Zitat von Karina14:@Markus0815 danke für deine Antwort, das Gefühl der Seelenpartnerschaft habe ich öfter wenn ich verliebt bin, dafür habe ich ein tiefes Verständnis, leider verwandeln sich Gefühle und Beziehungen im Laufe der Zeit. Und manche schneller als ich anfangs glaube. Könnte es auch sein, dass du dich selbst vor -20 Jahren- in ihn hineinprojizierst? Habe mich nach dem Ende einer langjährigen Beziehung mal in meinen 10 Jahre jüngeren Zivi verliebt, bin auch mit ihm ausgegangen. Bis ich kapiert habe, dass er nur neugierig war, mehr nicht. Glücklicherweise hab ich mich sehr zurückgehalten und nicht komplett blamiert. Später habe ich zufällig ein Foto entdeckt von meinem Vater in seinem damaligen Alter. Beide sahen sich sehr ähnlich. Da hatte sich das kleine Mädchen in der damals 35 jährigen in ihren 25 jährigen Papa verliebt

das zum Thema Seelenverwandtschaft... Emotiobal war das ein Wahnsinnsgefühl. Seitdem bin ich sehr vorsichtig wenn starke Gefühle entstehen, erst mal abwarten, nachschauen, was der Andere so fühlt.
Grundsätzlich habe ich sowas etwas ähnliches auch schon gedacht... Und da ich ja bisher an zwei Frauengeschichten als Kummerperson Teil hatte, habe ich da auch ne gute Portion Abstand gehalten, auch wenn das von vom ersten Tag an zwischen und so gelaufen ist. Uns ist neulich aufgefallen, dass wir uns jetzt schon über ein Jahr kennen, und seitdem kam ich halt etwas ins grübeln. Wir haben schon länger das Thema Einsamkeit, auch wenn wir unter Menschen sind. Und bei der Autofahrt neulich kam eben das Thema auf was eine Beziehung eben wirklich ausmacht, und da kam halt der Spruch dass er sich gar nicht mehr so sicher ist ob man es nicht auch mit einem Mann probieren könnte, zumindest um Erfahrungen zu machen.
Wovor ich halt am meisten Angst habe ist so einer Situation ist der Sozialfilter, der oft bei Menschen in der Situation irgendwann anspringt... Wenn man realisiert dass man gerade in so etwas wie einer gleichgeschlechtlichen Beziehung landet. Ich persönlich könnte mir durchaus vorstellen, wenn ich eine Frau finden würde mit der mir so etwas passiert, dass ich dann mit dieser auch eine sexuelle Beziehung eingehen würde - wenn es sich richtig anfühlen würde, warum auch nicht! Wahrscheinlich würde ich dann auch einen hoch bekommen? Und hier die wichtigste Frage: Ist das relevant?! Muss sich Sex in der Beziehung durch diese eine Tätigkeit auszeichnen? Ich sehe Sex in der Beziehung in den Umarmungen, Streicheleinheiten und ähnlichem, und da bin ich mir sicher: Wenn ich eine Frau finden würde, mit der ich eine solche Verbindung hätte, wäre ich hier genauso wie bei einem Mann. Ich entwickelte solche Gefühle aber halt bisher nur für Männer, was mich eben stutzig machen läßt ob das bei Ihm dann vielleicht doch nicht so tiefe Gefühle sind wie bei mir, weil es ja komisch wäre wenn es bei Ihm für beide Geschlechter passiert?
Zudem sind viele Menschen, bei Männern habe ich das Gefühl noch viel mehr, mit so einem "Richtigkeits"-Schalter versehen, die so etwas grundsätzlich auch gesellschaftlichen Gründen ablehnen. So war ich früher auch, und wäre ich bestimmt auch noch wenn ich mich nicht mal verliebt hätte und mich dafür statt dem "Richtigkeits"-Schalter entschieden habe. Wenn er nicht so jung wäre, und es in dieser Generation nicht grundsätzlich weit weniger derartige "Richtigkeits"-Schalter gäbe, würde ich mir überhaupt keine Hoffnungen machen. Aber so... Wenn er es selbst schon in Erwägung zieht...
Lange rede kurzer Sinn: Da das ganze jetzt schon über ein Jahr vor sich hin läuft, denke ich mir schon dass ich meinen Gefühlen und Intuition vertrauen darf, dass ich ihn wirklich einfach nur mag für die Zeit die wir verbringen und die Dinge die wir zusammen tun. Ganz anders sieht es mit seinen Gefühlen aus, das muss ich eben jetzt herausfinden.