Waris07
Mentorin
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Zitat von PapaInWarteschl:Was soll ich sagen... Die ganzen Nachrichten habe ich heute gelesen, als ich auf dem Weg zu ihr war, damit wir Organisatorisches besprechen. Und irgendwie kamen sie passend, als ob ihr geahnt habt, was mir heute bevorsteht.
Irgendwie ist heute (mal wieder) alles auf den Kopf gestellt worden.
Wir wollten nur die Besuche planen für die kommenden Tage und irgendwann brach es einfach aus ihr heraus.
Sie hat sich vorgestellt, wie wir in 5 Jahren am Esstisch sitzen, sie hat Pfannkuchen gemacht und nicht er sitzt da, sondern ich. Und dabei hat sie geweint. Es war eine schöne Vorstellung für sie.
Sie hat die letzten 2 Tage viel nachgedacht und gemerkt, dass sie gar nicht von mir los ist. Dass sie sehr wohl noch Liebe fühlt. Aber auch, dass sie nicht weiß, was sie wirklich will. Sie will keinen verletzen, aber auch nicht so weitermachen.
Anfangs war sie immer noch der Meinung, das Schnüffeln hat es aber kaputt gemacht. Später dann meinte sie, sie kann das verzeihen.
Sie hat in den Wochen und Monaten auch immer mal Streit mit dem Esten provoziert, weil sie irgendwie einen Grund suchte, es zu beenden, es aber so nicht kann. Sie hängt irgendwie zu sehr an den Vorstellungen, auch wenn sie weiß, das vieles nicht echt sein kann.
Sie hat niemanden zum Reden und weiß nicht weiter.
Aber sie braucht Zeit, will keine Hoffnung machen. Weder ihm noch mir.
Ich habe ihr meine Ansicht gesagt, ich war offen. Dass es nicht leicht ist, zu verzeihen. Dass ich es aber kann, wenn wir beiden an uns arbeiten. Sie hat gemeint, dass sie nicht versteht, warum ich ihr das noch anbiete. Dass es verrückt ist.
Ich habe nur gesagt: "Zu lieben heißt manchmal auch, verrückt zu sein".
Was nun daraus wird, keine Ahnung. Wenn es falsch war, ist es so. Ich kann nicht mehr ewig kämpfen oder jemand sein, der ich nicht bin.
Sie weiß nun, woran sie ist. Sie muss eine Entscheidung finden. Aber sie grübelt auch. Dass sie eher über mich nachgedacht hat als mit ihm zu schreiben.
Aber ich habe auch klar gemacht, dass ich mehr für mich mache. Das ich nicht immer Zeit habe, weil ich Pläne für mich habe.
Vorhin hat sie mir dann noch geschrieben und gesagt, dass die Zeit schön war. Dass ich ihr nicht glauben muss, aber dass sie versucht, den Kontakt zu reduzieren. Dass sie sich auch weniger zu ihm hingezogen fühlt. Minimal, aber sie wollte es mich wissen lassen. Sie kann nichts versprechen.
Sie war den ganzen Tag auch vollkommen anders, viel gefasster, nicht mehr auf Angriff gepolt, sondern eher ein wenig wie früher, wenn es ihr einfach nicht gut ging oder sie mal wieder an sich zweifelte oder Angst hatte, ich könnte sie verlassen.
Ihr selbst ist klar, dass es vieles in den Chats gibt, was sie übertreibt. Vieles, was niemals Realität ist und eher zu einer Art Flucht und Sucht geworden ist. Auch, weil sie sich in der Schwangerschaft unglaublich hässlich gefühlt hat. Weil das Bild von Schwangeren in der Öffentlichkeit ihr das suggeriert. Und daraus ist irgendwie Liebe geworden, die sie nicht einfach loslassen kann.
@PapaInWarteschl - Was genau ist diesmal anders, als all die Male zuvor?
