Zitat von Überlebende: Schlimmer noch, dass ich mich habe so behandeln lassen.
Und, ich habe jahrelang an mir gearbeitet, ich bekomme die Rückmeldung von Therapeuten, ich sei komplett reflektiert und rational völlig klar.
Zitat von Überlebende: Absolut beschämend wie billig ich mich „verkauft“ habe.
Verschenkt-das trifft es eher.
Überlebende, glaub mal, Du bist nicht allein mit solch einem Setting. Mach Dich nicht selbst so fertig. Das wird angetestet und kommt total schleichend. Irgendetwas ist an uns "Opfern", das ein Täter bemerkt, Ausstrahlung, Energie, Verhalten, und das Testen selbst meist unbewusst.
Der Preis geht auch nicht von 50 auf 10, da gibt es viele Zwischenschritte von: "Ich geh mal auf 40, dann auf 30, ah, jetzt muckt sie, dann wieder hoch auf 35, so halten, runter auf 20, oh, sie gibt mir Energie; was, sie will abspringen? 25..bissel Invest, bissel anfüttern, bissel wegnehmen. Manchmal den ganzen Teppich, ach, dann doch noch ein bischen zurückschieben."
Je nachdem auch, wie die Aktien gerade mit anderen stehen, kann er/sie auch wieder voll aufmerksam sein!
Das Spiel kann Jahre so gehen, Haus, Kinder, Freunde involvieren. Je mehr Du gebunden bist, desto besser.
Ich glaube, einige langjährig Verheiratete sind aus allen Wolken gefallen, als das Thema Narzissmus und Anverwandte aufkamen. Selbst meinen langjährig getrennten Ex-Ehemann erkenne ich jetzt erst so richtig als Tox, mit seinen Aktionen.
Wenn Du dich aber schämst, dann schämt sich ja das Kind in Dir, das jahrelang fertig gemacht wurde. Nimm dies in den Arm, sprichwörtlich, sprich gut zu ihm, und dass es nichts dafür kann. Dann sammele dich auf, mach Dich wieder zur schönen, starken Frau.
Du kannst das! Kontaktabbruch und in Ruhe heilen davon ist so wichtig!
Zitat von Scheol: Gab es eine Person in deinem Leben , wo man dich nur gesehen hatte wenn du viel geleistet hast ? Der Vater ?
Habe auch ich erlebt. Und ist für "uns" Normalzustand, wenn es in frühester Kindheit geschehen ist. Man genügt nie! Und weil man es so gewohnt ist, braucht man eine Weile, es zu erkennen.
Mein Vater war Alk, meine Mutter Medi-abhängig. Quasi schon als Baby. Alles, was ich später weiß ist, was ich gelernt habe, das ist nicht in mir (oder Dir?) drin, wie in gesunden Familien. Das macht es so schwer, also sei nachsichtig mit Dir.
Zitat von Überlebende: Ich hatte schon mal versucht das zu beenden.
Ganz am Anfang.
Weil ich das erkannt habe.
Deiner Wahrnehmung zu vertrauen, ist das Wichtigste. Und ja, ganz am Anfang erkennt man bereits kleine Spitzen oder Abwertungen, Sprüche, die ins Nichts führen, Erzählungen oder Interessen nur an des Partners eigenen Themen. Da genau hinzusehen, auch vor den berühmten 6 bis 8 Wochen, ist viel wert!
Sich dann abseilen, und keine Angst zu haben, und das trotz hormoneller Flutung, ist wahrscheinlich die beste und härteste Übung. Man möchte ja so gern ans Gute glauben...
Nope, erkenne, wenn er "spielt". Oder wenn es gegen Deine innere Überzeugung oder Gefühle geht. Tatsächlich ist der Bauch ein super Ratgeber.