Blick nach draussen: Es dunkelt vor sich hin, ab und zu fährt eine Lampe vorbei, die zu einem Fahrrad gehört (weiter unten im Bild, auf Höhe des Flusses, der direkt hier am Haus vorbeiführt).
Befinden: dankbar
Gesundheit: weiterhin stabil, bisher hat mich nix erwischt
Blick in den Spiegel: Geht schon. Heute mit ziemlich viel Pink, das von Schwarz verdeckt wird. Und ne Hose.
Essen: Ich hatte noch Nudeln mit Fischstäbchen übrig, die aber zu wenig waren, also hab ich noch Käsenudeln dazugemacht und alles miteinander verrührt, Paprika geschnitten, rein in die Pfanne. Ich hab schon Schlimmeres gegessen. Und Schokolade. Der neue Kollege hat Süßes zum Einstand mitgebracht.
Trinken: Viel Kaffee heute, etwas Wasser.
TV: First Dates, aber nur am Rande. Kam ziemlich spät hier an.
Aktueller Song:
Aktuelles Buch: -
Spontaner Gedanke: Heilende Hände, soso.
Beschäftigung: Ich muss gerade mal den Tag verarbeiten. Nach elf Stunden kommt immer ein Haufen von Dingen zusammen, die erlebt wurden und reflektiert werden müssen, Richtung suchen, strukturiert werden wollen. Sonst kann ich nachher nicht pennen, weil mir alles mögliche wieder hochkommt. Also, in den Kopf.
Weitere Vorhaben: Vielleicht schau ich mal, was im Kopfkino so läuft.
Träume/Wünsche: Joa, Träume.

Wünsche? Mh. Ich wünsche mir, dass alle, die auf der Suche nach einem Wie sind, jemandem begegnen, der sich auf ihre Treppenstufe setzt.
Liebe:
Was heute toll ist/war: Ne Menge!
- Ich habe heute das wohl mit Abstand schönste, tiefste Kompliment meines bisherigen Lebens bekommen. Und das war so voller Liebe, dass ich gar nicht wusste, wie ich das beantworten kann.
- Ich habe es geschafft, meinen Kollegen rot werden zu lassen, indem ich ihm gesagt hab, wie ich ihn sehe.
- Nasenspitzenkribbeln
- Feststellen, dass ein Kollege am 13. Geburtstag hat und das bedeutet, dass ich eine Karte kaufen muss; entscheiden, dass das jetzt sofort passieren muss, weil sonst keine Zeit mehr ist, Kopfhörer rein, Musik an, zum Laden latschen und ne Karte aussuchen, Rückweg über Hamburg, um auch möglichst lange in der Sonne spazieren gehen zu können. Wat schön!
- Zweimal von wildfremden Menschen angelächelt werden.
- Patienten zum Lachen gebracht haben, die eher schüchtern und verschlossen sind. Ich liebe (!) das, wenn ich sehe, dass ich sie gleich knacke und sie dann einfach lachen, ganz befreit und ganz losgelöst. Und das ist so verbindend und so, so schön!
💕 - Die Patientin wiedergetroffen zu haben, die kürzlich ihren Mann, der mir sehr am Herzen lag, an einen Infekt verloren hat, mal wieder mit ihr zu reden, zu sehen, wie sie im Gespräch immer mehr im Hier und Jetzt ankam, und am Ende eine Karte mitbekommen zu haben, auf die sie mit ihrer schönen, leicht krakeligen Handschrift die Worte ihres Mannes geschrieben hatte, die er immer an mich richtete, wenn ich zu Therapien zu ihm kam: "Für "meine Süße", unsere liebe M". Das hat mich getroffen und berührt.
- Sagte ich "Nasenspitzenkribbeln" schon?
😉 Was heute nicht so toll ist/war:
- Ich glaube, N. ist wirklich traurig, dass wir die Küsschen ohne sie vernichtet haben. Das muss ich wiedergutmachen. Unbedingt.
- Am Freitag ist die Beerdigung des oben erwähnten Patienten. Ich bin eingeladen und werde hingehen, hab aber Angst vor dem, was mir dort passieren könnte.
No-go des Tages: -
Spruch des Tages: Wenn es sich gut anfühlt, mach's.
