Zitat von Polo:Die Umfrage, dass mehr als 10 S. ein No-Go sind finde ich echt spannend. Ich halte davon aber persönlich nicht all zu viel. Ist mir irgendwie zu pauschal und wenn man (in welcher Art auch immer) mehr oder weniger öffentlich nach seiner Meinung dazu gefragt wird, dann sind die meisten meines Erachtens zu stark von äußeren Moralvorstellungen beeinflusst, als dass sie ihre wirkliche Meinung sagen würden
Stell Dir mal vor, es wäre umgekehrt gewesen (Du viele 6-Partner, sie "nur" 10). Die Zahl der 6-Partner kann doch nur jeder für sich moralisch bewerten. Wann sind xLeute Zuviel? Ab wann ist ein Mensch vermögend? Ab wann ist ein Mensch glücklich? und so weiter. Es sind doch letztlich eigene Vorstellungen und Bedingungen, die das definieren.
Zitat von Polo:Generell ist sie recht selbst reflektiert, was ich auch sehr an ihr schätze.
Wenn dem so ist, sollte das doch das entscheidende Kriterium sein oder nicht?
Zitat von Polo:Definitiv nagt das Ganze an meinem Selbstbewusstsein, das will ich gar nicht leugnen. Bewerten würde ich mein Selbstbewusstsein insgesamt an solchen Dingen, wie dass ich z.B. auch außerhalb meiner Komfortzone lebe und die Dinge (normalerweise) so nehme wie sie eben sind. In anderen Dingen wie z.B. es anderen recht machen zu wollen habe ich eher Defizite. Liegt an meiner Erziehung.
Du solltest nicht darauf abzielen, es anderen recht zu machen. Dann machst Du Dich zum Skla. Deiner eigenen Identität.
Als ich mit meiner Ex zusammenkam, hatte die drei Kinder mit in die Beziehung/Ehe gebracht. Nicht wenige aus meinem Umfeld haben das seinerzeit sehr negativ betrachtet, da gab es auch schon heftige Sprüche. Aber ich stand zu ihr und auch, wenn es mir später um die Ohren flog, waren es aber andere Gründe, nicht die Anzahl der Kinder oder der Exliebschaften. Ich habe eine eigene Meinung zu dieser Thematik, meine Bedingungen und Vorstellungen und wenn das Gegenüber nicht passt, lasse ich es lieber sein.
Du hast den Vorteil, dass sich eine Frau um dich bemüht und erobert hat, welcher Mann kann das von sich behaupten? Immer müssen zumeist die Männer die Frau erobern, da hat die Emanzipation leider immer noch gewaltig Nachholbedarf, weil zwar gesagt wird, der Mann solle dieses und jenes jetzt anders machen, aber die Frauen haben bei manchen Dingen noch einen Vergangenheitsfreifahrtschein. Aber, unabhängig von der Emanzipation, solltest Du selbst wissen, was für Dich gut ist und was Dir gefällt. Bauchgefühl ist gut, aber kann auch gewaltig täuschen (war bei meiner Ex auch so). Du bist gerade mal 8 Wochen mit ihr zusammen, das ist zeitlich betrachtet bei Beziehungen "Neuland" und die hier schon genannte Kennenlernphase.
Schau doch einfach, wie sich das ganze die nächsten Monate, nicht Wochen, entwickelt. Am Anfang ist eh alles meistens rosarot und schön und dieser Umstand hier mit den 40 Räubern, äh sorry, Männern, ist jetzt mal der erste nicht so schöne Aspekt in Eurer Beziehung, eher für Dich als für sie. Diese Zahl steht im Raum und wird nicht wieder kleiner werden, das ist nun mal so. Entscheidend ist. wie Du damit umgehst. Spielt das eine Rolle, eine bedeutende und zugleich bedrückende Rolle, solltest Du Abstand nehmen. Wenn Du damit umgehen kannst, musst Du schauen, wie sich alles weiterentwickelt. Es wird ja sicher auch bei Dir Dinge aus Deinem Vorleben geben, die SIE u.U. nicht gut finden wird/könnte, oder? Dann solltet ihr schauen, wie sie darauf reagiert und was es mit Euch macht.
Ergo: Ihr seid mitten im Kennenlernen.