Zitat von stream:Wie schaffen Affärenführer eigene Partner so ausblenden ?
Ich vermute, dass sie ihn gar nicht ausblenden, jedenfalls nicht in der Mehrzahl der Fälle.
In praktisch allen mir bekannten Fällen (was aber keineswegs repräsentativ ist) wurde der Partner und die Partnerschaft schlechtgeredet, um damit die Affäre zu rechtfertigen.
Für mich ist das sogar die essentielle Dynamik in einer Affäre. Der oder die Betrügerin ist natürlich schon vorher unzufrieden (in einem Parallelthread wird momentan vertreten dass auch Affären in gesunden Beziehungen ganz normal sein sollen, was ich aber für absurd halte - aber es kann Ausnahmen geben, ok).
Und die Dritten (Affären) nutzen das natürlich aus, in dem sie dem oder der Betrüger einreden, sie wären die tollsten Menschen dieser Welt und natürlich ist der Ehepartner (also der, der nicht betrügt) so böse zu der/dem Betrügenden.
Und der/die Betrügende findet sich auf einmal so verstanden und akzeptiert. Plötzlich jemand, der einen versteht, wo man mal den ganzen Frust (auch) über den Ehepartner loswerden kann, der einem recht gibt.
Na, wenn das keine Liebe (zur Affäre) ist. Seelenverwandtschaft!
Man hat auch immer ein Thema. Nämlich das Lästern über den Ehepartner.
Ich vermute auch das ist mit ein Grund, warum solche Affärenbeziehungen nach der Trennung vom Partner plötzlich scheitern, obwohl man doch so verliebt war. Weil man dann merkt, dass ohne den "Gegner", sprich den Ehepartner gegen den man sich so toll verbünden konnte eigentlich gar keine Basis da war.
Zurück zu deiner Frage: Ich glaube nicht an das Ausblenden, ich glaube, dass viele Affären ohne den gemeinsamen Gegner (dem Partner) gar nicht funktionieren würde und auch nach dem Warmweschsel dann nicht mehr funktioniert.
Und hier ganz klar. Jede Affäre ist anders, es gibt hier sicher Ausnahmen.