Zitat von Lama28:Ich glaube fast jeder versteht ganz genau was du meinst! Aber ich bin ganz sicher, dass sich das mit der Zeit legen wird und dann kann man sich ...
Danke dir!
Es ist vor allem der Gedanke, dass eben alles, was man 8 Jahre lang geteilt hat, plötzlich weg ist. Dass sie das mit einem anderen Menschen macht. Das ist so brutal, auch wenn ich weiß, dass es mir eigentlich egal sein sollte.
Aber dieser warme Wechsel tut einfach sehr weh. Ich stelle dadurch so viel in Frage.
Und dennoch gibt es dann Situationen, in denen man nur die positiven Seiten an ihr sieht. Warum macht unser Kopf das?
Ich habe wirklich Situationen von vor 7 Jahren im Kopf, von der Anfangszeit und es wirkt, als ob es gestern war.
Wenn ich im Alltag etwas erlebe, ist manchmal mein erster Impuls, das Handy zu zücken und es ihr mitzuteilen, um dann zu merken: "sch.".
Gemeinsame Gerichte. Drinks. All das schießt rein. Ich bin jemand, der sich gerne mitteilt, der schöne Dinge gerne teilt und den Partner daran teilhaben lässt. Daher ist das nun für mich wahrscheinlich so schmerzhaft. Ich gehe nun davon aus, dass sie in diese Sachen gar keine Emotionen gesteckt hat. Soll heißen: ich denke vermutlich an den Tapasabend zurück und kann von jedem Restaurantbesuch genau sagen, was wir gegessen haben, weil ich eben so bin. Sie wird da vermutlich gar keine Gedanken dran verschwenden müssen, weil es eben einen ganz anderen Stellenwert hat. Ich würde das eigentlich als Stärke von mir sehen. Aber gerade macht das alles sehr anstrengend.
Ich muss noch einen Weg finden, wie ich das nachhaltig aus dem Kopf bekomme. Und wie ich wirklich ehrlich all das, was ich erlebt habe, was mir gefallen hat, was ich nie aufgeben wollte, als "schön" ansehen kann. Aktuell fühlt es sich einfach nur zerstört an. Und ich wäre mir so sicher gewesen, dass man hätte gemeinsam arbeiten können - aber so geht es wohl allen, die verlassen wurden und für die es nicht absehbar war.