Cienne
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Zitat von NeuesMitglied:Kennt ihr das, dass man das Ganze dann so einseitig betrachtet und nur seine "Fehler" sieht im Nachhinein und sich fragt, ob das alles verhindert hätte, wenn man sich anders verhalten hätte? Aber hätte man sich dann nicht über Jahre verstellt und wäre nicht mehr man selber gewesen? Hätte das dann nicht zu anderen Problemen / Missstimmungen etc. geführt? Man wird es nie herausfinden können, das ist so ein bisschen der "Butterfly Effect", glaube ich. Ich weiß, dass es nichts bringt, sich den Kopf zu zerbrechen und dennoch passiert es teilweise.
Klar, kennt jeder. Ist eine normale Reaktion, weil du unterbewusst die schlimme Situation retten bzw. rückgängig machen möchtest, aber keine Handhabe mehr darüber hast. Also spinnt dein Kopf zusammen, in welchen Situationen man vielleicht etwas hätte retten können. Dass es nichts nützt, merkt man dann selbst. Wer weiß schon, ob ein anderer Weg der bessere gewesen wäre. Manchmal macht man sogar die guten Sachen zu viel und das ist dann falsch, weil das Kind eh schon in den Brunnen gefallen ist.
Irgendwie sind beide Parteien beteiligt an der Trennung, aber in meinen Augen auch nie gleichwertig. Und wer dann mehr Mist als der andere gemacht hat, ist am Ende aber eh egal. Wenn du der Meinung bist, dass man z. B. in einer Beziehung auch mal etwas kritisieren darf, weil ein resoluter Mensch Kritik vertragen kann, dann ist das deine gesunde, eigene Einstellung. Wenn du dann ein Gegenüber hast, dass Kritik absolut nicht vertragen kann, tja, dann passt das halt nicht. Aber da muss man nicht unbedingt hinterher sagen, hätte ich nur weniger Kritik geäußert und mehr gekuscht. Vielleicht hätte die Beziehung ein wenig länger gehalten, aber gut wäre sie nicht gewesen und dann wohl später an anderen Dingen zerbrochen.