Kerstin_2016
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@Luana35
Zitat:Wenn etwas positiv läuft warte ich darauf wann das dicke Ende kommt.
Zitat:Ich muss alles hinterfragen ,zerlegen ,zerdenken!
Und plötzlich kommt etwas positives und ich trau dem ganzen nicht!Und kann es nicht annehmen!
Mädels, das wird besser
Es ist allerdings auch für mich ein schwieriger und langer Prozess. Hätte mir jemand vor 18 Monaten gesagt: "Hey Kerstin, wenn der Liebeskummer erst einmal vorbei ist, dann geht die Arbeit erst richtig los". . .hätte ich laut los gelacht. Nicht, das es wirklich schlimm ist, aber selbst heute stelle ich noch mal fest, dass ich da durchaus meine Grenzen mitbringe (mir selbst gegenüber).
Hinter jeder Ecke könnte ja das Böse stecken. Hinter jeden Nettigkeit der Versuch mich zu täuschen. Jeder Kontaktversuch könnte nur aus Mitleid geschehen und jedes Aufbauen könnte ein "erzähl ich ihr mal was sie hören will"-Prinzip sein. *ironie_an*Außerdem "muss" ja was Negatives folgen, wenn man was Positiv erlebt hat, oder?! Kann ja nicht sein. . .*ironie_aus*
Skepsis hoch drei, geprägt durch eine Zeit, in der man oft am Boden lag. Geprügeltes Vertrauen was sich nur langsam wieder aufbaut, wieder aufgebautes Selbstvertrauen was mit Argus Auge bewacht wird, das Selbstbewusstsein ist noch nicht abschließend aufpoliert, der Selbstwert noch nicht ganz "endgültig definiert" und die eigene Power hat noch keinen ausreichenden Akku-Stand um sich auch mal selbst zu testen. Entsprechend ist es nicht einfach sich dieser negativen Gedanken positiv zu entledigen.
Ich stelle immer wieder fest, dass ich mich mit Dingen konfrontiere, von deren Existenz ich nicht ansatzweise etwas geahnt hätte.
Über allem steht für mich die Überschrift: Bauchgefühl!
Ich lerne wieder diesem Bauchgefühl auch einmal Vertrauen entgegenzubringen. Nicht unbedingt darauf zu verlassen, aber es mit ins Boot zu holen. Es gab eine Zeit, da konnte ich mich auf meinen Bauch verlassen. Ich habe dieses Bauchgehirn aber verlernt zu nutzen.
Wenn etwas Positives passiert, dann versuche ich je nach Situation und Gelegenheit verschiedene Wahrnehmungen zu sehen. Auch die vom Gegenüber oder die von der Situation selbst. Ich wäge ab, argumentiere, seziere, analysiere und befrage immer öfter wieder meinen Bauch. Die restliche Skepsis kann ich nicht ablegen und werde ich auch nicht. Sie hält mich wachsam und meine Aufmerksamkeit bleibt mei mir. Es schützt mich entsprechend ein Stück weit vor weiteren Erfahrungen, die man nicht so gerne in einer Intensität erleben möchte wie in der Vergangenheit. Es ist eine Gradwanderung, denn es sollte ja auch irgendwie "gesund" bleiben mit dieser Skepsis durch´s Leben zu stiefeln. Diese Einstellung hilft mir dabei, nicht alles Positive im Keim zu ersticken und auch einmal genießen zu können.
Alles in allem: wir sollten uns da auch viel Zeit geben. Denn nur durch positive Erfahrungen können wir negative Erfahrungen ein Stück weit "überprogrammieren". Haben wir nicht den Mut, dieses (erstmal vermeidliche) Risiko einzugehen, dann nehmen wir uns die Möglichkeit diese wichtigen positiven Dinge zu (er)leben, um darüber wieder Vertrauen (in uns und mit anderen) aufzubauen.
Und das ist es doch letzten Endes was man braucht: Vertrauen zu uns selbst und in das Leben.
In desem Sinne
Danke für die Anmerkungen! So konnte ich das auch für mich einmal in Worte fassen


Leider wird es auch max. eine mehr werden, weil wir nur zwei Männer in der Abteilung haben
Ich bin so müde. Ich habe die zweite Nacht in Folge schlecht geschlafen,...werde immer früh am Morgen wach und kann nicht mehr einschlafen... doch: kurz vorm Wecker penn ich nochmal ein.


wie der gucken würde