Blumr
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Ich hatte mir genau das am Ende meiner Beziehung gedacht. Eben NICHT herumzuheulen und meinem Gegenüber zu vermitteln, wie sehr ich ihn brauche und wie wenig ich das Ende der Beziehung will.
Hab alles geschluckt, er hat sich noch regelmäßig gemeldet, ein halbes Jahr lang, ich hab immer schön brav Zeit gehabt, etwas unternommen, alles hingenommen, etc.
Die ganzen Gefühle, die man beim Verlassenwerden durchlebt, Wut, Trauer, Hass, bis hin zur Gleichgültigkeit, habe ich NIE rausgelassen, ihm gegenüber. Ich hatte diese Gefühle durchaus, habe sie aber immer still und heimlich in mir gelassen.
Fazit, Verlassen hat er mich trotzdem und tataaa, die Schuldgefühle hatte auch ich, nämlich, HÄTTE ich doch einfach die ganze Palette der Gefühle zugelassen.
Ich will damit sagen, dass es in einer Trennung eben so ist wie es ist .. man handelt wie man sich fühlt, man ist einfach von der Rolle und macht vielleicht Dinge, die man nachher nicht versteht. Aber man ist eben ein Mensch. Und mir persönlich hat es GAR NIX gebracht, das alles zu unterdrücken.
Das einzige was ich davon habe, ist, dass ich wieder lernen musste bzw. muss, nicht alles 100 Mal u überdenken, bevor ich reagiere. Dass ich meine Authentizität wieder finde, dass ich mich traue, alles einfach zuzulassen wie ich mich fühle. Nichts mehr zu unterdrücken. Das hat sich nämlich so in mein Gehirn gefressen, dass ich auch nach 6 Jahren, noch nicht wieder ganz gelernt habe, mir einfach selber zu vertrauen und bei Männern, die mir durchaus gefallen, so zu sein wie ich bin.
