Zitat von Isely:Ich glaube hier ist immer noch die Fassungslosigkeit über den Betrug da,wie konnte das passieren.
@Isely
Ja, stimmt.
Es macht fassungslos.
Ich konnte lange Zeit nicht verstehen, warum gerade mir das passieren musste/konnte...
Eine ewiglange Zeit veränderte sich sogar meine innere Einteilung der Zeit in "davor" und "danach".
Nun, diese Fassungslosigkeit, blockiert aber.
Die Erkenntnis, dass es nun zu meinem Leben dazu gehört, dass Leben eben eine immerwährende Veränderung bedeutet (ein Fluss ist), fiel mir damals schwer.
Zitat von Begonie:Das Problem des Menschen ist, dass viele Dinge maskiert auftreten. Es geht manchmal gar nicht um das, was man glaubt. Es geht um etwas Anderes und das, was man als Problem sieht, ist gar nicht das Problem.
@Begonie
Ja, das stimmt.
Es geht ja nicht nur darum, etwas zu verstehen, zu akzeptieren, zu verarbeiten..., das sich nicht mehr ändern lässt.
Es geht darum, zu erkennen wie und warum es einen so berührt und man u.U. auch gedanklich festhängt.
Ich habe viel mehr von mir selbst gelernt, als all die Jahre zuvor.
Nun, ich machte mir selbst Stress.
Hilfreich war das ganz sicher nicht.
Irgendwann trat so ein Art Selbstschutz ein und ich begann damit, zu ergründen, was mir gut und was mir schlecht tut.
Dazu gehörte für mich auch der Versuch, all diese Mechanismen zu demaskieren.
Naja, irgendwann entwickelte ich auch Methoden, um mit den negativen Gedanken umzugehen, die nämlich gar nichts mehr mit der Realität zu tun hatten, sondern nur noch verursachten, mir selbst Stress zu machen - irgendwie auch, um mich selbst zu bestrafen.
Wenn das klar wird, kann man es auch stoppen.
Damit meine ich nicht "Verdrängen" und schon gar nicht naives "Wegsehen".
Damit meine ich das bewusste Zuwenden zu positivem Denken, auch ganz besonders zur Reduzierung des eigenen Stress.
Es stimmt, auch Träume sagen viel.
Zitat von Begonie:Und die gemütliche schwimmende Reise auf dem Fluss? Vielleicht ein Sinnbild dafür, dass sich doch immer alles im Fluss befindet und dass man von einem Fluss aus auf mal neue Ufer finden kann, wenn man die Augen offen hält?
@Begonie
Bei der Beschreibung musste ich schmunzeln.
Unsere Geschichten sind ganz sicher sehr unterschiedlich...
Trotzdem träumte ich damals auch von Flußüberquerungen.
Zitat von Isely:Das 1 Jahr ist einfach heftig und irgendwann wenn das um ist, geht es wirklich besser.
Ich kann es jetzt nicht anders erklären, und ich weiss man will den Faktor Zeit gar nimmer hören.
@Isely
Auch wenn der Faktor Zeit nicht gerne akzeptiert wird, ich sehe das auch so.
Der Prozess (wie oben beschrieben) dauert.
Es braucht einfach Zeit.
Vielleicht hilft es Betroffenen, genau dies hier im Forum zu lesen und dann möglicherweise diese negativen Mechanismen etwas früher zu erkennen und zudem einfach Geduld zu bewahren.