "Einfordern" missachtet wird - was dann? Was ist, wenn dein potenzieller AM nicht darauf eingeht, weil er DICH vor der Wahrheit schonen will? Er sagt ggf. das, was IHM wichtig ist....aber nicht den WAHREN Grund? Vllt. will sich dein potenzieller AM auch "nur" vor sich selbst schützen, indem er nichts sagt, deinen Erwartungen nicht nachkommt, dein "Einfordern" ohne Rückmeldung bleibt?! Charakterfrage? Diese Frage zu stellen, ist DANN irrelevant.
@Wurstmopped
VOR und WÄHREND einer Affäre ist den meisten das Affären-Dasein gar nicht bewusst....das kommt doch meist erst nach der Affäre. Und NACH einer Affäre sind die meisten Beteiligten um einiges "schlauer"...weil DANN meist die Erleuchtung kommt, dass Affären eben NICHTS Verbindliches, nichts Verpflichtendes haben...und schon gar nichts Menschliches an sich haben.