Zitat von Hansl: Meiner Meinung nach könnten es ja Deine eigenen Erfahrungen sein, die eben zu Deiner Mauerstrategie der Wut Dich bewegten.
Mauerstrategie der Wut?
Ich habe meine Gedanken zum Thema Therapie und Therapeuten mal 'ner psychiatrischen Psychotherapeutin mitgeteilt.
Und was glaubst du, was die gesagt hat? Sie gab mir recht! Und setzte hinzu, dass ich genau deshalb keine Psychotherapie brauche. Das, was ich dort lernen könnte, hätte ich mir bereits im Alleingang selbst beigebracht, denn - so sagte sie wörtlich - "Sie haben Selbstheilungskräfte."
So, und wenn
ich die habe, dann hat die jeder andere auch, denn ich bin niemand Besonderes, sondern eine "wie du und ich".
Zitat von Keule:@Tee-Freundin Daran scheitert es eben, die Angst als Teil von mir anzunehmen... wenn ich das in dem Moment geschafft hätte, SIE hätte mir geholfen ...
Für das Ding mit der Angst habe ich vielleicht 'n Tipp für dich. Der Auslöser war bei mir aber was ganz anderes als bei dir, nämlich ein Autounfall.
Danach hatte ich ständig diese Liedzeile im Kopf
Zitat von Gunter Gabriel: Er ist ein Kerl:Er fährt 'n 30-Tonner-Diesel
und die Angst fährt mit ihm mit
Also nahm ich das wörtlich und stellte mir in meiner Phantasie die Angst als eine gruselige Frauengestalt vor, die hartnäckig bei mir auf dem Beifahrersitz hockt, um mit mir mitzufahren. War nicht zum Aussteigen zu bewegen, das Miststück, das fiese.
Also sagte ich zu ihr: "Okay, Angst, dann bleib halt da. Aber:
Ich bin hier der Kapitän, und du hältst die Klappe und greifst mir nicht ins Lenkrad, kapiert? Wenn ja, dann darfst du halt mitfahren."
Die Angst war einverstanden und fuhr mit mir mit, Tag für Tag. Sie war da, sie begleitete mich. Aber sie griff mir tatsächlich nicht ins Lenkrad; insofern hatte ich sie unter Kontrolle.
Bis ich eines Tages merkte, dass sie nicht mehr da war. Vielleicht hätte ihr die Musik nicht gefallen, die ich beim Autofahren so hörte. Oder es war ihr einfach zu langweilig bei mir geworden ...
