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Bestimmt du immer gerne die Regeln? Versuch es woanders Und was den angeblichen "Aufreger" betrifft, netter Versuch mich muntod zu machen. Den Rest kommentiere ich nicht mehr, das ist mir zu oberflächlich.
Also ein Volltreffer für mich. Bye Bye
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#136
B
Besserwisser60 Gast
Zitat von Error:
Also ein Volltreffer für mich. Bye Bye
Jup, du hast ein echtes Eigentor geschossen
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#137
A
Wie wichtig sind Euch platonische Freundschaften?
x 3
M
Malatesta Gast
Der Titel des Threads aus Sept. 2022 lautete:
"Wie wichtig sind euch platonische Freundschaften?"
Die TE hat einige Studien zur Titelfrage eingestellt, eine eröffnet mit einer Statistik (siehe Eingangstext):
,,Noch ernüchternder waren die in diesem Artikel geschilderten Studienergebnisse, denen zufolge nur 53% der von den Befragten angegebenen Freundschaften tatsächlich auf Gegenseitigkeit beruhten. In 47% der Fälle sahen sich die als "Freund" bezeichneten Personen wohl bestenfalls als Bekannte oder reine Freizeitpartner und dürften damit eher unzuverlässig sein, falls es mal hart auf hart kommen sollte"
Die Statistik würde ich um die Auswertung der Frage erweitern, wie hoch die Quote von virtuellen Bekanntschaften ist, die im Internet geknüpft werden und das Zeug hätten, auch in der sozialen Realität zu bestehen? Nach meiner Schätzung zwischen 3 und 5 %. Und gefragt wäre nur nach sachbezogenen Bekannschaften, nicht einmal nach charakterlichen Freundschaften.
Beide Verbindungen, ob zu Bekannten und Freunden, haben sich bei mir bis dato ausschließlich im realen Sozialleben entwickelt. 2 Monate war ich für die Suche nach Freizeitaktivitäten (Rad fahren, Bowling u.ä.) in der Lebensfreunde-Plattform eingetragen, eingegrenzt auf meine peergroup, plus/minus 5 Jahre und im Umkreis von ca. 30 km von meinem Wohnort. Nun ist es bei diesem speziellen Online-Angebot auch so, daß Beziehungspartner gesucht werden können, gekennzeichnet in der Rubrik "Romantik", das angekreuzt werden kann. In den Profiltexten unter "Ich suche" kann aber noch einmal klargestellt werden, worin der genaue Bedarf besteht.
Von einem Dutzend schriftlichen Kontakten hat einer zu einem persönlichen Treffen geführt, sich mittlerweile aber wieder verlaufen. Eine ernüchterne Bilanz. Die Gründe?
Ein Grund dürfte ein falsch vermitteltes Bedürnis sein. Die User geben vor, nur an Bekanntschaften interessiert zu sein, leiden aber unter Einsamkeit oder spekulieren im Hintergedanken auf eine Liebesbeziehung, trauen sich aber nicht, es offen darzulegen. Im häufigsten Fall der (Selbst)Täuschung dürfte es beides in Kombination sein: Es wird insgeheim eine Paar-Beziehung gegen die Einsamkeit gesucht.
Ein anderer Grund ist die mißverständliche, digitale Konstruktion der Annäherung, die selbst bei besten Willen, präziser Sprache und aller Aufrichtigkeit die Motive und das Ansinnen nicht unmißerständlich vermitteln kann, weil die Dimension der sinnlichen Leibhaftigkeit fehlt. Hinter den reduzierten Profilmasken sind die echten Menschen in ihrem Facettenreichtum unmöglich zu erkennen, falsche Erwartungen und Enttäuschungen vorprogrammiert. Nebenbei bemerkt: Für die digitalisierte Jugend ist das ein großes Manko.
Meine persönliche Lösung ist eine Aufsplittung: Platonische Bekanntschaften münden bestenfalls in ausgedehnte Korrespondenzen und bleiben solche und menschliche Verbindungen suche ich weiterhin im gesellschaftlichen Leben.
In Foren wie diesem, wo es schwerpunktmäßig um Trennungen geht, bin ich ein anonymer User unter vielen, der mal aus ernsthafter Anteilnahme für einen akuten Fall seine eigenen Trennungserfahrungen einbringen kann, mal ist es bei abseitigen Themen ein unterhaltsames, mehr oder minder geistreiches Vergnügen zum Zeitvertreib.
Sobald ich den Laptop zuklappe, ist das digitale Sphärengeplänkel jedoch schnell vergessen und das echte Leben präsent. Digitale Sphäre und soziale Realität unterscheiden sich in meiner Wahrnehmung fundamental, im Einfluß auf mein Dasein sowie in der Wertigkeit.
Mich würden andere Stellungnahmen interessieren. Ist das womöglich auch eine Altersfrage und eine der Sozialisation: digital oder analog?
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#138
Arella Mitglied
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Zitat von Error:
Erstaunlich wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird.
Man stelle sich vor, eine Frau Mitte 50 fragt in einem Freizeit-Gesprächsforum nach Gleichgesinnten. Und von einem fast 80 jährigen Mann hätte sie als Antwort ein "unanständiges" Angebot, mit Betonung auf ihre frische Knackigkeit erhalten....
Guten Abend in die Runde.
Mich hat das gerade nachdenklich gemacht. Und auch, wenn eine Reaktion nicht als angemessen erachtet wurde, kann man und sollte man, in der Lage sein, trotzdem mal einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Also ich wechsele mal die Perspektive. 👉 Und dann sehe ich, ja, es ist auch übergriffig von einer fremden Frau, einem fremden Mann gegenüber, ihm zu sagen, er wär ja noch ganz knackig, da könnte man sich mal treffen.
Übergriffigkeit gibt es dann sehr wohl von beiden Seiten. 😄 Kommt wohl drauf an, wer das schlechtere Benehmen und das meiste Geld hat?
Vor allem, wenn jemand nach Freizeit-Kontakten sucht. War von ihr halt auch schlechter Stil.
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x 3#139
B
Besserwisser60 Gast
Zitat von Arella:
Und dann sehe ich, ja, es ist auch übergriffig von einer fremden Frau, einem fremden Mann gegenüber, ihm zu sagen, er wär ja noch ganz knackig, da könnte man sich mal treffen.
Ich nicht, ich sehe das eher als Kompliment für den Mann und finde es überhaupt nicht schlimm.
Was müssen sich Frauen sonst alles für Verbaldiarrhoe von einigen Männern über ihr Aussehen anhören, zumal die so und so viel visueller sind als Frauen.
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#140
Arella Mitglied
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Zitat von Besserwisser60:
Ich nicht, ich sehe das eher als Kompliment für den Mann und finde es überhaupt nicht schlimm.
Das kann man unterschiedlich sehen, und ich finde, beide Ansichten können von mir aus einfach so stehen bleiben.
Ich glaub, mir wäre das peinlich, einen 15 Jahre jüngeren Typen als knackig zu titulieren und mich mit dem treffen zu wollen. 😬 Andererseits haben Leute auch unterschiedliches Humorempfinden und Humor, und vielleicht hat sie es lustig gemeint, wer weiß das schon. 😄 Wenn ein 75-Jähriger dann wiederum eine 15 Jahre jüngere Frau als knackig tituliert und sich dann treffen will, dann kann es schon sein, dass dies wiederum nicht unbedingt als Kompliment gewertet wird, oder?
Das wäre dann das Zweierlei-Maß.
Ich persönlich hätte wohl einen Haken dran gemacht und gut ist.
Das ist sicherlich eine Typ-Frage. Möglicherweise auch eine Stil-Frage.
Vielleicht auch eine Humorfrage.
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x 2#141
B
Besserwisser60 Gast
Zitat von Arella:
Ich glaub, mir wäre das peinlich einen 15 Jahre jüngeren Typen als knackig zu titulieren und mich mit dem treffen zu wollen.
Ich würde einen 15 Jahren jüngeren Mann gar nicht daten und derlei Äußerungen auch nicht tätigen. Komplimente mache ich eher selten
Zitat von Arella:
Wenn ein 75-Jähriger dann wiederum eine 15 Jahre jüngere Frau als knackig tituliert und sich dann treffen will, dann kann es schon sein, dass dies wiederum nicht unbedingt als Kompliment gewertet wird, oder?
Würde ich jetzt nicht schlimm finden.....viel schlimmer sind die subtilen Komplimente, die keine sind, weil einige Herren Minderwertigkeitskomplexe haben und ihr Ego damit aufwerten.
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x 1#142
E
Ex-Mitglied Gast
Meine langjährigen Freundschaften sind mir sehr wichtig.
Neuere Kontakte konnten dem leider nicht standhalten- da wurde ich lediglich als Partybegleitung oder Kummerkasten ausgenutzt.
Ich habe nun tabula rasa mit den oberflächlichen "Freundschaften" gemacht und werde nur noch meine echten Freunde treffen.
Ansonsten haben sich im real life zwei sehr wertvolle neue Kontakte auf Augenhöhe ergeben, wo Geben und Nehmen ausgeglichen ist.
Damit fühle ich mich sehr wohl.
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#143
A
Akelei76 Mitglied
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Zitat von Arella:
Und dann sehe ich, ja, es ist auch übergriffig von einer fremden Frau, einem fremden Mann gegenüber, ihm zu sagen, er wär ja noch ganz knackig, da könnte man sich mal treffen.
Ich auch, genauso wie umgekehrt. Aber da sind Menschen einfach unterschiedlich. Ich würde keinen Menschen, weder Frau noch Mann so catcallen.
Meine langjährigen Freundschaften sind mir sehr wichtig.
Das geht mir auch so - bei meinen männlichen, wie auch weiblichen Freunden. Ich könnte ohne enge Freunde nicht leben. Frauenrunden brauche ich genauso sehr, wie gemischte Runden. Integere, direkte Menschen.
Ich habe 5 enge Freundinnen und zwei sehr enge Freundschaften zu Männern.Seit Jahrzehnten. Bekannte machen Spaß. Freunde sind essentiell für mich.
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x 2#145
B
Besserwisser60 Gast
Zitat von Akelei76:
Ich auch, genauso wie umgekehrt. Aber da sind Menschen einfach unterschiedlich. Ich würde keinen Menschen, weder Frau noch Mann so catcallen.
Das ist kein Catcalling, das ist was ganz anderes. Man kanns moralisch auch übertreiben.
"Catcalling bezeichnet verbale oder nonverbale sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum, meist durch Männer gegenüber Frauen oder diversen Personen
. Dazu zählen Hinterherpfeifen, anzügliche Sprüche, Kussgeräusche, obszöne Gesten oder Starren. Es handelt sich um ein Machtinstrument, das Betroffene herabwürdigt und verunsichert, und oft als #KeinKompliment verstanden wird"