Hallo nochmal:
ich glaube, du hast den eineiigen Zwilling meiner Ex.
- weiteres Kind: den Ausdruck habe ich auch öfter gehört. Meine Ex hat niemals die finanzielle Verantwortung für eine Familie getragen. Sie hat niemals 50-60 Stunden gearbeitet in der Woche und dann auch noch zusätzlich im Haushalt was gemacht oder sich um die Kinder oder etwas anderes gekümmert. Ihr kam es nie in den Sinn, dass meine Arbeit ein Teil dessen ist, was in der Beziehung an Arbeitsteilung einfließt. Nein, durch Home-Office war ich immer verfügbar, dann wurde man mit Whatsapp bombardiert, was alles zu tun wäre und dass sie ja soviel machen würde. Am liebsten hätte sie 50:50 gehabt im täglichen Leben, nur dass ich bereits mit einem stressigen Job ausgefüllt bin, das hat sie nicht gesehen.
- der Egoismus Vorwurf: den habe ich auch immer vorgeworfen bekommen. Und je mehr du nachgibst, umso mehr verschieben sich die Grenzen dann. Ganz am Ende ist es dann gar egoistisch, wenn du schläfst, isst, atmest, denn du könntest in der Zeit was anderes tun und die Luft überhaupt, es wäre doch besser, du würdest die den anderen gönnen.
Und dann dieses Selbstverständnis, dass die Kinder zu ihr gehören, dass sie mit den Kindern auszieht, wenn du es nicht tust.
NEIN: das wäre egoistisch, die Kinder mitzunehmen. Nicht egoistisch wäre es, wenn sie im Haus bleiben können.
So leid es mir für dich tut, du denkst immer noch, da passiert ein Wunder und klick, sie dreht sich wieder. Schließlich hat sie sich ja auch mit einem Klick von dir weggedreht. Und du verteidigst sie als guten Menschen, aber was du hier schreibst ist, dass sie genau um deine emotionale Hilflosigkeit weiß und diese für sich auszunutzen gedenkt. Das ist nicht fair. Sie soll fair spielen. Aber verabschiede du dich davon, dass sie aus Liebe zu dir Zugeständnisse macht. Mache du ebenfalls keine. Sei einfach fair. Ihr und dir gegenüber. Erst, wenn beide Partner auf Augenhöhe miteinander kommunizieren können Lösungen gefunden werden, die niemanden zu Gunsten des anderen benachteiligen. Und ganz wichtig, unter denen die Kinder auch nicht leiden, weil sie als Kollateralschaden zurückbleiben. Wenn sie Mutter ist, dann stehen ganz klar die Kinder im Vordergrund.
Meine hat das übrigens auch immer gepredigt, dann aber im wahrsten Sinne des Wortes "zugeschlagen". Und ich habe mich nicht gewehrt, weder körperlich noch emotional. Das war der Auslöser, dass immer und immer mehr zugeschlagen wurde. Hausrat verschwunden, Klagen eingereicht, Kinder weg, Geld weg.
Nochmal: eindringlich: sichere dir alle wichtigen Dokumente (bis hin vor der Ehe!). Kontoauszüge, Depotauszüge, Fahrzeugbriefe , Kreditverträge, Kaufverträge über größere (und kleinere) Anschaffungen, Schriftverkehr bzgl. der Immobilie, Schenkungen, Versicherungen, mach Fotos von wertvollen Gegenständen, sichere Fotos von wertvollen Gegenständen, die du vor der Ehe hattest oder in der Ehe angeschaffte/eingebracht. In einem Anfall geistiger Klarheit habe ich das seinerzeit alles mitgenommen, ohne wäre ich heute noch mehr am Ar..
Ich weiß, es ist nicht leicht, immer noch denkt man, in einem halben Jahr sitzt man wieder gemütlich zusammen (hat meine Ex mir damals sogar noch beschwichtigend gesagt, nur um ihr wahres Gesicht zu zeigen, als sie Haus- und Autoschlüssel hatte, danach wurden alle Eheberatungssitzungen boykottiert, der regelmäßige Umgang mit den Kindern war von ihrem Gutdünken abhängig und wurde, als Stress gemacht wurde gleich gekappt, und als das Geld nicht mehr so floß, wie ich es versprochen hatte (und ich hatte auch aus meiner emotionalen Lage Zugeständnisse gemacht, die ich gar nicht halten konnte), da lag nach 2 Tagen der erste Brief von ihrem Anwalt im Briefkasten.) Und selbst da habe ich noch weiter gezahlt, was ich nicht müsste. Die Kohle ist weg.
Was ich sagen will: behandele sie so, als ob sie ein außenstehender Dritter wäre, ein Verhandlungspartner, der auch sein günstigstes Ergebnis erzielen will. Zugeständnisse aufgrund von Freundschaften oder Liebe darfst du nicht mehr erwarten.