Noch einmal.:
Durch diese Wut und deinen Zorn wärst du schon längst durch, wenn du die Kontaktsperre am Anfang durchgezogen hättest.
Dann wäre sie auch schneller gefallen und hätte sich vielleicht schon wirklich entscheiden

Das was du letztlich jetzt 1,5 Jahre getan hast und sie auch, seinen Freiraum etwas zurück erobert und Druck auf den anderen ausgeübt.
Und so ist Keiner von euch auch nur einen Schritt weiter gekommen, sondern beide dreht ihr eine Runde nach der anderem im Laufrad.

Ihr habt beide einfach nur Angst, zu erfahren, was über dem Tellerrand ist, über eure Grenzen.
Ihr wollt, dass es dem anderen gut geht, doch Druck auf beiden Seiten.
Es ist nicht so, dass die Ehe aus ist. Da widerspreche ich @bifi deutlich.
Ich habe es mit meinem Mann durch. Letztlich hat es drei Jahre gedauert, zu verstehen, welche Dynamik Druck und nicht loslassen können, sich ergibt.
Und ja, ich bin mit meinem Mann noch zusammen und es wird auch bleiben, denke ich.
Ich war in einer ähnlichen Situation wie du.
Und ja, ich wollte auch glauben, dass loslassen auch bedeutet, dass man sich entliebt.
IrrtumIch habe mir meine Freiräume zurück erobert. Mein Leben ist freier und zufriedener. Du bist sicher auch in vielen freien Minuten bei den Gedanken noch bei ihr.
Ich nicht mehr.

Das heißt allerdings nicht, dass ich mich entliebt habe.
Ich fing an, mich um mich zu kümmern. Denn ich kann meinen Mann nicht ändern, nur meine Einstellung und meinen Umgang mit ihm.
Ich lernte mich zurück zu nehmen. Ließ ihn jegliche Freiheit. Was ihm keinen Spaß macht, aber mir, mache ich eben allein. Und ich erzähle davon auch nur, wenn er fragt.
Wir leben nicht im Partner, sondern MIT ihm.
Ich rufe nicht hinterher und Texte ihn auch nicht zu.
Andererseits machen wir auch einiges zusammen.
Wir haben eine Art Augenhöhe erreicht.
Ich habe gelernt, dass mein Mann sehr ängstlich scheint. Wenn er auf wen wütend ist, dann labert er mich voll, was er alles tun wird. Steht die Person ihm gegenüber, dann tut er so, als wäre nichts gewesen.
Er kann seine Meinung dann nicht vertreten, die er mir gegenüber kommuniziert.
Andererseits habe ich auch gesagt, dass ich ihn frei gebe. So ganz frei.
Vor Jahren erpresst er mich mit Trennung, weil er wusste, dass ICH Angst davor hatte.
Der Weg führte durch meine Angst,

denn er hat mehr Angst das ich gehe.
Heute, rückblickend, verstehe ich, dass er MICH mehr braucht, als ich ihn. Denn ohne Angst, kann er mich nicht mehr damit erpressen.
Seit dem ist das Thema vom Tisch. Nur wenn er kein Argument mehr hat, quakt er damit los, womit ich ihn dann allein stehen lasse.
Und nein, mein Mann veränderte sich nicht weil ich ihn veränderte, weil er es will. Er möchte eigentlich gar nichts ändern. Und doch, weil ich ihm den Boden entzogen habe und mich nicht mehr auf seine Ebene begegne.
Ich lasse ihn einfach SEIN.
Und das ist es, wenn du die Kontaktsperre aufrecht erhälst.Du lässt sie SEIN. Lasse sie einfach machen. Nur dann kann sie entscheiden. Sie muss sich nicht reflektieren können und sie muss sich auch nicht von ihrer Schwester fern halten. Sie MUSS GAR NICHTS, außer sterben.
Ja, manchmal fehlt mir dennoch etwas in unserer Beziehung. Doch ändern kann ich ihn eben nicht. Ich liebe ihn dennoch. Und wenn er sich einmal entscheiden sollte, zu gehen, dann ist es so. Wir sind verheiratet. Doch er gehört mir nicht, wie ein Auto oder ein Telefon. Er ist für sein Glück zuständig und ich lasse mich dafür nicht von ihm verhaften.
Und ich bin dafür zuständig, dass ich glücklich und zufrieden bin.
Es kann immer mehr sein. Mehr Geld, mehr Nähe. Und wann ist es genug?
Weniger ist mehr und ja, es trifft zu.
Vielleicht hilft es dir, dich an die Kontaktsperre zu halten. Denn aus dem Verhalten deiner Frau, bin ich mir fast genauso sicher, wie bei meinem Mann, dass sie dich liebt und braucht.
Noch verbraucht sie dich und du bist es, der das zulässt. NUR DU! Das ist es, was du ändern kannst.
Noch mal, deine Wut und dein. Zorn, dass du nicht
einverstanden bist, wie sie ihr Leben gestaltet. Das ist nur eben nicht deine Baustelle.
Deine Baustelle bist nur Du.
Nur DU kannst etwas verändern. Deinen Umgang damit. Wenn sie dich liebt, was ich sehr glaube, dann brauchst du eine riesen Portion Geduld, und absolute Distanz.
Nur so wird sie sich entscheiden. Denn wenn ihr Herz endlich Zeit findet, sich bei ihr zu melden, weil du ihr fehlst, wird sie sich zu dir bewegen.
Und wenn sie es nicht tut, dann ist es so. Doch die Schwester kann dich definitiv nicht ersetzen. Ich würde auch keinen Cent mehr, als ihr zusteht, überweisen oder geben. Gib ihr ein halbes bis ganzes Jahr und lasse vorher gar nicht zu. Nicht unter einem haben Jahr. Erzähle nix von dir und WhatsApp schaffe für sie ab. Es gibt Telefon, SMS oder Emails.
Das Ausmaß, wie es ist ohne dich zu sein, deine einzige Chance. Auch deine Chance glücklich zu werden.
Ja, es verändert sich etwas in dir. Doch wenn es Liebe ist, dann wird sie nicht weniger. Es ändert sich dein Bewusstsein. Du wirst lernen, dass Liebe keine Abhängigkeit ist.
Doch auch du brauchst die Zeit, es verstehen zu lernen.
Nun, Großer, was willst du Leben. Weiter Jammern? Weiter von ihr etwas erwarten, was sie nicht verstehen lernen darf.
Sie braucht die Distanz zu dir, um es selbst zu erkennen. Gib ihr endlich den Raum dazu und definiere deine Grenzen neu. Lasse dich nicht mehr benutzen, denn das macht sie noch. Lasse sie endlich leben lernen und du solltest es so langsam auch lernen.
Was du liebst, lasse frei, und wenn es dich liebt, kommt es zu dir zurück. Wann lässt du sie endlich frei?