Zitat von erzwodezwo: Paul
(freundlich):
,,Schatz, mach mal bitte das Fenster auf in der Küche, hier ist schlechte Luft drin."
Nicole
(freundlich):
,,Ich mache es, wenn wir mit dem Hund wieder gekommen sind. Dann mache ich noch Tee und gebe dem Hund Futter. Danach mache ich das Fenster auf."
Paul
(leicht genervt):
,,Ne, bitte mach das Fenster jetzt auf, die Luft ist stickig. Wenn wir wieder kommen, mag ich lieber frische Luft in der Wohnung. Ich mag es nicht, wenn es dann so stickig ist."
Ich verstehe nicht, warum Paul bereits nach einer Erwiderung von Nicole leicht genervt ist?
Sie hat auf die Bitte klar, freundlich und detailreich reagiert.
Wieso Paul dann direkt schon "leicht genervt" ist, hat in meinen Augen entweder nichts mit diesem konkreten Gespräch zu tun (sie weiß ja eh immer alles besser blub) oder mehr mit Paul als mit Nicole.
Zitat von erzwodezwo: Nicole
(dagegen haltend):
,,Ne, wenn ich jetzt das Fenster aufmache, kommen die ganzen Motten rein. Außerdem habe ich das Fenster eben erst zu gemacht."
Paul
(noch abgenervter):
,,Dann machen wir eben das Fenster auf, kurz bevor wir mit dem Hund gehen, dann ist ja das Licht aus, so dass keine Motten rein können."
Nicole
(noch entschlossener):
Das Fenster geht hier nur noch auf und zu. Ich mache es gleich auf, wenn wir wieder kommen und ich in der Küche fertig bin."
Paul
(mittlerweile angepisst, der das Problem nicht versteht):
,,Was ist denn daran so schlimm, wenn man mehrmals das Fenster auf und zu machst!? Bist du damit überfordert?"
Und an der Stelle, wenn der Paul nicht mit der Nicole zusammen wäre, sondern mit E-Claire, hätte der Paul wohl so einiges zu hören bekommen. Zum Beispiel, was so eine dämliche Provokation jetzt soll. Und ob er das wirklich angemessen findet?
Außerdem hätte E-Claire den Paul mal sehr freundlich gefragt, wer denn da nicht mehr auf der Sachebene bleiben möchte.
Wenn E-Claire einen schlechten Tag gehabt hätte, dann hätte sie an dieser Stelle den Paul gefragt wieso er sich denn bitte eine Frau ausgesucht hat, die angeblich nicht einmal ein Fenster öffnen kann und ob er nicht meint, daß er jetzt aufhören könnte, sich wie ein Dreijähriger beim Trotzanfall zu benehmen.
Glücklicherweise hat E-Claire selten schlechte Tage, aber E-Claire lebt auch allein und hat daher die Hoheit über das Fensteraufmachen für sich.
@erzwodezwo (netter nick) Ich würde echt mal schauen, warum Du einfach schon gleich genervt warst, als sie Deiner Bitte mit Neuverhandlung begegnet ist.
Des weiteren geht es ja eigentlich nie um Fenster oder die berühmten Socken, die irgendwo herum liegen, sondern es geht um Wertschätzung und es geht Gesehen werden.
Eine interessante Frage wäre, wie hättest Du reagiert (und an welchen Stellen anders), wenn diese Situation sich nicht zwischen Paul und Nicole, sondern zwischen Paul und Wolfi, Pauls bestem Freund seit Kindertagen, der gerade für zwei Monate bei Paul unterkommt, abgespielt hätte?