Zitat von Gwenwhyfar:Was mir auf den ersten Seiten übel aufgestoßen ist, waren Deine Ausführungen zum Thema Erlauben und Verbieten. Was Du ja selbstverständlich niiiieee machen würdest. Allein diese Wortwahl hat schon ein Geschmäckle. Kannst Du Dir vorstellen, dass Du mit jeder Pore ausstrahlst wie der andere sich zu benehmen hat? Du räumst ja selbst ein, dass er wusste, dass er nicht mit der BF in den Urlaub gehen "darf". Du bist aber nicht die Erziehungsberechtigte eines Partners.
Das stimmt so wirklich nicht und es tut mir weh dass du das glaubst, auch wenns mir egal sein könnte weil ich weiß dass das nicht stimmt und weil mein Ex das weiß und das ist was zählt.
Vllt habe ich mich falsch ausgedrückt, falsche Begriffe verwendet. Ich schreib das jetzt einfach mal in "" "" weil ich nicht weiß, welche Begriffe ich sonst verwenden soll. Zwischen meinem Ex und mir sind diese oder ähnliche Begriffe aber nie gefallen. Mein Ex hat immer getan und "tun dürfen" was er wollte. Er ist während unserer Beziehung einmal (vor 3 Jahren) mit 3 Frauen in Urlaub gefahren, war mit einer im Doppelbett. Ich habe ihn
nicht davon abgehalten und auch
nicht gebeten nicht zu fliegen. Er hat nach dem Urlaub gemerkt dass ich deshalb traurig war, dass mich das verletzt hat (was ich verständlich finde wenn der Partner mit 3 Frauen weg ist und mit einer das Bett teilt). Deshalb wäre er dieses Jahr nicht mitgeflogen wenn wir noch ein Paar gewesen wären, weil er mir nicht wehtun wollte. Er wusste dass ich nichts dagegen sagen würde wenn er gesagt hätte dass er das macht, dass ich es ihm nicht "verboten", ihn nicht davon "abgehalten" hätte, ihn nicht gebeten hätte nicht zu fliegen. Wir hätten auch nie darüber gesprochen ob er das "darf", ob es für mich okay ist, er hätte es einfach gemacht wenn er gewollt hätte. genau wie damals. Nur dass er im Gegensatz zu damals Rücksicht auf meine Gefühle genommen hätte und deshalb nicht geflogen wäre. Er hat einmal, vor knapp 3 jahren, zum ersten und einzigen Mal gedacht, dass ich ihm evtl. etwas "verbieten"würde - nämlich als er mit BF in die Sauna ging. Er fragte mich ob wir mit ihr in die Sauna wollen, ich sagte ihm, dass ich nicht will (mag Sauna nicht so), er "befürchtete" wenn er mir sagt dass er gehen will, dass ich ihn bitten würde es nicht zu tun. Deshalb log er mich an. Er fand sogar am Tag bevor er mit ihr in der Sauna war noch raus, dass ich da nichts dagegen hätte (wir kamen zufällig nochmal auf das Thema), wollte seine Lüge, die er sich vorbereitet hatte aber nicht gestehen und hat sie aufrecht erhalten, damit ich wegen der Lüge nicht sauer werde - nicht wegen der Sauna. Und ja, als ich danach durch BF rausfand, dass er mit ihr dort war obwohl er mir sagte er sei mit jemand anderem etwas essen war ich sauer, wegen der Lüge.
Sein bester Freund hat nach der Trennung zu mir gesagt ich sei zu lieb, warum ich ihm sowas "erlauben" würde, seine Frau würde ihm so etwas nicht "erlauben". Aber nochmal: bei uns sind so Worte wie "erlauben" nie gefallen, wurden auch nie angedeutet oder impliziert oder sonstwas. Du kannst mir das glauben oder nicht, aber ich weiß, dass ich sowas nicht tun würde, ich bin bei sowas eher "in die andere Richtung schlimm", stelle meine Bedürfnisse hinter die des Partners - ich sage meinem Partner teilweise nicht, wenn er etwas tut/ tun möchte, was ich nicht gut finde, was mich verletzt/kränkt, wie z.B. die Sache mit dem Urlaub damals. Ich wusste vorher schon, dass mir das sehr zusetzt, habe ihm das aber nicht gesagt, habe ihm viel Spaß gewünscht und er ist geflogen und mir ging es die 2 Wochen wo er weg war besch***. Und genauso hätte ich es dieses Mal wieder gemacht. Wenn er merkt, dass er etwas tun möchte was mich traurig macht und es dann aus Rücksicht nicht macht hat das mit "verbieten" nun wirklich nichts zu tun.
Zitat von Gwenwhyfar:Er weiß, dass er jederzeit zurück kommen kann oder "soll". Auch das ist kontraproduktiv. Letzteres macht Druck. Ich schwöre, dass Du irgendwann austicken wirst, weil Du die Ungewissheit gar nicht mehr ertragen kannst. Dann gibt es Heultiraden oder Vorwürfe. Normales menschliches Verhalten. Für ihn die Bestätigung, dass Du "schrecklich" bist. Und ansonsten kann er sich ja eh jetzt ausprobieren, Du bist ja dann noch da.
Natürlich weiß er dass ich mir wünsche, dass er zurückkommt. Er ist nicht blöd. Aber ob er zurückkommt ist seine Entscheidung, dazu kann ihn niemand zwingen.
Zitat von Gwenwhyfar:Auch kann ich mir kaum vorstellen, dass Deine Verlustängste erst vor 4 Monaten auf den Plan getreten sind. Die Dame ist ja schon länger eine Bedrohung für Dich. Im Zweifel hast Du dadurch schon früher sehr an Gesicht verloren. Ja, die Welt ist so. Der Starke bekommt noch Geschenke und der Strauchelnde Tritte.
Es war vorher kein Problem, bis auf ein paar Wochen nach der Saunageschichte. Wenn dein Freund dich anlügt und du es (absichtlich?) durch seine BF erfährst ist es normal, dass du ein paar Wochen brauchts um dich von der Lüge zu erholen, ihm wieder zu vertrauen. Da er sich dann sehr bemüht hat, um mein Vertrauen zurückzugewinnen ging das dann auch nach ner Weile wieder. Und nein, ich hatte danach keine Probleme mit ihr - sie war eine Freundin, die er ab und zu getroffen hat. Manchmal war ich mit, manchmal nicht. Wir waren ja auch letztes Jahr mit ihr in Urlaub, da gab es auch keinen Stress. Dass ich mich durch sie so bedroht fühlte war erst ein paar Wochen vor der Trennung, weil er ihr da andauernd schrieb. und kurz vor der Trennung versetzte er mich für sie und verbrachte mehr Zeit mit ihr als vorher. Und dann kam halt ihr unhöfliches Verhalten mir gegenüber, seitdem ist sie bei mir durch und da habe ich sie als Bedrohung für die beziehung angesehen. Vorher wirklich nicht.
Zitat von Gwenwhyfar:Ich sehe es aus eigener Erfahrung mittlerweile nicht mehr als egal an, wer wen aufgerissen hat oder mehr investiert. Dein Wert steigt, wenn der Mann Gas geben musste, um Dich zu bekommen. Eine Investition schießt man auch nicht so schnell ab, weil ja einige Mühe drin steckt. Und Du bist dabei diesen Denkfehler weiter zu verfolgen.
Sehe ich aus meiner Erfahrung anders, hab da auch im Freundeskreis bzw. Familie Paare, die lange zusammen sind obwohl einer (manchmal mann, manchmal Frau) derjenige war, der mehr investiert hat. Aber da hat wohl jeder eigene/ andere Erfahrungen.
Zitat von Gwenwhyfar:Ebenso kann ich aus jahrelanger Beziehung mit einem Vermeider sagen, dass die Last auf meinen Schultern immer schwerer wog. Ich bin doch nicht das Kindermädchen? Da auch mein Mann in jeder freien Minute zockt, frage ich mich wie Du Dir so eine Familie vorstellst. Mal abgesehen davon, dass ich noch überhaupt nicht sehe, dass Dein Ex heiraten würde, sind da einige Gedanken nicht zu Ende gedacht.
Ob ich mehr Last hatte als er kann ich nicht genau sagen, ich habe mir halt z.B. mehr Gedanken um finanzielle Absicherung/ Versicherungen und so nen Krempel gemacht, aber wenn ich ihn gebeten habe, mich zu unterstützen hat er das getan. Er denkt halt über sowas von alleine nicht nach, man muss ihn darauf ansprechen. Aber unterstützt hat er mich dann immer.
Ich weiß selbst noch nicht, ob ich mal Kinder will, aber mit ihm hätte ich es mir vorstellen können ernsthaft darüber nachzudenken. Ja er zockt viel, und ja er arbeitet viel/ hat blöde Arbeitszeiten, aber er ist kein fauler Mensch, der immer nur in der Ecke hockt und andere alles machen lässt. Wir hatten einen gemeinsamen Haushalt und haben beide Aufgaben übernommen. Du hast recht, ich könnte mir bei ihm vorstellen, dass wenn wir Kinder gehabt hätten ich eventuell mehr hätte machen müssen als er. Das er dann eher als ich gesagt hätte ihm ist alles etwas viel und er braucht etwas Freizeit für sich. Das heißt aber nicht, dass er mir dann alle Arbeiten überlassen hätte. Und wissen ob es wirklich so gelaufen wäre tue ich auch nicht. Aber ich wäre trotzdem nicht alleine gewesen, er hat eine große Familie, die alle gerne helfen und seine Eltern hätte für ihre Enkel auch alles getan.
Zitat von Gwenwhyfar:Eine gute Thera würde Dir Fragen stellen, die einen anderen Blickwinkel erlauben. Bei Dir hört es sich für mein Gefühl an, als ob Dir beide nach dem Mund geredet haben. Oder drehst Du auch da alles um bis es in Dein derzeitiges Gedankenkostüm passt?
Nein, ob du es glaubst oder nicht, ich erzähle alles immer so objektiv wie ich kann. Also ich versuche, die Fakten exakt so wiederzugeben wie sie sind, weil ich ja möchte, dass sie mir eine objektive Meinung gibt und Ratschläge die funktionieren. Wenn ich sie anlügen würde dann könnte sie das ja nicht. Klar fragt sie auch nach meinen Gefühlen und Vermutungen, aber ich sage ihr immer, was ich weiß und was ich nur glaube/ vermute. Und sie stellt auch Fragen, die den Blickwinkel auf mich und meine Wünsche und die Situation verändern. neulich fragte sie z.B. ob ich offen bin für neue Partner, was ich verneinte, aber auch meinte, dass das auch nicht so das Thema ist weil ich nicht suche und es sehr unwahrscheinlich ist, dass mich im Supermarkt ein Typ anspricht und sich daraus dann etwas entwickelt. Daraufhin bat sie mich zu überlegen ob es wahrscheinlicher ist als die Rückkehr meines Ex und ob ich versuchen könnte, für so etwas offen zu sein, ob ich dadurch etwas verlieren würde. Sie fragt z.B. auch, wenn ich wieder Chancen bei Ex hätte, wie ich dann mit der Situation mit BF umgehen würde, was ich anders machen würde, oder auch wenn ich nen neuen hätte und es eine ähnliche Situation geben würde. Sie fragt auch nach meinen Gründen für mein Handeln in gewissen Situationen und warum ich glaube, dass ich so handle.
Zitat von Gwenwhyfar:Ich kann sehr wohl verstehen wie Du Dich fühlst. Nonstopp-Gedanken sind mir nicht fremd, 24/7 Herzrasen usw. Abhängigkeit ist eine ganz böse Falle. Und ja, Du kommst da nur raus, indem Du den Kontakt abbrichst. Es wurde hier schon gesagt: Du hast nur eine Chance, wenn Du nicht mehr so hinter ihm her bist. Er muss merken, dass Du ihn nicht unbedingt mehr willst.
Die Post hätte ich ihm z.B. mit einem Post it eingetütet. Nutze nicht jede Gelegenheit für Kontakte.
Nach 4 Monaten ist es wirklich schade, dass Du noch keine kritischen Gedanken zulassen kannst.
Schmerzen wirst Du noch eine ganze Weile haben, aber lass Deinen Kopf endlich mal sprechen. Das Herz folgt irgendwann.
Alles Liebe!
Ich hatte ihm die Post ursprünglich zum Treffen mitnehmen wollen. Da er das abgesagt hatte hab ich sie erstmal liegen lassen. Ich wusste aber, dass es ein Gebührenbescheid ist, er hatte mir gesagt dass da was kommen könnte. Ich hatte meiner Mutter das erzählt und sie meinte ich soll ihm sagen, dass der Brief da ist (da hatte ich ihn schon über eine Woche ohne dass er es wusste) damit er ihn bezahlen kann und keinen Ärger bekommt. Deshalb habe ich es gemacht, es war kein Versuch der Kontaktaufnahme und ich habe ihm auch sonst weiter nichts geschrieben. Ich hatte erst überlegt es einfach an seine Eltern zu schicken aber meine Mutter meinte das sei affig.
Du sagst er muss merken, dass ich nicht mehr so hinter ihm her bin. Ich melde mich ja nie bei ihm außer er schreibt, da sollte er doch nen Unterschied zu vorher merken.. Ich denke mir immer, wenn Vermissen nicht dadurch einsetzt, dass er nicht mehr mit mir lebt, wir kaum Kontakt haben statt wie früher jeden Tag, und die ganzen Dinge die eine Partnerschaft ausmachen (u.a. Nähe, Zärtlichkeit, Intimität) wegfallen, warum sollte es dann einsetzen wenn er statt ca. alle 2-3 Wochen nichts mehr von mir hört. Die Nähe und das Zusammensein sollte doch sein was ihm fehlt, was ihn zum Nachdenken und Vermissen anregen sollte und die sind ja schon nicht mehr vorhanden, er scheint das nicht unendlich zu vermissen (dass er es schon manchmal vermisst hatte er mir mal gesagt) was ändert es da noch, ob wir uns ab und an mal schreiben?
Ich lasse kritische Gedanken zu, sie tun nur so sehr weh, dass ich das nicht lange aushalte.