Zitat von VictoriaSiempre:Naja: Geh davon aus, dass niemand bei Dir klingelt und „Wollen wir Freunde sein?“ fragt

Wer gute Freunde hat, hat nicht nur den Jackpot gezogen, sondern auch meistens diese Freundschaft gepflegt. Trotzdem kann immer passieren, dass es irgendwann nicht mehr passt, weil sich Umstände und Menschen eben ändern. ...
Ich hatte während meines Studiums eine große Clique, die wurde dann immer kleiner, ich habe internationale Studienrichtungen studiert, die allermeisten sind nicht mehr hier, sondern im Ausland. Das mit den Kontakten pflegen ist da so eine Sache, das beruht auf Gegenseitigkeit und wenn man vom Anderen merkt, dass da nichts kommt, lässt man es bleiben.
Es gibt Menschen, die pflegen ihre Kontakte, das kostet massig Zeit, wirklich viel Zeit, neben Job, Hobbys, Familie und beruht auf Gegenseitigkeit. Diejenigen, die ich kenne, die viele intensive Freundschaften haben, haben sonst eben nichts, keine Hobbys oder sehr wenige, eher flüchtige Hobbys. Alles lässt sich kaum vereinbaren.
Wenn ich hier lese, dass es Menschen gibt, die jeden Moment irgendwen anrufen können und ständig einer da ist, das klingt super und toll, aber....beruht halt auf Gegenseitigkeit. Ich stelle mir dann die Frage: Möchte ich umgekehrt - das ist nämlich der Preis - auch jederzeit und ständig für den anderen erreichbar sein? Möchte ich nicht. Und dann kann ich das natürlich auch nicht umgekehrt erwarten.
Ich zb habe viele Einzelgänger Hobbys, die will ich auch weiter machen und wenn ich zb Gleitschirm fliege, dann bin ich mal 8 Stunden unterwegs, ohne Handy, und nicht erreichbar, und das Samstags oder Sonntags, In der Zeit kann ich für keinen Freund da sein und er auch nicht für mich, soll er auch nicht. Aber der Preis ist immer das Umgekehrte und das sollte man sich vor Augen halten.
@Zylinderella
Bei uns in der Stadt hat Anfang des Jahres ein Club neu eröffnet, der in ähnlicher Form vor 20 Jahren schon mal da war. Seither tummeln sich mit den ähnlichen oder selben Events von damals, die Leute dort, die vor 20 Jahren schon da waren. Das sind dann immer dieselben. Für mich persönlich würde eine Frau ausscheiden, die dort ihren zweiten Wohnsitz angemeldet hat, ich verbinde damit einfach eine gewisse Geltungssucht, eine gewisse Verzweiflung und auch sonst am Wochenende nicht viel zu tun haben, denn man weiß einfach, man ist am Folgetag im Eimer.
Ich denke auch nicht, dass ich mit diesen Leuten auf einer Wellenlänge wäre. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Feier-People waren persönlich nie mein Menschenschlag.
@Bodu
Das sind die klassischen Zweckgemeinschaften. Kenne ich bestens. Da wird gelästert und trotzdem zusammen der Urlaub gemacht, weil man Angst hat alleine zu sein. Alleine durch die Nacht ziehen ist gerade für Frauen nicht so ohne und auch nicht so gewollt, bei Männern ist es sogar Masche, um unabhängiger aufreißen zu können. Aber wie auch immer, die Club Szenerie ist, finde ich, ab einem gewissen Alter irgendwie eine Flucht vor sich selbst. Als ich 30 war, fand ich mich schon alt für Clubs und dachte über Ü40er "echt peinlich", gerade weil viele sich auch in Klamotten von damals quetschen und das wirkt einfach irgendwann befremdlich. Auch wenn es hier Ü30 Partys gibt, drücken sich da vorrangig 40/50 Jährige rum, dann lieber Meet5 um auf ein passendes Event zu gehen.
Die Frage ist für mich immer der Inhalt des Events, was erwarte ich von einem Club Besuch, vor allem regelmäßig,