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Zu hohe Ansprüche? Intellekt, Interessen, Bewunderung?

H-Moll


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Zitat von H-Moll:
Das Paradoxon dazu heisst, was ich brauche, muss ich selbst erstmal geben

Schwierig.

Egal. Inhalieren.

10.05.2020 17:32 • x 1 #31


Tempi

Tempi


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Zitat von XMG:
..aber egal was ich tue, es fühlt sich nie so an, als hätte ich wirklich etwas getan.
Das ist so traurig. Ich möchte nicht mit Dir tauschen.
Zitat von XMG:
Im Gegensatz fehlt es mir selbst, jemanden zu bewundern.
Warum? Warum Bewunderung..?
Zitat von XMG:
Aber hat denn niemand Ansprüche, jemand 'tolles' zu finden? Jemand der 'besser' ist, als man selbst? Jemand mit Interessen, die er mitzuteilen vermag?
Oh doch, jemand mit Interessen ist immer interessant(er). Ich teile die auch gerne, aber "besser und toller"... - ich weiß ja nicht.!?
Das Gequatsche der Überflieger, von deren Höhenflügen fand ich immer nur ermüdend. Die stillen Macher, unaufgeregt und nicht launisch (<== bin ich selbst) ..die sind es für mich immer gewesen.
Zitat von XMG:
Und so scheint es, als wäre mir niemand gut genug, ..
Ganz dolle traurig ist das. Wurdest Du als Kind zu zu oft und zu viel gelobt? Und für alles, was Du so fabriziert hattest, überschüttet mit Liiiebe und Kohle.!?
Zitat von XMG:
Ich möchte auch eine kluge, ambitionierte, beeindruckende Frau, die zur Abwechslung mal MIR etwas neues beibringen kann, nicht immer nur umgekehrt. Ist das zu viel verlangt?

Da gibt es doch bestimmt auch Foren und Clubs für. Die Superreichen und die Superschlauen bleiben eh unter sich. Für Dich gibt es bestimmt noch die ein oder andere Frau Professor Doktor. Das sollte doch zu finden sein irgendwo auf dem Planeten.
Zitat von XMG:
Ich habe alles, mir geht es so viel besser als so vielen anderen,..

DAS!
..sage ich mir jeden Tag.
Und ich bin auch jeden Tag dankbar dafür.

Hast Du Deiner Mutti heute schon zum Muttertag gratuliert!?

10.05.2020 18:09 • x 4 #32



Zu hohe Ansprüche? Intellekt, Interessen, Bewunderung?

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T4U

T4U


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Zitat von XMG:
aber egal was ich tue, es fühlt sich nie so an, als hätte ich wirklich etwas getan.

Acht Stunden im Steinbruch - dann ändert sich das

10.05.2020 18:26 • x 5 #33


NeM

NeM


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Zitat von T4U:
Acht Stunden im Steinbruch - dann ändert sich das



So Gail

10.05.2020 18:30 • x 2 #34


Tempi

Tempi


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Meintest Du @gin , @aquarius2 ?
ich-bin-ihm-zu-intelligent-t31897.html

10.05.2020 18:47 • x 2 #35


KBR


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Ich habe nicht alles gelesen, was Dir bisher geschrieben wurde.

Ein bisschen jedoch teile ich Deine Problemlage. Ich habe einen Job, bei dem ich relativ viel Geld verdiene, aber der in meinen Augen recht überflüssig ist und schon gar nicht ausgerechnet von mir ausgefüllt werden muss. Ich bin dort gestresst und langweile mich gleichermaßen. Ich erhalte dort Anerkennung für Leistungen, die ich für vollkommen normal und durchschnittlich halte und mir intellektuell nicht viel abverlangen. Ich verstehe kaum, wie es angehen kann, dass das (wenig), was ich (gefühlt) leiste, nicht bei allen Menschen mit dem gleichen Job (und somit auch Bildungsabschluss) vorhanden sein kann.

Was mache ich, um etwas Sinvolles zu tun und mich wert- oder sinnvoller zu fühlen? Ich gehe neben der Vollzeittätigkeit zwei Ehrenämtern nach. Diese finden recht unregelmäßig statt, aber sie sind feste Größen. Eines davon ist intellektuell etwas anspruchsvoller als das andere. Aber dafür ist der soziale Aspekt bei dem zweiten Ehrenamt ausgeprägter.

Der Anspruch an meine geistigen Fähigkeiten ist in diesem Kontext für mich unerheblich, denn sie geben mir etwas. Bedeutung.

Ich lerne viel und vor allem auch andere Menschen kennen. Außerdem gebe ich der Gesellschaft etwas. Das klingt pathetisch, aber es ist so und ich denke, jeder sollte das mindestens phasenweise in seinem Leben tun. Dann würde die Welt gleich ein bisschen besser aussehen.

Warum mache ich nicht mehr aus alldem? Seit meinem Burnout vor mittlerweile fast 10 Jahren habe ich große Konzentrationsprobleme. Ich kann mich schlecht fokussieren und bei der Stange bleiben, wenn es darum geht, etwas zu lernen oder meinetwegen ein Buch am Stück zu lesen.

Überdruss habe ich vor allem in den letzten Jahren festgestellt, wenn ich mich fragte, wohin ich reisen wollte. Ich wusste es einfach nicht. Es gibt so viele Ziele auf der Welt, aber keines interessierte mich mehr als ein anderes. Anders herum gesagt, sie interessierten mich alle gleich wenig. Das hat mich immer etwas erschrocken, denn natürlich weiß ich, dass ic begünstigt bin. Aber das Wissen um Dinge, ist etwas anderes, als sie auch zu fühlen.

In diesem Jahr, kurz bevor die Corona-Panik das Land überflutete, bin ich aufgebrochen zu der wohl teuersten Reise meines bisherigen Lebens. Ich war mir nicht sicher, ob es DAS ist, was ich will, denn s.o. Aber ich musste etwas tun. Ich musste mir etwas gönnen und ich musste erwachen. Es war das beste, was ich tun konnte. Ich habem ich seit Jahren nicht so wohl, so lebendig und so erfüllt gefühlt.

Was Partnerschaften angeht, hatte und habe ich das Gefühl, alles schon erlebt zu haben, obwohl ich nie verheiratet war und auch nie Kinder wollte. Aber von dem, was übrig bleibt, habe ich alles schon erlebt. So fühlt es sich jedenfalls an. Ich bin satt und gleichermaßen leer, was das angeht. Denn ich habe kein Ziel. Zudem habe ich zwar- wie Du auch- den Eindruck, es ist unheimlich schwer, jemanden auf Augenhöhe zu finden, aber andererseits fühlt es sich so an, als würde ich nicht genügen, Als wäre ich nicht spannend genug, nicht gebildet genug, nicht attraktiv genug, nicht fesselnd genug usw. Mittlerweile bin ich auch müde, das auszuprobieren und immer wieder von vorne anzufangen.

Dem widerspricht, zu wissen, dass jeder Mann, der mich an seiner Seite hätte, froh sein könnte darüber (so wie ich froh sein wollen würde, ihn an meiner Seite zu haben), weil ich eine loyale und aufgeschlossene Partnerin bin. Aber wie gesagt, etwas zu wissen, ist nicht gleichbedeutend damit, es auch zu fühlen.

Manchmal sagen mir Männer, Du bist die einzige Frau, mit der ich auch über Politik oder gesellschaftliche Themen reden kann. Die meisten Frauen interessiert das nicht. Auch da denke ich mir wieder: normal. Ich lese Tageszeitung und habe berufliche Berührung mit diesen Themen. Mehr nicht. Das reicht doch, um ein bisschen mitreden zu können. Was für mich "ein bisschen" ist, ist für andere schon viel. Ich werde als Telefonjoker für "Wer wird Millionär" gehandelt, wenn es um Politik, Wirtschaft, Geschichte geht. Alles Themen, die mich nur durchschnittlich interessieren und z.T. auch überhaupt nicht liegen. Und dennoch ... ! Ich, die sich selber für durchschnittlich hält in den meisten Belangen und einen unspektakulären Bildungsabschluss hat.

In Beziehungsdingen habe ich gelernt, dass das für mich am besten funktioniert mit jemandem, der ähnlich sozialisiert ist wie ich und das gleiche Bildungsniveau hat. Womöglich suchst Du Dir die falschen Frauen aus, wenn Du nicht vermagst, neugierig auf sie zu bleiben. Partner müssen m.E. auch immer gegenseitige Impulsgeber bleiben.

Vielleicht aber auch, bist Du zu unruhig, zu wenig in Dir selbst ruhend, zu unzufrieden insgesamt, als dass Du eine Frau, die Deinen Fähigkeiten entspricht bzw. diese ergänzt, reizen könntest. Auch Du wirst ja zum Partner erwählt. Möglicherweise bist Du uninteressant für Frauen, die intellektuell mit Dir auf Augenhöhe sind. Vielen Frauen liegt es inne, dass sie "nach oben daten" und vielen Männer, dass sie "nach unten daten". In Deinem Fall geht diese Formel, denn die gibt es dahinter ja, nicht auf. Du brauchst die viel beschworene Augenhöhe, aber die Frauen, die diese bieten könnten, daten vielleicht häufig auch lieber nach oben. Für manche Männer bin ich auch brilliant bis einschüchternd klug, aber die würde ich eben auch nicht daten, denn reine Bewunderung genügt halt nicht für eine Beziehung. Außerdem sind diese Männer schnell überfordert, weil sie sich minderwertig fühlen neben mir.

Ich glaube, an vielen Punkten ähneln sich unsere Empfindungen oder Einordnungen der Dinge. Ein paar kleine Ansätze konnte ich vielleicht liefern. Gelegentlich mal nicht einfach geschehen lassen, sondern machen!

Bist Du wegen Depressionen in Behandlung? Auch mit verschiedenen Krankheitsbildern kann Begeisterung und Kontinuität ja schwer fallen, so dass schnell Ermüdungserscheinungen eintreten.

Ich glaube, ich bin vom Thema abgekommen. Ich bin müde und schicke das deshalb jetzt trotzdem ab.

10.05.2020 19:32 • x 7 #36


CaveCanem

CaveCanem


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Ähm... warte mal.

Laut Deinem Profil bist Du 53.

Und hattest im Ernst erst 4 Beziehungen?

Tja... manchmal kann man Kopfdinge auch außerhalb der Partnerschaft leben.

Wer sagt denn, dass es immer ein All In sein muss? Das macht die Welt doch bunter, wenn man verschiedene Facetten mit unterschiedlichen Leuten leben kann.

Vielleicht überfrachtest Du Dein Gegenüber mit zu hohen Erwartungen?

10.05.2020 20:00 • x 1 #37


aquarius2

aquarius2


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@Ex-

Nein, das war sie nicht, die Frau von der ich spreche war auch Akademikerin und verdiente gut, all das aber die Frau fand eben keinen entsprechenden Partner oder bekam Abfuhren von Männern die weit unter ihrem Niveau waren, Mensch wie hieß sie doch noch gleich?

10.05.2020 20:06 • x 1 #38


Arjuni

Arjuni


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Zitat von aquarius2:
Nein, das war sie nicht, die Frau von der ich spreche war auch Akademikerin und verdiente gut, all das aber die Frau fand eben keinen entsprechenden Partner oder bekam Abfuhren von Männern die weit unter ihrem Niveau waren, Mensch wie hieß sie doch noch gleich?


Meinst Du Tesa?

10.05.2020 20:08 • x 2 #39


CaveCanem

CaveCanem


1600
1
2091
Kuppelshow.

Ich mag auch was von Deinem Popkorn.

Kriegst was von meinem Erdbeerbaileys.

10.05.2020 20:09 • x 1 #40


aquarius2

aquarius2


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6
4466
@tesa

Mensch, genau die! Danke! Das Dilema der intelligenten Frau...

10.05.2020 20:10 • x 2 #41


XMG


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Zitat von Tempi:
Warum? Warum Bewunderung..?

Ist das nicht teil des Liebesgefühls, von jemandem begeistert zu sein? Ich meine Bewunderung nicht unbedingt für grosse Worte und Taten, auch ein sanftes Gemüt kann bewundernswert sein, oder grosser Mut. Einfach irgendwas. Natürlich gibt es zwei Seiten: etwas bewundernswertes einerseits, und die fähigkeit zu bewundern andererseits. Mir fehlt es vielleicht an beidem.

Zitat von Tempi:
Ganz dolle traurig ist das. Wurdest Du als Kind zu zu oft und zu viel gelobt?

Von Eltern, Klavierlehrern etc., ja. Dafür gab's in der Schule ständig Prügel und Hass von Mitschülern (ich war das einzige Kind von Ausländern in ländlichem Gebiet) und die wenigsten Lehrer mochten mich, aber das ist ein anderes Thema.

Ich wollte nie Lob. Es ist mir unangenehm, noch heute, wenn man mich rühmt. Ich spiele alles runter, versuche so bescheiden zu sein, wie es geht. Wenn ich hier im Forum von meinen Fähigkeiten spreche, dann ohne Stolz, sondern trocken über Tatsachen. Wie ich doch sage: ich habe bloss Glück.

Zitat von Tempi:
Und für alles, was Du so fabriziert hattest, überschüttet mit Liiiebe und Kohle.!?

Elterliche Liebe, ja, Kohle, nein. Im Gegenteil. Ich ging früh arbeiten und lieh meinen etwas verschwenderischen Eltern schon als Jugendlicher Geld. Sowieso wurde ich schon mit 13 oder so Entscheidungsträger wenn es um Dinge am Haus oder sonstige Ausgaben und Entscheidungen ging. So wie Belastung, komplett unnatürlich. Ich fühle mich oft so, als wäre ich der Elternteil, und sie meine Kinder...

Zitat von XMG:
Ich habe alles, mir geht es so viel besser als so vielen anderen,..

Zitat von Tempi:
DAS!
..sage ich mir jeden Tag.
Und ich bin auch jeden Tag dankbar dafür.

Ich sage mir das auch jeden Tag. Aber vielleicht nicht laut genug.

Zitat von Tempi:
Hast Du Deiner Mutti heute schon zum Muttertag gratuliert!?

Klaro. Bin in der Ferne und hab ihr dennoch einen Blumenstrauss vorbeischicken lassen und telefoniert.

Zitat von KBR:
Ich habe einen Job, bei dem ich relativ viel Geld verdiene, aber der in meinen Augen recht überflüssig ist und schon gar nicht ausgerechnet von mir ausgefüllt werden muss. Ich bin dort gestresst und langweile mich gleichermaßen. Ich erhalte dort Anerkennung für Leistungen, die ich für vollkommen normal und durchschnittlich halte und mir intellektuell nicht viel abverlangen. Ich verstehe kaum, wie es angehen kann, dass das (wenig), was ich (gefühlt) leiste, nicht bei allen Menschen mit dem gleichen Job (und somit auch Bildungsabschluss) vorhanden sein kann.

Ich verstehe das Problem. Ich selbst scheine deshalb auch nicht als Führungskraft zu taugen, denn ich gehe zu sehr davon aus, dass die Leute ihre Aufgaben schon vernünftig erledigen können und werden, doch meist kommt dabei weniger raus, als ich erwartet hätte. Ich habe mir vorgenommen, bald mal einen leadership course zu besuchen.

Zitat von KBR:
Ich gehe neben der Vollzeittätigkeit zwei Ehrenämtern nach.

Das ist eine gute Idee. Ich werde mich auf die Suche nach so eine sinnvollen Nebenbeschäftigung begeben.

Zitat von KBR:
Seit meinem Burnout vor mittlerweile fast 10 Jahren habe ich große Konzentrationsprobleme. Ich kann mich schlecht fokussieren und bei der Stange bleiben, wenn es darum geht, etwas zu lernen oder meinetwegen ein Buch am Stück zu lesen.

Tut mir Leid, das zu hören. Manche Wunden heilen eine Leben lang.

Zitat von KBR:
In diesem Jahr, kurz bevor die Corona-Panik das Land überflutete, bin ich aufgebrochen zu der wohl teuersten Reise meines bisherigen Lebens.

Hey, ich auch! Bin Anfang Februar für Monate in die Ferne geflohen... aber in ein paar Wochen geht es zurück nachhause. Mir hat die Reise leider weniger geben können, als erwartet, eben wegen der Krise, aber da beschwere ich mich auf sehr hohem Niveau, im Vergleich zur Isolation und noch viel grösserem Leid, das andere erleben.

Zitat von KBR:
Was Partnerschaften angeht, hatte und habe ich das Gefühl, alles schon erlebt zu haben, obwohl ich nie verheiratet war und auch nie Kinder wollte. Aber von dem, was übrig bleibt, habe ich alles schon erlebt. So fühlt es sich jedenfalls an. Ich bin satt und gleichermaßen leer, was das angeht. Denn ich habe kein Ziel.

Aber fühlst du dich nicht dennoch einsam?

Zitat von KBR:
Zudem habe ich zwar- wie Du auch- den Eindruck, es ist unheimlich schwer, jemanden auf Augenhöhe zu finden, aber andererseits fühlt es sich so an, als würde ich nicht genügen, Als wäre ich nicht spannend genug, nicht gebildet genug, nicht attraktiv genug, nicht fesselnd genug usw.

(...)

Es ist also so für dich, dass du von deinem Umfeld gelobt und angepriesen wirst, aber dich selber nicht so siehst. Das Gefühl kenne ich gut.

Zitat von KBR:
Womöglich suchst Du Dir die falschen Frauen aus, wenn Du nicht vermagst, neugierig auf sie zu bleiben. Partner müssen m.E. auch immer gegenseitige Impulsgeber bleiben.

Vielleicht aber auch, bist Du zu unruhig, zu wenig in Dir selbst ruhend, zu unzufrieden insgesamt, als dass Du eine Frau, die Deinen Fähigkeiten entspricht bzw. diese ergänzt, reizen könntest. Auch Du wirst ja zum Partner erwählt. Möglicherweise bist Du uninteressant für Frauen, die intellektuell mit Dir auf Augenhöhe sind. Vielen Frauen liegt es inne, dass sie "nach oben daten" und vielen Männer, dass sie "nach unten daten".

Ich weiss nicht, denn in meinem Arbeitsumfeld gibt es sehr wenig Frauen ("Leiden eines Ingenieurs") und leider suche ich mir auch noch Hobbies aus, die ebenfalls Männerdominiert sind. Da bleibt nur online dating. Ich glaube es liegt wirklich mehr an mir selbst und meinen Problem, als an den verfügbaren Frauen.

Zitat von KBR:
Gelegentlich mal nicht einfach geschehen lassen, sondern machen!

Das nehme ich mir vor. Ich werde nach meiner Rückkehr massiv mehr Struktur in mein Leben bringen. Mit dem Wecker aufstehen, fixe Zeitslots für kreatives Schaffen und Sport, Trennung von Schlaf/Arbeits/Entspannungs-Bereichen in der Wohnung. Suche nach gemeinnütziger Aktivität.

Zitat von KBR:
Bist Du wegen Depressionen in Behandlung? Auch mit verschiedenen Krankheitsbildern kann Begeisterung und Kontinuität ja schwer fallen, so dass schnell Ermüdungserscheinungen eintreten.

Keine konstante Behandlung, nein, aber wenn sehr schlimme Dinge in meinem Leben passieren, besuche ich meine Psychiaterin. Sie ist da sehr effektiv, kein Gelaber. Psychologen besuchte ich in meiner Jugend und das lag mir schlichtweg nicht.

Zitat von KBR:
Ich glaube, ich bin vom Thema abgekommen. Ich bin müde und schicke das deshalb jetzt trotzdem ab.

Danke für deinen Beitrag!

Zitat von Clementine44:
Bist du im öffentlichen Dienst? Leidest du am Boreout-Syndrom? Du solltest dir tatsächlich vor Augen führen, dass du dankbar sein solltest für deine Arbeitsstelle, das fixe gute Gehalt...

Ja, ich habe definitiv Glück und bin auch sehr dankbar. Es fällt auch sehr schwer, das aufzugeben. Aber vielleicht muss ich das ja nicht, wenn ich die Erfüllung woanders finden kann.

Zitat von Clementine44:
du bist 54?

Zitat von CaveCanem:
Ähm... warte mal.

Laut Deinem Profil bist Du 53.

Und hattest im Ernst erst 4 Beziehungen?

Ne, sorry, ich gebe online immer irgendwelche Angaben an. Ich bin mit dem Internet aufgewachsen als es noch hiess: "Benutz niemals deinen echten Namen!". Bevor Facebook uns (fast) alle zu transparenten Drohnen verwandeln wollte. Naja, zu spät. Ich teile jedenfalls meist so wenig wie möglich, so viel wie nötig im Internet mit. Das Geburtstagsfeld dürfte gerne eine freiwillige Angabe sein. Aber ich habe das Jahr im Profil nun angepasst, um zukünftige Verwirrung zu vermeiden. Ich bin 31. Entschuldigt bitte.

Zitat von CaveCanem:
Tja... manchmal kann man Kopfdinge auch außerhalb der Partnerschaft leben.

Wer sagt denn, dass es immer ein All In sein muss? Das macht die Welt doch bunter, wenn man verschiedene Facetten mit unterschiedlichen Leuten leben kann.

Vielleicht überfrachtest Du Dein Gegenüber mit zu hohen Erwartungen?


Ja, ich denke wir haben bereits festgestellt, dass ich wohl einfach ein paar mehr Freunde brauche.

11.05.2020 05:25 • x 3 #42


Tempi

Tempi


686
1092
Danke für Deine Antwort.
Hatte das von dem Mobbing nachgelesen und verstehe Dich viel besser.
Mobbing und Bossing kenne ich auch. Übel!
Wünsche Dir einen schönen Wochenstart.

11.05.2020 07:32 • x 2 #43


Urgestüm


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Nunja, persönlich finde ich es mit Männern schwierig bis eintönig zu philosophieren oder zu fachsimpeln.
Für die meisten (von denen, die ich kennenlernen durfte/musste) läuft es auf einen Konkurrenzkampf hinaus und ist kein Miteinander. Es geht nicht um den Austausch sondern um: "Mal schauen was ich dieser Frau so beibringen kann".

Viele hören sich auch einfach gerne selbst reden und hören erst auf wenn man so tut als sei man eingeschlafen. Selbst wenn sie selbst nicht vom Fach sind, gehen sie davon aus sie wüssten besser Bescheid und machen sich damit unter Umständen lächerlich. Irgendwann lächelt man dann nur noch und ist gedanklich mit etwas anderem beschäftigt.
Kannst du sicher ausschließen, dass du dir solche Angewohnheiten zugelegt hast?

Irgendwann habe ich aufgehört gezielt nach intellektuellem Austausch in einer Partnerschaft zu suchen. Lebt sich auch so ganz gut. Freunde hast du ja sicher reichlich?

Oder findest du vielleicht niemanden "auf Augenhöhe", weil du die eierlegende Wollmilchsau suchst? Auch Frauen haben nur 24 Stunden Tag. Wenn ich möchte, dass jemand öfter mal ein Buch liest, akademisch arbeitet und auch sonst eher dem Geiste fröhnt, dann kann ich nicht noch erwarten, dass sie jeden Tag drei Stunden barfuß auf der Wiese im selbstgenähten Kleidchen Blumen pflückt und danach auf dem Fahrrad zur Pediküre in die Stadt radelt.

Würde ich psychologisch herumspekulieren, dann würde ich sagen, dass du dir Validation wünscht durch die Bewunderung einer Partnerin, weil du sie dir selbst nicht geben kannst oder willst.
Du schwankst selbst hier in deinen Texten zwischen Überhöhung und Abwertung deiner Person. Wie redest du mit dir selbst, in deinem Kopf?

Wer hat die Beziehungen beendet und was hatten deine Partnerinnen an dir auszusetzen?

11.05.2020 10:10 • x 2 #44


huhu79


88
2
115
Ich hatte auch einen ganz ähnlichen Gedanken wie Nautica. Wenn Du selbst schon die Frage an Dich richtest, ob Du intellektuellen Gleichstand in einer Beziehung erwarten kannst oder sogar, dass Deine Freundin Dir intellektuell überlegen ist, was sie ja einfach nur in Bereichen sein müsste, von denen Du selbst weniger bis gar keine Ahnung hast (die gibt es ja sicher), sollte es doch nicht schwer sein, auch in Deiner aktuellen Freundin die entsprechenden Bereiche zu entdecken.

Oder hat Deine aktuelle Freundin keine Bereiche, in denen sie sich richtig gut auskennt? Was war es denn, was Dich an ihr so angezogen hat, wenn nicht die anspruchsvollen Gespräche, die Du mit ihr führen konntest? Diese Frage meine ich ganz ernst, auch wenn sie vielleicht herausfordernd klingt und einige hier vor mir Dich schon ziemlich hart angegangen sind. Ich meine es tatsächlich ganz sachlich und ernst. Vielleicht fällt Dir dazu etwas ein.

Aber wenn Dir der geistige Anspruch fehlt, dann fragt sich doch, ob Du Dir den nicht woanders holen kannst. Schließlich gibt es in einer Beziehung auch nicht zwingend diese Art von Austausch, wenn beide zwar recht viel Plan haben, aber eben in unterschiedlichen Bereichen. So interessiert mich beispielsweise die Kernphysik gleich null. Dafür habe ich vielleicht besonders viel Ahnung von der Paläontologie, interessiere damit aber meinen Partner, der die Kernphysik liebt, gleich null. Also können wir uns hier nicht austauschen, sind aber beide durchaus als intellektuell zu bezeichnen. Oder? Also, wo macht man das nun genau fest, was Schnittfläche ist und was nicht? Da geht es doch eher um gleiche Interessensgebiete und gegenseitige Bereicherung, also sozusagen die symmetrische Kommunikation, wenn man sich mal Watzlawicks Axiome zur Definitionsmöglichkeit nehmen will. Denn das passt hier doch ganz gut, denke ich, das ist es, was Du suchst: symmetrische Kommunikation.

Die kannst Du in einem Rahmen finden, der außerhalb Deiner Beziehung stattfindet und gleichzeitig kannst Du Dich mit Deiner Freundin gewinnbringend austauschen. Es müssen nur eben gleiche Themen oder Bereiche (noch besser!) gefunden werden, die beide interessieren. Du bist nun zwei Monate in dieser Beziehung? Vielleicht noch etwas früh, um endgültig zu entscheiden, ob es da wirklich so gar nichts gibt. Man kann es ja auch suchen.

11.05.2020 11:34 • x 1 #45



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