NoTrust90
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ich komme gerade gar nicht mehr mit meiner Schuld und meinem Schmerz klar. Deshalb teile ich hier meine Story, in der Hoffnung jemand findet ein paar tröstende Worte. Ich leide sehr, aber ihr müsst euch auch mit Kritik trotzdem nicht zurückhalten.
Ich bin 32 meine erste Beziehung dauerte 10 Jahre, sie hat mich zum Schluss betrogen.
Ich bin 1000 Tode gestorben. Mein Ego tobte. Ich habe mich strafbar gemacht, indem ich ihren neuen in seiner Wohnung verprügelte. (Ich weiß, so ein Kontrollverlust darf nie wieder geschehen).
Ich bin ein sehr friedlicher Mensch, allerdings überschreite ich Grenzen, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle.
Sie wollte wieder zurück, ich konnte nicht mehr.
Die schlimmste Zeit meines Lebens, ich lenkte mich vor allem mit exzessiven Sport und mit anderen Frauen ab.
In dieser harten Zeit habe ich eine Frau kennengelernt, die aus jetziger Sicht einfach toll war.
Die Trennung erfolgte gestern nach über einem Jahr, ausgehend von ihr.
Sie kann nicht mehr glauben und vertrauen, dass es mit mir besser werden könnte.
Wir hatten eine unfassbar intensive Zeit miteinander. Sie verliebte sich schwer in mich, ich genoss dies, konnte aber die Gefühle nicht im gleichen Maße erwidern. Ich denke der Hauptgrund war, dass ich noch extrem an meiner Ex hing.
Sie hatte Verlustangst, ich triggerte diese ab und an (nicht schön).
Sie schrieb mir jeden Tag schöne Dinge, sie hüpfte vor Freude wenn wir uns am Wochenende sehen konnten.
Für mich war es eine willkommene Abwechslung um mich von meinem Schmerz abzulenken. Sie war auch nicht so oberflächlich wie die anderen kurzeitigen Bekanntschaften.
Im Gegenteil sie beschäftigte sich viel mit Persönlichkeitsentwicklung, war reflektiert, unheimlich süß.
Das Einzige was mich an ihr störte, war ihr promiskuitives Vorleben. Sie hatte wohl mehrere Sexualpartner vor mir.
Ich habe die genaue Zahl nie erfragt, weil ich Angst hatte, dass ich dann die Beziehung mit ihr nicht fortführen kann.
Dies sorgte dafür, dass ich obwohl alles andere wirklich perfekt war, immer wieder Distanz zu ihr aufgebaut habe.
Es hat mich einfach abgeschreckt. Ich finde Frauen sollten sparsam mit ihrer Sexualität umgehen, für mich verliert die Frau als Partnerin dann einfach an Wert. ( Natürlich nicht als Mensch ! )
Außerdem kann ich dann schwerer Vertrauen.
Oft beschwerte sie sich, dass ich zu wenig gebe in der Beziehung.
Um das kurz zu machen: Solange sie 100% gab und heftig verliebt in mich war, gab ich kaum was zurück war cool.
Entfernte sie sich von mir, wollte ich mit aller Macht die Kontrolle zurück.
Oft habe ich sie manipuliert, vielleicht sogar bewusst.
Nach einem Jahr änderte sich das langsam. Sie wurde entspannter, war nicht mehr so verlustängstlich.
Jetzt hatte ich das Gefühl mir entgleitet die Kontrolle über sie. Was ist passiert? Ich verliebte mich richtig stark in sie!
Während ich diese Zeilen schreibe, frage ich mich, was mit mir eigentlich falsch läuft. Warum konnte ich dieses tolle Mädchen nicht vorher schon wertschätzen, wieso entwickle ich ausgerechnet dann starke Gefühle, wenn durch warm/kalt und Psychospielchen schon viel in ihr kaputt gegangen ist.
Sie war sicher nicht fehlerfrei, auch sie hatte schwierige Seiten. Allerdings war sie extrem harmonisch und bemüht, dass diese Beziehung gesund und erfüllend wird.
Ich habe alles getan, um die Beziehung toxisch werden zu lassen.
Jetzt hat sie sich getrennt. Zu Recht. Ausgerechnet jetzt, wo ich wirklich aufrichtig angefangen habe sie zu lieben.
Ich wollte ihr beweisen, dass sie mir wichtig ist, suchte mir Hilfe um meine Dynamiken in den Griff zu bekommen.
Ich denke ich habe ein ganz großes Problem mit meiner Kontrollsucht. Außerdem bin ich sehr dominant.
Ich weiß, dass hört sich alles furchtbar an. In meinem Text erscheint nichts positives über mich, aber ich habe auch wirklich schöne Seiten. Ich bin sehr empathisch und habe einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Ich bin oft auf sie eingegangen, und habe ihr auch körperlich meine Liebe gezeigt (Umarmungen etc. )
Die Trennung verlief auch sehr hässlich. Wir haben uns viel an den Kopf geworfen. Ich glaube sie hasst mich. Sie meinte ich bin ein arbartiger Narzisst. Sie beschäftigt sich sehr viel mit solchen Themen. Ich fühle unheimlichen Schmerz für mich und für sie, ich glaube nicht, dass ich ein Narzisst bin.
Finde solche Diagnosen generell schwierig.
Der Gedanke, dass ich für sie ein Monster bin frisst mich innerlich auf.
Ich komme einfach nicht damit klar, dass ich sie so unheimlich verletzt habe. Sie mich nun mit meiner Schuld sitzen lässt und ich mir vorkomme wie das Letzte. Ich vermisse sie so unheimlich, ich würde alles dafür geben, wenn sie mir nur glauben könnte, dass ich es auch besser kann.
Ich liebe sie jetzt gerade wie noch nie zuvor, jetzt wo ich es ihr nicht mehr sagen kann und es sie auch nicht mehr interessiert.
Ich denke sie will mich nie wieder sehen. Wir hatten so eine schöne Zeit, ich habe alles mit dem Vorschlaghammer zerstört.
Jetzt lenke ich mich wieder mit anderen Frauen ab. Das ist so stumpf ich fühle gar nichts. Ich habe keine Lust auf Dates und fühle mich trotzdem getrieben. In der Hoffnung es ist eine dabei, die mich wieder aus dem Schmerz rettet.
Ich kann einfach nicht alleine sein. Obwohl ich während einer Beziehung gerne mal alleine bin.
Aber das Single Leben fühlt sich an wie die Hölle.
Ich bin so extrem abhängig von der Validierung von Frauen. Ich kann das Leben erst wieder genießen, wenn die nächste mich vergöttert. Das ist doch nicht normal.
Bitte beachten, dass ich diesen Text in einem enorm schmerzlichen und verwirrten Zustand geschrieben habe.
Ich hoffe der Text macht Sinn und ist einigermaßen strukturiert.