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3 Monate nach der Trennung - weiterer Weg

Heffalump

Heffalump


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Zitat von NeuesMitglied:
Schmerzhaft ist es dennoch, dass man diese Erinnerungen quasi "löschen" muss, obwohl man das nie wollte.

Muss man nicht.

Sie gehören zu dir, deiner Geschichte, was dich zu dem macht, wer du bist. Menschen entwickeln sich nun mal weiter und auch weg von der Stelle, wo zusammen sein möglich war. Das zu akzeptieren wäre immer leichter, wenn es keinen Nachfolger gäbe.

20.04.2021 06:17 • #46


NeuesMitglied


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Ich möchte es auch nicht - aber aktuell bin ich an dem Punkt, dass jeder Trigger darüber unfassbar weh tut.

Ich sehe uns aus dem Nichts am Bodensee sitzen - vor 7 Jahren. Ich sehe uns in komplett belanglosen Alltagssituationen. Vor einem halben Jahr, vor 8 Jahren, vor 5 Jahren. Ich habe diese Erinnerungen geliebt und aktuell tut es einfach nur sowas von unfassbar weh.

Und gleichzeitig hat man die Erkenntnis, dass sie bereits mit einer neuen Person frühstückt, zu Abend isst, den Tag verbringt. Das Gefühl ist absurd.

Ich weiß rational betrachtet, dass 3 Monate nach 8 Jahren wohl noch absolut keine Zeit sind.

Ich weiß rational betrachtet, dass ich mir nur das Positive ihrer aktuellen Situation einrede und nicht das Negative - ich selber war es immer, der gesagt hat, es bringt nichts, sich mit anderen Menschen zu vergleichen, da man immer nur den schönen Schein sieht und nicht das Negative. Und nun bin ich selber an dem Punkt.

Mir hilft Ablenkung zwar - ich lache auch und habe Spaß. Aber teilweise kickt es dann noch heftiger rein, weil es sich dann wie "normal" anfühlt, nach Hause zu fahren. Aber ganz normal wie bis vor einigen Monaten ist es dann eben nicht.

Ich würde einfach so gerne die Zeit vorspulen. Ich würde so gerne wissen, wie und wann es besser wird, v.a. eben auf die ganzen gemeinsamen Erinnerungen.

Manchmal hilft mir der Gedanke, dass auch sie ihren Kopf nicht abschalten kann. Selbst wenn sie nun neue Erinnerungen bildet - auch sie wird im Alltag, wenn sie irgendwo ist, wenn sie irgendetwas sieht, etc. getriggert und sich an diese Momente erinnern.

20.04.2021 09:46 • x 4 #47



3 Monate nach der Trennung - weiterer Weg

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Lama28

Lama28


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Zitat von NeuesMitglied:
Nachtrag zu 3) - das war / ist für mich nach so langer Zeit einfach unfassbar schwer zu verstehen, da es für mich nicht möglich wäre. In meiner ...


Ich glaube fast jeder versteht ganz genau was du meinst! Aber ich bin ganz sicher, dass sich das mit der Zeit legen wird und dann kann man sich irgendwann wieder umarmen, küssen etc lassen ohne an den ex Partner zu denken. Aber jeder braucht dafür anders Zeit.

20.04.2021 17:26 • x 1 #48


NeuesMitglied


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Zitat von Lama28:
Ich glaube fast jeder versteht ganz genau was du meinst! Aber ich bin ganz sicher, dass sich das mit der Zeit legen wird und dann kann man sich ...


Danke dir!

Es ist vor allem der Gedanke, dass eben alles, was man 8 Jahre lang geteilt hat, plötzlich weg ist. Dass sie das mit einem anderen Menschen macht. Das ist so brutal, auch wenn ich weiß, dass es mir eigentlich egal sein sollte.

Aber dieser warme Wechsel tut einfach sehr weh. Ich stelle dadurch so viel in Frage.

Und dennoch gibt es dann Situationen, in denen man nur die positiven Seiten an ihr sieht. Warum macht unser Kopf das?

Ich habe wirklich Situationen von vor 7 Jahren im Kopf, von der Anfangszeit und es wirkt, als ob es gestern war.

Wenn ich im Alltag etwas erlebe, ist manchmal mein erster Impuls, das Handy zu zücken und es ihr mitzuteilen, um dann zu merken: "sch.".

Gemeinsame Gerichte. Drinks. All das schießt rein. Ich bin jemand, der sich gerne mitteilt, der schöne Dinge gerne teilt und den Partner daran teilhaben lässt. Daher ist das nun für mich wahrscheinlich so schmerzhaft. Ich gehe nun davon aus, dass sie in diese Sachen gar keine Emotionen gesteckt hat. Soll heißen: ich denke vermutlich an den Tapasabend zurück und kann von jedem Restaurantbesuch genau sagen, was wir gegessen haben, weil ich eben so bin. Sie wird da vermutlich gar keine Gedanken dran verschwenden müssen, weil es eben einen ganz anderen Stellenwert hat. Ich würde das eigentlich als Stärke von mir sehen. Aber gerade macht das alles sehr anstrengend.

Ich muss noch einen Weg finden, wie ich das nachhaltig aus dem Kopf bekomme. Und wie ich wirklich ehrlich all das, was ich erlebt habe, was mir gefallen hat, was ich nie aufgeben wollte, als "schön" ansehen kann. Aktuell fühlt es sich einfach nur zerstört an. Und ich wäre mir so sicher gewesen, dass man hätte gemeinsam arbeiten können - aber so geht es wohl allen, die verlassen wurden und für die es nicht absehbar war.

22.04.2021 19:14 • x 1 #49


Lama28

Lama28


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Zitat von NeuesMitglied:
Danke dir! Es ist vor allem der Gedanke, dass eben alles, was man 8 Jahre lang geteilt hat, plötzlich weg ist. Dass sie das mit einem anderen ...


Nein, geh davon nicht aus. Nur weil es ihr jetzt nichts mehr wert ist, heißt dass nicht, dass ihr all diese Erlebnisse nie etwas bedeutet haben oder ihre Liebe nicht echt war. Wir neigen dazu im Nachhinein schnell zu denken: er/sie hat gelogen, die Gefühle waren nie echt. Das stimmt so nicht. Aber der verlasser hat sich schon viel früher mit seiner Ablösung von der Beziehung beschäftigt als wir. Jetzt stehst du alleine da mit dem ganzen Prozess den sie schon längst hinter sich hat. Das ist ungerecht und unfair. Irgendwie ist es auch ein Trauma. Klar dass du dich so fühlst.
Niemand erwartet, dass du jetzt den Schalter umlegst.
Ich teile lich zurzeit ganz viel meinen Freunden mit und meiner Familie was ich mit ihm geteilt hätte. Schicke Fotos schicke Sprachnachrichten. Ich knüpfe neue Kontakte.

22.04.2021 19:53 • x 3 #50


NeuesMitglied


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Zitat von Lama28:
Nein, geh davon nicht aus. Nur weil es ihr jetzt nichts mehr wert ist, heißt dass nicht, dass ihr all diese Erlebnisse nie etwas bedeutet haben oder ...


Ich danke für deine Worte.

Das Hinterherhängen ist wohl das große Problem.

Ich denke über die Vergangenheit nach. Ich denke über so viele Situationen nach. Ich denke über den letzten Urlaub nach. Über das letzte Abendessen. Alles war noch mit Lachen, mit dem normalen rumalbern. Ich werde noch wach und realisiere dann, was passiert ist.

Rational gesehen komme ich gut klar.

Dennoch sind es halt die Erinnerungen, die immer wieder vors Auge kommen. Und die Erkenntnis, dass eben nicht mehr ich die Person an ihrer Seite bin.

Versteht ihr, was ich meine? Gefühlt gestern war alles gut. Und heute ist sie eben nicht mehr da und bei jemand anderem.

Ich weiß auch, dass mich all das nichts mehr angeht. Aber das ist so schwer, wenn man 8 Jahre lang alles geteilt und gemeinsam erlebt hat.

22.04.2021 22:06 • x 2 #51


MrMercedes


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Hi!

Meine Trennung war letztes Jahr im Juli und ich Kämpfe nach wie vor jeden Tag damit. Ich hänge total an der gemeinsamen Zeit und den Erlebnissen. Es tut sehr weh dran zu denken das ivh die Zukunft alleine bestreiten muss, ohne sie. Ich weiß auch nicht wie ich zurück auf einen normalen Weg kommen soll. Ich habe kein Interesse an anderen Frauen oder an Ablenkung. Ich bin irgendwie leer. Es ist schwer zu akzeptieren das alles was ich wollte, sie nicht mehr wollte und mich allein ließ. Ich überlege nach fast einem Jahr noch wie ich wieder glücklich werd... Ich Hoff das du da schneller bist

22.04.2021 23:48 • x 2 #52


Antonio1990


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Bin jetzt seit fast 2 Monaten getrennt und kann dir sagen fühle genau dass selbe.
Du bist nicht alleine,denn Schmerz fühlen viele hier,aber dass nimmt dir nicht dein Schmerz ,vielleicht kurz.

Ich stelle mir irgendwie zurzeit die Frage ob es eigentlich sein sollte dass man sich trennt,dieser Schmerz nach einer Trennung zieht sich bei einigen Personen über Jahre hinweg,währenddessen der ex Partner vielleicht schon wieder mehrere Partner hatte.

Ich glaube und bin davon überzeugt dass man wenn man sich Mann und Frau 100% Liebt,und die Wertvorstellung da sind dass man immer an einer Beziehung arbeiten sollte gegeben sind,dass es nicht zur einer Trennung führen darf.

Entweder gab es einen zu großen Vertrauensbruch (fremdgehen) oder einer der Partner hatte nicht die selbe Liebe,damit meine ich die aufrichtige ehrliche Liebe mit diesen Parnter durchs Leben gehen zu wollen,egal was für Probleme auftreten werden,genau durch sowas wächst doch auch eine Liebe.

Ich glaube heutzutage gehen Menschen Beziehungen ein (damit meine ich auch nicht alle aber viele) wollen die schöne Anfangszeit sobald es irgendwann zu schwer wird Trennung.Denn alten Partner ersetzten und denn selben Kreislauf wieder.Gerade die Junge Generation,ist davon geprägt immer dem Ideal einer perfekten Liebe zu finden geprägt durch Social Media,Arbeit,Filme usw.

Mir Persönlich hilft es einfach realisiert zu haben dass sie nicht dass selbe empfand,sie fand mich attraktiv -spannend - S. Abenteuer aber diese ehrlich aufrichtige Liebe die gab es nicht in ihr,und ich glaube die wird sie auch nicht so leicht finden,ich kenne sie und weiß wie sie tickt.
Es tut einfach weh,aber ich hoffe dass ich eine Frau finden werde die ich genauso lieben werden kann,und die bleibt weil sie mich genauso liebt.

Ich habe manchmal Angst dass Liebe nur ein Konstrukt ist,der evolutions technisch da ist um uns fortzupflanzen und dann nach guteiniger Zeit weiter ziehen um sich mit einem anderen Menschen fortzupflanzen,aber dann würde der trennungsschmerz keinen Sinn machen,dann würde er rein evolutionstechnisch keinen Sinn machen dass ein Mensch nach einer Trennung diesen Schmerz empfinden kann,es würde viel zu viel Zeit vergehen sich in diese Zeit nicht weiter fortzupflanzen.

Musste mal meine Gedanken loswerden.

Fazit:
Ich glaube an die Wahre Liebe die einzigste die echte die bis zum Tod unzerstörbare,nur hoffe ich dass ich SIE finden werde.

23.04.2021 02:51 • #53


Heffalump

Heffalump


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Zitat von MrMercedes:
das alles was ich wollte, sie nicht mehr wollte und mich allein ließ. I

du kannst aber auch anders schauen, auf die Zeit die du erleben durftest. Mit ihr.
Den innigen Wunsch, die große Liebe. Wenigstens getroffen und genießen haben zu dürfen.

manche suchen ihr Leben lang danach, ohne sie je zu finden.

23.04.2021 05:44 • #54


MrMercedes


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Zitat von Heffalump:
du kannst aber auch anders schauen, auf die Zeit die du erleben durftest. Mit ihr.
Den innigen Wunsch, die große Liebe. Wenigstens getroffen und genießen haben zu dürfen.

manche suchen ihr Leben lang danach, ohne sie je zu finden.


Naja, dann weiß ich aber nicht was besser ist. Die "Große Liebe" gefunden und jetzt nicht mehr zu haben, oder sie gar nicht erst zu finden. Dann weiß man auch nicht was man verloren hat und kanns nicht vermissen.
Nach fast 1 Jahr kann ich mir nicht vorstellen wie ich mich auf andere Frauen einlassen, geschweige denn vertrauen soll.

23.04.2021 11:30 • x 2 #55


DerBote


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An die "Große Liebe" kann ich nicht mehr glauben. Ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass meine Ex diese große Liebe war, aber ich wurde schmerzlich eines Besseren belehrt.
Mir kommt es vor als wäre ich das letzte Jahrzehnt einem kosmischen Scherz aufgesessen.
Ich habe mir diesmal jedoch geschworen das Beste aus der Situation zu machen. Natürlich erleide ich auch all den Kummer, aber ich sehe es nicht ein im Selbstmitleid zu versinken.
Ich bin auch bereit meine Grenzen auszutesten. Habe mir sogar Tinder installiert, nur um zu gucken wie ich ankomme, und mich in die Vorstellung eine andere Frau zu daten hineinzubegeben.
Ich spüre jedoch, dass mein Herz nur langsam frei werden kann. Ich möchte auch niemanden verletzen, und niemandem (inklusive meiner selbst) etwas vormachen.
Außerdem denke ich, dass ich das Alleinsein auch wieder wertschätzen lernen sollte, bevor ich meine Leere mit der nächsten Dame fülle.
Ich arbeite an meiner Selbstliebe, meinem Selbstwertgefühl, versuche meine Bedürfnisse und Grenzen zu erforschen. Alleine dadurch erkenne ich wie viele meiner "Fehler" in der Partnerschaft überhaupt zustande kamen. Mir werden auch ihre Schwächen immer bewusster, und sehe wo meine Schuldgefühle einfach unangebracht waren und nur ihrer Absolution dienten.
Aber die Kluft zwischen den schönen Erinnerungen und der jetzigen Realität ist schon gewaltig. Das will mein Gehirn nicht wirklich unter einen Hut bekommen.
Nichtsdestotrotz würde ich sagen, dass ich in den letzten Wochen durchaus Fortschritte auf meinem Weg in die Unabhängigkeit gemacht habe. Ich finde nach den Löchern schneller zu mir zurück, und bekomme mein Leben zu 95% gut geregelt. Vor 6 Wochen sah die Welt noch völlig anders aus. Mit der Einsamkeit habe ich auch nur noch sporadisch Probleme.
Gefühlsexplosionen werden seltener. Ich neige mehr dazu leicht bis mittelstark depressiv zu sein, aber dabei durchweg stabil zu bleiben, mit zunehmenden Stimmungsspitzen.
Jetzt liege ich in der Sonne, höre Musik, fühle mich ganz gut. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir ein süßes Lächeln von der Frau im Park abgeholt habe.
Meiner Ex bin ich gerade gar nichts mehr schuldig.

23.04.2021 13:55 • x 4 #56


NeuesMitglied


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Die letzten paar Tage sind geprägt von vielen Rückblicken und komischen Gedanken.

Zum einen sind es halt weiter die Erinnerungen und gemeinsamen Erlebnisse, die mir im Kopf sind.

Dann habe ich mir zum Beispiel ein neues Rad gekauft. Mein erster Impuls ist, dass ich es ihr zeigen will. Dann merke ich: "*beep*. Sie ist nicht mehr da."
Dieses "alles mitteilen" ist eben nicht mehr möglich und das schmerzt.

Von einem Tag auf den anderen ist alles anders. Ich weiß nicht, wie lange es braucht, das wirklich vollends zu realisieren.

Und was mir immer noch sehe schmerzt, ist, dass sie körperlich bei jemand anderem ist. Was da für Bilder in meinen Kopf kommen, ist sehr schwer. Gefühlt war sie doch noch gestern neben mir und wir haben uns geliebt. Kennt ihr dieses Gefühl, dass man dies vermisst? Wird auch das immer schwächer? Muss man sich hier einfach auf etwas neues einlassen? Wann merke ich, dass das möglich ist?

Aktuell erscheint es mir fast "anstrengend", jemand neuen kennenzulernen mit allem Kennenlernen der Umgebung etc. Bei ihr war das ganze Drumherum doch so schön, ihre Familie und Freunde. All das wollte ich eben nie aufgeben.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und hoffe, schnell aus dieser Gedankenspirale auszubrechen!

24.04.2021 10:14 • x 1 #57


Lama28

Lama28


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Zitat von DerBote:
An die "Große Liebe" kann ich nicht mehr glauben. Ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass meine Ex diese große Liebe war, ...


Ich glaube weiterhin an die große Liebe. Aber ich glaube eine große Liebe trifft man nicht nur einmal im Leben. Und ich bin so unglaublich neugierig, wen mir das Leben da noch präsentieren wird.
Ich lass mir nicht von einer anderen Person, vor allem nicht von einer die mich verlässt, meine Grundsätze und Wertvorstellungen vom Leben nehmen.

24.04.2021 10:24 • x 4 #58


MSWue

MSWue


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Zitat von Lama28:
Nein, geh davon nicht aus. Nur weil es ihr jetzt nichts mehr wert ist, heißt dass nicht, dass ihr all diese Erlebnisse nie etwas bedeutet haben oder ...


So ähnlich habe ich es in der Anfangszeit auch gemacht. Ich habe immer meinen Freunden von meinem Tag erzählt anstatt meiner Ex. Es war nicht das Gleiche, aber ich konnte mich mitteilen.

24.04.2021 10:24 • #59


MSWue

MSWue


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Zitat von Lama28:
Ich glaube weiterhin an die große Liebe. Aber ich glaube eine große Liebe trifft man nicht nur einmal im Leben. Und ich bin so unglaublich ...


Die Einstellung ist stark... die hätte ich auch gerne. Ich glaube allerdings nach wie vor nicht daran noch einmal so lieben zu können.

24.04.2021 10:25 • x 1 #60



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