mara_mly
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Ich habe vor 2-3 Monaten einen jungen Mann in meinem Alter kennengelernt. Erst haben wir etwas geschrieben und seit Anfang letzten Monats treffen wir uns auch wöchentlich, meist einmal. Wir machen verschiedene Dinge zusammen, also es ist nicht ein Kennenlernen, wo man praktisch direkt merkt, der Typ möchte nur ins Bett und Zuhause sein.
Er ist von seiner Art her grundsätzlich eher ruhig veranlagt, ich aber auch. Das finde ich nicht schlimm. Dennoch hatten wir anfangs eigentlich immer über Dinge gesprochen, auch wenn mir mittlerweile bewusst wird, dass die Themenanstöße eigentlich meistens immer von mir ausgingen. Er interessiert mich als Person natürlich. Seine Interessen, Umstände, Vergangenheit, Wünsche.
Ich habe ihn nun gestern getroffen, er ist auch zu mir, in meine Stadt gekommen. Wir waren 3 Stunden zusammen, meistens haben wir vorher mehr Zeit miteinander verbracht und auch schon beim jeweils anderen übernachtet. Ich bin gestern mit so einem komischen und schweren Gefühl aus dem Date gegangen. Wir haben kaum miteinander gesprochen. Ich habe immer wieder versucht, Themen anzugehen, zu lachen, seine Nähe zu suchen, aber er wirkte permanent distanziert. Beim Spazieren hat er zwar meine Hand gehalten und küsste mich auch, aber sein Verhalten ist einfach anders.
Ich habe ihn natürlich darauf angesprochen. Er meinte nur, es sei alles gut für ihn. Schnell fühlt er sich durch meine Fragen dann auch genervt, dass ich ihn nicht hinterfragen und rumzweifeln soll. Er fühlt sich schnell in der Position, mit mir diskutieren zu müssen, wobei es mir bewusst nie im diskutieren geht. Ich äußere meine Gedanken und Gefühle oft verbal und damit bekomme ich dann das Gefühl, dass das falsch ist.
Es ist mir grundsätzlich schon oft bei den Dates aufgefallen, dass er wenig von sich erzählt. Er antwortet zwar auf Fragen von mir, aber er scheint nie so wirklich interessiert, wer ich bin. Entstehen mal tiefgründige Themen, wie die Vergangenheit, hat er mich bisher nie gefragt, was ich so in meinem Leben erlebt habe. Ich hatte ein Bewerbungsgespräch letztens, wo er total trocken nur darauf reagierte oder viel Erfolg gewünscht hat. Er ruft mich selten von sich aus an. Treffen tut er mich aber dennoch, auch wenn dabei keine Intimität enthalten ist. Ich bin auch nicht die Einzige, die Treffen vorschlägt.
Ich bin innerlich sehr ratlos. Die ersten 3 Dates waren würde ich sagen, schon aufregend. Diese stetig zunehmende Annäherung, die Blicke, das erste Mal Hand halten, küssen, etc.
Ich habe ihn gefragt, was es für ihn denn mit uns sei und er meinte, eine Kennenlernphase einer Beziehung. Direkt nach einer Beziehung gefragt hat er mich bis jetzt nicht, ich spüre diese Verliebtheit auf seiner Seite aber auch nicht.
Mich macht es innerlich mittlerweile traurig und verwirrt. Wir hatten jetzt 10 Dates oder so, ich weiß, das ist noch nicht die Welt. Was mich aber traurig macht, ist dass wir uns nach einer Woche sehen und dann gefühlt nur ein paar Sätze wechseln. Gepaart mit seinem ‚es ist doch alles gut‘. Ich habe nie das Gefühl, einen tieferen Einblick in seine Gefühle zu bekommen und äußerte das auch schon.
Gleichzeitig habe ich auch die Angst, dass dieses ‚es ist alles gut‘ einfach nicht echt ist. Oft sagen Männer das ja und brechen den Kontakt dann dennoch kurz darauf ab und ich sagte ihm, dass er bitte über solche Sachen ehrlich mit mir kommunizieren sollte, weil man sich sonst falsche Dinge darauf einbildet.
Habt ihr eine Idee?
