Sir_W
Mitglied
- Beiträge:
- 9
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 9
- Mitglied seit:
Nach sechs Jahren hat sich meine Partnerin auch von mir getrennt. Wir waren gerade dabei Kinder zu planen und auf einmal hat sie Schluss gemacht, völlig überraschend, sie hatte mit niemandem vorher darüber geredet. Ich hatte nicht mal die Chance irgendwas besser zu machen, die Entscheidung reifte wohl schon ein paar Wochen und Monate in ihr.
Genau die gleich Angst die du gerade beschreibst, habe ich auch. Ich will nicht ohne sie sein, sie hat mich erst vollkommen gemacht und ich genieße es einfach in ihrer Nähe zu sein, ihre wohlklingende Stimme zu hören. ALLE wirklich ALLE aus ihrer Familie haben mir angeboten, dass ich auch dorthin kommen kann, wenn es mir schlecht geht. Meine Familie natürlich auch, aber das fand ich wirklich bemerkenswert. Ich habe eigentlich viele Hobbys und eine Handvoll guter Freunde, aber wenn ich ehrlich bin, dann beruhigt mich das gerade auch alles nicht.
Noch leben wir zusammen und verbringen die Abende gemeinsam. Ich sauge diese Momente quasi wie ein Schwamm auf und möchte dass das niemals endet. Dann denke ich nur einen kurzen Augenblick daran, dass sie bald nicht mehr da ist und das wir unseren Hund sehr wahrscheinlich weggeben müssen und schon fange ich hemmungslos an zu weinen. Ich bin sowieso ein sehr sensibler und emotionaler Mensch, neige dazu zu klammern. Das Problem was du hast habe ich aber auch, ich habe quasi alles nach ihr gerichtet, meinen Job, meine Wohnung, teilweise Freundeskreis reduziert, weil sie mit manchen Damen ein Problem hatte, aber es ging mir immer gut damit, weil ich sie für immer wollte. (natürlich auch jetzt noch)
Mir wurde mal von einer Psychologin gesagt, dass ich eine Angststörung hätte, ich steigere mich dann wohl rein und neige zu Panikattacken usw. selbst während sie noch da ist, hatte ich diese Problematik schon zwei mal. Sie kümmerte sich aber auch umgehend um mich, brachte mir was für Nacken und Stirn, machte Tee, beruhigte mich. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass sie nicht mehr da ist und ich auf mich allein gestellt, dann bekomme ich ganz ganz böse Gedanken. Mir macht auch nichts Freude, mein verein gewinnt aktuell jedes Spiel (was wirklich selten ist), ich freue mich nicht wirklich darüber, nehme es so hin. Ich könnte angeln gehen und Meerforellen rausziehen, keine Lust. Ich könnte auch zu Freunden, die mir ständig sagen, dass sie genug kochen würden usw., kein Interesse, kein Hunger. Jeder aus meinem Umfeld bedauert das Ende und ich habe sehr schwer damit zu kämpfen ihre Entscheidung zu akzeptieren. Ich liebe sie einfach noch viel zu sehr und wollte das sie die Mutter meines (unseres) Kindes wird.
Ich kann dich voll und ganz verstehen! Mir geht es gerade genauso wie dir und die Zeitspanne könnte kaum ähnlicher sein, auch sie wird sehr wahrscheinlich in den nächsten 3-4 Wochen ausziehen. Ich bin absolut ratlos und habe Angst zum Arzt zu gehen, weil ich dass Gefühl habe, dass mich niemand ernst nehmen wird. (Beruf: Soldat)