Polo
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mich beschäftigt gerade ein ziemlich unschönes Gefühl in einer eigentlich super schönen Sache.
Ich (30) bin vor wenigen Monaten mit meiner Freundin (27) zusammengekommen. Interessanterweise ging dabei viel Initiative von ihr aus. Ist irgendwie ungewohnt gewesen, habe ich aber andererseits auch sehr genossen. Sie sagte zwar das macht sie normalerweise nicht und ich hätte ihr einfach den Kopf verdreht aber das Thema hat für mich trotzdem irgendwie einen Beigeschmack. Optisch ist sie eigentlich eher ein klein wenig unter meiner Liga und so war es letztlich ihre liebevolle Art und ihr toller Charakter der dafür gesorgt hat, dass ich mich in sie verliebt habe.
Die schönste Nebensache der Welt fühlt sich für mich mit ihr inzwischen wirklich grandios an (Anfangs interessanterweise eher unterdurchschnittlich) Wir reden sehr offen über das Thema und kamen so leider auch neulich dazu viel zu detailliert über unsere sexuellen Vergangenheiten zu reden. Ich war in der Vergangenheit etwas experimentierfreudiger, sie hat es dafür deutlich wilder getrieben. Sie wurde in der Kindheit von ihren erwachsenen Bezugspersonen emotional vernachlässigt und hat da in einer gewissen Naivität versucht etwas über Bettgeschichten zu bekommen, was es da nicht zu holen gibt. Wäre einfacher für mich, wenn es ihr nur um Spaß am Sex gegangen wäre. Mich belastet die Zahl ihrer Sexual partner ungefähr 40.
Einerseits waren es bei mir nur ungefähr ein Drittel so viele, was sich im Verhältnis irgendwie so anfühlt als ob ich etwas verpasst hätte. Klar, als tendenziell eher wählerischer Mann ist es natürlich nicht immer ganz so einfach an passende Bettgeschichten zu kommen, aber letztlich muss ich mir eingestehen das ich schon auch gerne mehr Erfahrungen mit unterschiedlichen Frauen gesammelt hätte. Ich war allerdings früher schon in einer sehr langen monogamen Beziehung.
Sie hatte anfangs z.B. auch erzählt, dass sie noch regelmäßigen freundschaftlichen Kontakt zu einem Kerl hat, der sie vor mir nur fürs Bett wollte (sie wollte eine Beziehung) "Das kann ich eben gut voneinander trennen". Selbst, wenn sie das wirklich glaubt, halte ich das aber in der Konstellation für gelinde gesagt untypisch. Den Kontakt hat sie dann von sich aus abgebrochen, als ich ihr sagte wie sich das für mich anfühlt. Irgendwie wirkte das nebenbei auch extrem unattraktiv auf mich. Wer will schon einen Partner der anderen hinterherrennt bzw. hinterhergerannt ist? Außerdem fühlt man sich so ein wenig wie eine zweite Wahl. Damals hatte ich wirklich überlegt die frische Beziehung mit ihr sofort wieder zu beenden. Ob ich es aus Selbstschutz hätte tun sollen, als ich noch weniger verliebt war? Keine Ahnung
Eigentlich mache ich mir keine Gedanken darüber, dass sie es mit mir nicht ernst meint, weil wir tolle und auch tiefgründige Erfahrungen miteinander teilen. Ich schätze mich zwar auch als ungefähr durchschnittlich Selbstbewusst ein und ich habe eigentlich den Anspruch insbesondere über die Sachen aus der Vergangenheit darüber stehen zu können. Aber die ganze Konstellation überfordert mich komischerweise so sehr, dass ich mich frage, ob es tatsächlich realistisch ist, dass sich das auf absehbare Zeit nicht mehr sch. für mich anfühlt.
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