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Wie wichtig sind Euch platonische Freundschaften?

E
Ich lasse mir Zeit damit neue Menschen kennen zu lernen. Ich gabel jetzt nicht irgendwelche Leute auf und nenn diese meine Freunde, nur damit ich nicht für komisch gehalten werde.

#76


M
@H-Moll
Werte H-Moll, deine Ansicht über Freundschaften klingt eher nach einem dissonanten Tritonus egozentrischer Ablehnung.
Ohne sie schmoren wir doch nur asozial im eigenen Saft, persönliche Freundschaften dienen nicht nur als Absicherung für die Wechselfälle des Lebens sondern auch für die Erweiterung des eigenen Selbst. Lediglich als Monade um die Achse des eigenen Leben kreisend, stelle ich mir schrecklich öde vor, als einen Prozeß der beschleunigten Verkümmerung.
Ich unterstelle, du wolltest einen krassen Spruch ablassen, der jedoch nicht einem Dasein ohne Freunde entspricht.

x 2 #77


A


Wie wichtig sind Euch platonische Freundschaften?

x 3


H
@Malatesta ,
so sei dir deine von dir selbst bestätigte Unterstellung unbenommen.
Wenn ich gute Freunde will, bin ich selbst einer.

x 1 #78


QueenA
Zitat von H-Moll:
Wenn ich gute Freunde will, bin ich selbst einer

Das finde ich eine gute Grundlage.

x 1 #79


H
@QueenA
Es geht nicht anders.
Was wir brauchen, müssen wir geben.

x 1 #80


M
@QueenA
Die ,,gute Grundlage" als Eigenliebe interpretiert ist eine Selbstwert-Banalität. Wer sich nicht einmal dieser sicher ist, dürfte es allerdings wirklich schwer haben mit der Freundschaftsbildung.

#81


H
@Malatesta
Genau dem widerspreche ich.
Ich muss nicht toll aufgestellt sein, um einem anderen Menschen zu helfen.
Ich kann gebrochen sein, und trotzdem einem anderen helfen.

x 2 #82


S
Hallo @Blanca,
spannendes Thema!

Ich habe Jahrelang immer nur zwei beste Freunde gehabt, mein Ex-Frau hat mir das immer angekreidet, weil die Freunde in der Heimat waren und ich diese "nur" 2-3 im Jahre gesehen habe.

Witzigerweise, habe ich nach der Trennung viele neue sehr Wertvolle Menschen kenngelernt...
...mittlerweile sind es ca. 7 gute Freunde.
Aber es gibt noch viele andere Menschen, die den Status haben "könnte bester Freund auch sein"...
...aber manchmal ergibt es sich nicht unbedingt so.

x 3 #83


J
Zitat von Malatesta:
erscheint mir der Titel "Platonische Freundschaft" als ein Oxymoron - ein Widersinn, der inhaltlich

Kann es sein, dass du ein völlig anderes Verständnis von "platonisch" als die Allgemeinheit hast? Platonisch bedeutet doch, dass eine geistige, aber keine sexuelle Verbindung besteht - was du als "platonisch" beschreibst, würde ich eher als rein virtuelle Verbindung beschreiben.

Zitat von Malatesta:
So mir Brieffreunde als reale Personen unbekannt sind und unbedingt fremd bleiben sollen, ist sichergestellt, daß die "Reinheit" der gedanklichen Mitteilungen nicht durch sinnliche Wahrnehmungen des Lebensalltags gestört werden.

Ist meiner Meinung nach unmöglich. Du kannst dich ja nicht mit jmd. austauschen, ohne etwas über die Person zu erfahren - und machst dir dann eben ein inneres Bild von der Person.

Und wie kommst du zu der Aussage, H-Moll sei egozentrisch 🤔 ?

x 2 #84


QueenA
Zitat von Malatesta:
@QueenA Die ,,gute Grundlage" als Eigenliebe interpretiert ist eine Selbstwert-Banalität. Wer sich nicht einmal dieser sicher ist, dürfte es ...

@Malatesta
Ich meinte damit nicht Selbstliebe, sondern: selbst die Eigenschaften eines guten Freundes zu leben. Freundschaft entsteht durch Gegenseitigkeit, nicht durch bloßen Anspruch. Vielleicht schreiben wir gerade über zwei unterschiedliche Ebenen.
Gute Nachtruhe 🌟

x 2 #85


M
@justawoman
Nicht H-Moll als Person halte ich für egozentrisch - ich kenne sie schließlich nicht - sondern bloß ihre Ansicht über Freundschaften.

Guter Hinweis auf das ,,innere Bild". Sicherlich erfahre ich etwas oder einiges über das äußere Leben der "platonischen Person" in meinen z.T. jahrelang währenden Korrespondenzen. Was vor meinem geistige Auge entsteht, ist jedoch nicht ein Abbild des sozialen Daseins, sondern nur eine Innenansicht der Gedanken und Empfingung des ansonsten fremden Menschen. Sein Alltag interesssiert mich wenig bis gar nicht. Das geht natürlich nur mit gleichgesinnten Briefpartner/innen.

#86


M
@QueenA
Zitat:
Vielleicht schreiben wir gerade über zwei unterschiedliche Ebenen.

Ja, offensichtlich ein begriffliches Mißverständis.

x 1 #87


J
Habt ihr eigentlich außer einzelnen Freunden auch (Freundes)Gruppen, denen ihr euch zugehörig fühlt und mit denen ihr was unternehmt?
Wie haben sich diese Gruppen ergeben? Findet ihr es wichtig, neben einzelnen Freunden auch eine Gruppe zu haben?

x 3 #88


A
Zitat von justawoman:
Findet ihr es wichtig, neben einzelnen Freunden auch eine Gruppe zu haben?

Ich schlag mich mit dem Thema auch gerade rum. Ich würde gerne ausbauen. Also den Bekanntenkreis erweitern, und hätte das auch gerne gemischt. Vielleicht ist das schwierig, so im mittleren Lebensalter auch gegengeschlechtliche Kontakte in den Freundeskreis zu integrieren oder neu zu bilden. Vor dieser Frage stehe ich.

Ich suche ja aktuell nach neuen Leuten, die gerne Billard spielen möchten, das scheint irgendwie ungewöhnlich zu sein.
Leute für Musical, oder Essen gehen findet man leichter. Und mir geht es nich darum, irgendwen zu finden.
Sondern auch Leute, die neu in der Stadt sind, und eventuell die eine oder andere Betrachtung des Lebens anstellen, die nicht nur konsumgetragen ist.

x 4 #89


S
Zitat von justawoman:
Habt ihr eigentlich außer einzelnen Freunden auch (Freundes)Gruppen, denen ihr euch zugehörig fühlt und mit denen ihr was unternehmt?

Das ist eine echt spannende Frage...
...in der Jugend gab es ja noch sowas wie "Clique", wobei sowas mehr der Status von "Bekannten" hatte - aber eigendlich war das mehr ein loser Zusammenhalt, der bis zu Rivalität der einzelne Personen gehen konnte.

Bei meinen zwei besten und längsten Freunden aus meiner Heimat war witzigerweise ich das bindende Gl.. Sie kannten sich auch so, aber dadurch das ich beide immer wieder zusammengebracht habe, wurden sie auch bessere Freunde. Als ich weggezogen bin aus der Heimat und in den Zeiten wo es mir nicht gut ging, haben sie sich zusammen Sorgen um mich gemacht.

Ich glaube aber, am Ende des Tages gibt es immer nur zwischen zwei Menschen eine Verbindung, es gibt kein Gruppenkolektiv.

Aber es ist absolut entspannend, wenn man mit mehrende Menschen zusammen sitzt den man vertrauen kann - ich glaube das ist auch ein Faktor.

Aber außer Freundschaften gibt es ja auch andere Formen der zwischenmenschlichen Kontakten, wie Kuppels und Bekannte...
...und ich kenne unheimlich viele Menschen mit dem Titel "Potenzial für gute Freund/Freundin" - nur kann man so viele Kontakte gar nicht pflegen...

x 1 #90


A


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