Danke euch beiden für euer Interesse und eure lieben Worte!
Ich hab weiter so wellenförmige innere Erlebnisse.
Zum Einen immer mal einen Tiefpunkt, wo ich merke, dass ich einfach nicht mehr kann, mir alles zu viel ist.
Aber auch viele Momente die ich sehr schätzen und genießen kann und die mir wieder Auftrieb geben und zeigen, dass alles gut wird, ich Lösungen finde....
Als Beispiel: letzte Woche Freitag hab ich nachdem mir abermals sehr deutlich gezeigt wurde, dass mein Ex nicht gewillt oder fähig ist (er ist ja in seiner Welt das arme Opfer, dass nicht anders kann) mich darin zu unterstützen, dass unser Kind noch in seiner alten Kita ein paar Tage verbringt, hab ich dort den Abschied angestoßen. Ebenfalls mit Trennungsschmerz und der Alleinverantwortung darüber, wie ich diesen Abschied stemmen kann und für den Kleinen schön gestalten kann...
Neben den ganzen Tränen, weil ich diese Kita wirklich toll fand, bemerkte ich auch, dass ich zwar stolz bin ab September einen Platz zu bekommen in dem neuen Heimatort, aber das ich innerlich bereits jetzt skeptisch bin, was diese neue Kita angeht... (der Außenbereich hatte mich verunsichert, denn die Klettermöglichkeiten sehen so unsicher aus.... So hoch und ohne Sicherung.... Ja, das ist eine Kita und die werden genug Erfahrung haben... Aber ich habe so was noch nie bei anderen Kitas gesehen. Und die Rückmeldungen zu Antrag usw waren alle sehr sehr sehr schleppend und ich musste immer wieder erinnern, weil es vergessen wurde)... meine Sorge, wie ich die Eingewöhnung schaffen soll.... Und die Wut darüber und vor allem Traurigkeit, dass mein Ex wieder und wieder nur sich selbst sieht und der Kleine und dessen Gefühle egal sind.... Alles in mir war plötzlich wieder ein Wirrwarr aus Schmerz, Angst und überforderndes Chaos. In der Lage weinte ich und schrieb die Mail an die alte Kita mit meinen Wünschen, nach Abschied und Abschluss....
Zum Glück kam mein Vater gerade und mein Bruder und als ich so mein inneres Chaos beschrieb fragten beide, warum ich nicht versuche den Kleinen im aktuellen Ort anzubinden. Da man ja ohnehin ihn täglich während meiner Arbeitszeiten abholen müsse und betreuen und es auch für meine Familie leichter wäre, wenn sie dafür nicht extra fahren müssten. Sie holen meine Nichte ja ohnehin mittags aus der Kita und selbst wenn mein Vater wieder gesundheitlich ausfallen würde, wären genug Leute da, die den Kleinen zu Fuß holen können.
Ich rief die Kita an, hatte sofort eine positive Rückmeldung, dass wegen einer großen Zahl an Einschulung wirklich noch ein Platz ab August frei ist und zack Platze ein Knoten... Ja! Das ist die beste Lösung. Der Kleine bleibt im Ort integriert, hat ja schon jetzt Anschluss in der Straße mit einigen Kindern. Seine Nichte geht in die selbe Kita. Auch eine Grundschule ist im Ort... Die Mittage verbringt er sowieso hier im Ort und nicht in dem wo wir schlafen... Innerlich hat mich das alles aufatmen lassen!
Tja, dann hab ich es meinem Ex mitgeteilt und natürlich wieder die Realität spüren dürfen, dass es ihm nur um sich geht... Egal, jede Kontaktaufnahme mit ihm ist leider in mir weiter ein Kampf. Denn für unser Kind bin ich bemüht einen Austausch zu finden, ihn einzubeziehen, immer in der Hoffnung, dass der Kleine nicht nur mich und meine Familie hat und ich seine Trauer um den fehlenden Kontakt zu seinem Papa und Geschwister irgendwie regeln kann.... Für mich persönlich will ich ihn weit weit von mir haben. Das hat sich definitiv geändert zu meinem letzten Post. Wo ich wieder sehr um die Gedanken warum und weshalb bezogen auf unsere Beziehung gedreht habe. Und begonnen habe wieder schuld und Verantwortung in mir zu aktivieren, weil er 'ja nicht anders kann, es ihm so schlecht geht'...
Nein, da bin ich nicht mehr so ganz. Ich habe diese Gespräche mit seiner anderen Ex gut gebraucht. Es tat weh immer 'wacher' zu werden und natürlich kann ich auch hier nicht beurteilen wie valide die Aussagen von ihr sind.... Aber unser Erleben in Beziehung mit ihm ist sehr sehr ähnlich. Und allein das hat mir geholfen seinen schwachen Versuchen, mich wieder von sich zu überzeugen, stand zu halten! Ich weiß nicht, ob ich nicht doch wieder an meiner Wahrnehmung gezweifelt hätte...
Es ist nunmal eine große Aufgabe in mir präsent zu bleiben und nicht wie sonst meine Grenzen zu verwischen im Dienste irgendeiner absurden Hoffnung.
Daher auch meine Sehnsucht alles hier zu Lesen, um nicht erneut in die Dauerschleife zu rennen und mich selbst zu betrügen mit meinen Wünschen und Hoffnungen, Ängste, die er ja weiterhin gut für sich zu nutzen weiß....
Und einige potcast die mich hierbei begleiten und helfen sehr wachsam zu sein...Ich hatte mich da auf unsere Begegnung vorbereiten wollen, da ich wusste, dass er seinen Malletrip beendet hatte....
Das war ein wichtiger Prozess in mir, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass er einfach weg bleibt, damit ich erstmal wieder ruhig Stehen kann, wo ich bin... Aber hey, ich muss da gerade durch und es ist geschafft. Ich hab zumindest äußerlich klar genug gezeigt, dass er nicht Punkten kann und ich nicht einfach einknicke.. Er meldet sich nicht mehr bei mir. Keine Fotos, keine bitten um Treffen, keine Versuche den Kleinen zu Instrumentalisieren... Nix
Auch das hatte eine ambivalente Wirkung auf mich. Plötzlich fragte ich mich, ob es da schon eine relevante Next gibt und ich spürte wieder Schmerz und Enttäuschung und war wieder mehr im Kopf und Gefühl damit beschäftigt was er tut und wie es ihm geht, statt bei mir.... Und wieder war ein neues Thema in mir am arbeiten. Das war zum Glück recht schnell wieder vorbei, denn mir ist klar, dass er schon die ganze Zeit bemüht ist um Zufuhr von Frauen und die Neue bald präsent sein wird, aber mir ist auch klar, dass ich ihn nicht mehr will und es eigentlich egal ist, was er tut, ich froh sein kann, dass er sich aus meinem Leben raus hält!
Und mitten in dieser Auseinandersetzung kam die erste Kontaktaufname seiner Tochter zu mir.... Und ich stand zwischen Rührung und vermissen und wieder vor dem Abschied, den ich nie nehmen konnte und den ich auch zukünftig nicht will und der Hoffnung, dass ich einen Weg finden kann, wie ich den Großen weiter begegne, ohne ständig ihn mit einbeziehen zu müssen, denn das verlangt er! Es wäre leichter wenn das nur meine Gefühle wären, aber neben meinen hab ich dann einen völlig verzweifelt brüllenden Sohn neben mir gehabt, der plötzlich, so wie ich, auch wider ganz präsent hatte, wie groß die Sehnsucht nach einer Begegnung mit seinen Geschwistern ist. Und natürlich hab ich sofort ein paar Tage später einen Termin gefunden, wo wir bei seinem Papa im Haus zum ersten Mal die Geschwister sehen.
Es war schön und schräg zugleich. Die Großen haben sich gewünscht, dass ich für alle koche und ich hab mich gehetzt nach der Arbeit alles einzukaufen und zu kochen, damit alles fertig ist, sobald die 2 nach der Schule kommen.... Also wie früher! Gleichzeitig war allen klar, wir sind getrennt.... Es war schön, alle Kinder wieder zu erleben und Zeit zu haben aber auch klar zu sagen, ich habe ein neues Leben und ihr habt immer Platz darin. Beide können sich vorstellen uns in der neuen Wohnung zu besuchen. Das okay habe ich ja auch schon von deren Mutter.... Aber noch kann ich nix konkretes anbieten....
Seit dieser Begegnung ist gerade eine Woche vergangen... Zumindest glaube ich das

denn ich habe be
bei all meinen Terminen und Planungen komplett den Überblick verloren! Und merke, nö, sind schon 2 Wochen her...Oder?
Also nächste Baustelle....Ich geh in Arbeit unter! Auch wenn ich faktisch gesehen recht wenig Arbeitstermine habe, ich brauch noch viel Zeit mich darin zu strukturieren und alles parallel zu organisieren und herzurichten! Es macht Spaß und ich bekomme gute Rückmeldungen oder habe das Gefühl, dass alles läuft. Gleichzeitig gibt es Tage wo mir alles zu viel ist und ich Zweifel habe, ob ich überhaupt alles hinbekomme und es 'richtig mache'...
Meine erste Abrechnung war vorgestern und beglückt hab ich festgestellt, dass ich wirklich nur geringfügig mehr leisten muss, um gut und autonom über die Runden zu kommen

... Ich bin es ja nicht mehr gewohnt bezahlt zu werden für meine Leistungen und habe die letzten Jahre mehr geleistet als jetzt und über die Hälfte weniger einnehmen können... Es war ein fantastischer Moment und ich habe Luft nach oben...
Trotzdem. Ich habe noch null finanzielle Kapazitäten mir die notwendigen Neuanschaffungen zu leisten... Das ist jedoch ok. Stück für Stück sag ich mir. Ich will es mir und dem Kleinen maximal schön machen. Nicht luxoriös aber auch nicht nur pragmatisch. Ich habe schon einige Möbel im Auge und schaffe alles nach und nach an. Ich nehme das Angebot meiner Familie an so lange hier zu hausen, bis das Neue zu Hause, fertig ist! Ich versuche es als ein Projekt zu betrachten und ein Abenteuer und nehme den Druck und Stress heraus...
Ich merke ohnehin, dass mein Energielevel gen null neigt. Ich bin erschöpft und schaffe nebenbei gerade noch den Haushalt, den man mir übrig lässt und die Zeit mit dem Kleinen zu gestalten, so dass wir Spaß haben.... Schwimmbad, stadtfest, Burg besichtigen, mit Schwägerin und Nichte, aber auch alleine oder mit Freundinnen...
Eigentlich brauch ich dringend Urlaub. Aber dazu fehlen mir alle Mittel und die Ängste mischen sich. Wenn ich nicht arbeiten gehe, habe ich keine Kostendeckenden Einnahmen und kann ich eine Reise dem Kleinen zumuten bzw mir
Und dann rollt da Anfang August das MRT auf mich zu.... Ich hab Angst vor einem ernüchternden Ergebnis, obwohl ich wieder das Gefühl habe, dass er völlig fit ist und alles mit seinem Gehirn gut! Aber das hatte ich ja auch im Februar und es war leider nicht gut. Bis zum MRT steht viel fahrerei auf dem Programm... Überweisungen, Augenklinik, pcr test und die 600 km nach Berlin.... Mir graut es davor die Fahrt alleine zu meistern, das MRT Schlaucht auch mich körperlich. Aber ich hoffe trotzdem, dass er sich nicht aufdrängt und begleiten will, denn ich möchte gern vermeiden 3 Tage nonstop mit ihm zu sein.... Ich hab für mich den Kompromiss gefunden, dass ich ihn kurz vor knapp informieren werde bzw wenn ich schon in Berlin bin, in der Hoffnung, dass er nicht mehr selbst an den Termin denkt und mit will. Denn das wollte er ja nie für den Kleinen sondern immer nur, weil ich froh sein kann, dass er mir da hilft!
Ich merke, dass ich bisher keinen Platz hatte, mich mal nur um mich zu kümmern. Und habe beschlossen diesen Sonntag alleine in eine Therme zu fahren und hoffentlich mit einem Buch die Sonne zu genießen....
Angeblich will er den Kleinen holen, wenn nicht übernehmen meine Eltern.... Ich merke leider, dass ich kränkel, aber ich brauche diese Auszeit für mich und wüsste nicht, wo ich sie finden kann....
So... Nun höre ich mal auf zu grübeln und versuche weiter zu schlafen und dem Schnarchen von meinem Kind zu lauschen. Der, wenn ich das noch kurz anschneide, auch wellenförmige emotionale Erlebnisse hat und seinen Prozess der Verarbeitung geht. Die meisten Tage ist er ausgelassen und glücklich, redet nicht von dem alten Leben. Am späten Abend und besonders an den Tagen, an denen ich müde und platt von der Arbeit komme, kamen Dinge in ihm auf, die schwer für mich auszuhalten waren und wo ich weiß, dass ich für ihn mehr Begleitung einfordern muss, damit er das gut verarbeiten kann. Zum Glück ist es wie gesagt und ähnlich wie bei mir, sehr wellenförmig und zum Glück wechseln wir uns da meistens ab, also wenn ich wieder klarer bin und ich ihn zumindest in dem Moment unterstützen kann und nicht selbst gerade wieder an allem Zweifel. Aber ich merke, dass ich aufpassen muss, wann es mir selbst einfach nicht mehr gelingt, oder wann der Prozess schlicht zu lang oder schmerzhaft ist.
Gerade hab ich das Gefühl es kommt mehr Sicherheit rein und er äußert schon viel abgeschwächtere Sorgen, wenn überhaupt. Aber er hatte schon Momente in welchen er Dinge äußert, die man von Depressionen kennt. "keiner liebt mich", "ich bin schuld", "ich will allein sein und das keiner mehr da ist".... Das ist mir alles eine Spur zu hart für einen 4 Jährigen, vor allem für MEINEN Sohn, aber ich bin dankbar, dass er es alles äußert, ich mit ihm die Gefühle und Gedanken dazu einbetten kann und neu anordnen und das es Früchte trägt, er jetzt in solchen Situationen, die ihm noch vor zwei Wochen in eine niederschmetternde Äußerung und Gefühlslage trieb, jetzt schneller mit einem Lächeln äußern kann, dass nur Erwachsene verantwortlich sind man nicht alles können muss, auch Mama Dinge macht, die nicht toll sind, die er aber gut kann im a Gegensatz und es völlig okay ist, dass man in manchen Situationen alles schaffen und in anderen nicht.... Er ist dann stolz auf sich. Und ich habe scheinbar seine Angst dahinter verstanden. Denn er hat meine Wut und den Streit mit seinem Papa erlebt und dann die Trennung und nun die Situation, dass sein Papa und Geschwister kaum noch präsent sind. Immer wenn ich mit ihm geschimpft habe wegen Kleinigkeiten, kamen diese vernichtenden Urteile über sich selbst. Ich denke, er hatte Sorge, dass auch er von mir und anderen verlassen wird, wenn man mit etwas unzufrieden ist, was er tut. Ich habe also angefangen ihm zu erklären, dass meine Liebe zu ihm ganz anders ist als die, die ich zu seinem Papa hatte. Jetzt ist er immer ganz glücklich und sagt mir bei jeder Gelegenheit, z. B. beim Abschied, oder wenn ich mit ihm in meiner Pause telefoniere, dass "ich immer in seinem Herzen bin, er mich von ganzem Herzen liebt und er der Mitbewohner von meinem Herzen gewesen ist!", denn das ist die Erklärung, die ich ihm gegeben habe für unsere Liebe, die ja von Anfang an in mir wachsen konnte als er noch mein kleiner Bauchbewohner gewesen ist

.... Ich liebe es, mit ihm da Klarheit zu finden und zu erleben, dass er sich sicher ist....