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3 Monate nach der Trennung - weiterer Weg

Lama28

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Zitat von MSWue:
Die Einstellung ist stark... die hätte ich auch gerne. Ich glaube allerdings nach wie vor nicht daran noch einmal so lieben zu können.


Glaube versetzt Berge. Wenn du nicht daran glaubst, dann wird es auch nicht passieren. Weil du dann verschlossen und wegschauend durch die Welt läufst. Du wirst so viel verpassen mit dem Gedanken nicht mehr so lieben zu können. Wer gibt dir denn die Garantie, dass die Liebe zu deiner EX das nun plus ultra war? Dein Hirn. Deine Gedanken. Was ist wenn diese Liebe die Voraussetzung war beim nächsten Mal anders zu lieben? Besser? Ohne selbstverlust? Vill jemand der ausnahmsweise auch mal dich stärkt? Du weißt es nicht, aber verschlossen wirst du es auch nie herausfinden.
Du gibst damit deiner Ex Freundin sehr viel Macht über deine Zukunft und vor allem über dein Glück. Ist das fair? Ne.

Stell dir mal vor es würde für jeden Menschen nur einen Menschen geben der die große Liebe verkörpert. Ohje das wär echt fatal....
Ich bin der Meinung es gibt VIELE Menschen die zur großen Liebe füreinander werden können.
Liebe ist nicht nur etwas was uns einfach so passiert, sondern sie ist auch eine Entscheidung.

24.04.2021 10:32 • x 7 #61


Lama28

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Ich will damit nicht sagen, dass wir sofort alles vergessen und weiterziehen. Ohje. Bitte versteht mich nicht so.
Ich trauere auch extrem! Ich bin verzweifelt, traurig, wütend, hoffnungslos, hilflos. Und ich weiß es dauert eben seine Zeit. Aber ich weiß auch, dass geht vorbei und dann geht das Leben weiter.

24.04.2021 10:37 • x 5 #62



3 Monate nach der Trennung - weiterer Weg

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MSWue

MSWue


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Zitat von Lama28:
Glaube versetzt Berge. Wenn du nicht daran glaubst, dann wird es auch nicht passieren. Weil du dann verschlossen und wegschauend durch die Welt ...


Das klingt plausibel und es klingt sogar recht wahrscheinlich. "Liebe ist auch eine Entscheidung".... Wenn ich offen bleibe, werde ich eine Frau treffen, die sich ebenso wie ich mich für meine Ex, jeden Tag aufs Neue für mich entscheidet.

Das macht Sinn... vielleicht hab ich den Gedanken auch heute nur, weil ich nen minimalen Durchhänger habe

24.04.2021 10:55 • x 2 #63


Lama28

Lama28


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Zitat von MSWue:
Das klingt plausibel und es klingt sogar recht wahrscheinlich. "Liebe ist auch eine Entscheidung".... Wenn ich offen bleibe, werde ich eine Frau ...


Du bist ein großartiger Mensch, und wenn du soweit bist dann erzählst mir bitte davon
Ich bin derzeit am Sammeln von Erfolgsgeschichten. Hier im Trennungsforum begegnen uns natürlich hauptsächlich nur gescheiterte Beziehungen. Macht man die Augen auf in der Familie, im Bekanntenkreis, bei Kollegen bei Freunden da sind die Geschichten die uns Mut machen.

Da sind Männer die am Altar stehen gelassen werden und sich 6 Jahre später nochmal trauen eine Frau zu fragen ob sie heiraten.

Die aus dem nichts von ihrem Mann verlassenen Arbeitskollegin mit 4 Kindern. Die sagt sie hat noch nie so unendlich gelitten und jetzt wieder in einer glücklichen Partnerschaft lebt, seit Jahren und es viel besser ist als je zuvor.

Die beste Freundin die nach Jahrelangem on und off und absoluter Selbstaufgabe jemand ganz ganz anderen hat und zum erstem Mal lernt, Liebe muss nicht wehtun

Usw usw.

Wenn sich andere so erholen und sich trauen neue Beziehungen einzugehen. Wieder vertrauen sich wieder einlassen. Warum nicht auch wir

24.04.2021 11:05 • x 4 #64


moonrise


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Mir hilft wenn ich mit Absicht an die Orte gehe und alle Erinnerungen zulasse. Natürlich kommen dann meistens die Tränen danach aber so kann ich mich schneller daran gewöhnen, dass ich diese Orte nun alleine besuchen/erleben werde.

Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, dass ich auch an negatives aus der Beziehung denke. Und somit mich erinnere, dass nicht alles gut war.
Z.b Gestern im Aldi neben allen Pärchen die fürs Wochenende einkauften erinnerte ich mich dass ich selbst in der Beziehung oftmals alleine Einkaufen musste und schon damals dachte "die denken alle ich bin Single und kaufe soviel nur für mich"...
Oder wo ich mit Hund spazieren ging, wie er mich anschrie ich sollte ihn öfters an die Leine nehmen was mir damals nur bestätige, er kennt unseren Hund garnicht weil er ja fast nie mit ihm spazieren ging, nur ich.

Sowas hilft halt auch

24.04.2021 11:06 • x 1 #65


moonrise


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Andererseits, da man ja jetzt öfters alleine ist, "meditieren"...
Es hilft die Dinge so zu sehen wie sie wirklich sind. Dann erzwinge ich Erinnerungen und konzentriere mich auf die Gefühle die dabei entstehen. Und diese Gefühle lasse ich schwächer werden weil ich soweit denke, bis ich zum entschluss komme, dass alles gut ist so wie es ist und ich mich auf Leben freuen sollte denn es ist nur 1x und geht schneller vorbei als man denkt. Will ich denn diese Zeit in Trauer und Kummer verbringen? Auch das lösen von Klischees "Alleine sein ist traurig" und "Jeder sollte Kinder haben" uvm.

Die Hauptsache ist meiner Meinung nach, dass man das Leben auskostet, sich beschäftigt. Nie aufhört zu lernen, neue Hobbys und Talente entdecken. Zufrieden sein so wie es ist. Jetzt ist die Zeit gekommen wo du dich selbst besser kennen und lieben lernen wirst.

Einmal war ich für 12 Tage in einem Tempel. Dort habe ich gelernt, dass alles nur so wichtig ist wieviel Wert man dem gibt.

Vielleicht konnte ich etwas helfen. Sorry wenn es etwas ins spirituelle geht.

Lg

24.04.2021 11:21 • x 2 #66


Nicoletta_2

Nicoletta_2


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Erstmal ganz starke Worte @Lama28. Ich sehe es wie du. Ich denke, dass es mehrere große Lieben gibt, die man in seinem Leben trifft. Jeder von uns hatte sie: die erste große Liebe. Man dachte sie hebt für immer und ewig. Wir waren noch so jung und entwickelten uns weiter. Damals dachte man, man würde niemals über sie hinweg kommen. Es war der erste schlimme Liebeskummer und er ging ewig.
Dann traf/trifft man die zweite große Liebe:
Man liebt wie niemals zuvor aber man ist vorsichtiger, denn das letzte Mal gab es diesen schlimmen Schmerz als es nicht funktionierte. Man dachte im Nachhinein, dass die erste große Liebe Einbildung war, denn man erfährt ein so viel intensiveres Gefühl. Man ist aber verkopfter, diskutiert mehr und lebt diese Liebe nicht vollends aus. Man kann mehrere zweite große Lieben treffen im Leben. Wir lernen in dieser Zeit sehr viel über uns und wie Beziehungen zu führen sind. Wenn sie schief gehen wissen wir nach einiger Zeit wer uns glücklich macht und wer nicht, was wir brauchen und nicht mehr brauchen, was wir nicht wollen und wie wir uns eine schöne Liebe/Beziehung vorstellen. Man ist sozusagen ein gegenseitiger Lernpartner.
Und dann kommt die dritte große Liebe: die bei der man ankommt und möchte, dass sie für immer hebt, man geht Kompromisse ein und manchmal ist es nicht gleich "Liebe auf den ersten Blick". Sie wächst und gedeiht. Man kann die Person schon Jahre kennen und merkt, dass es einfach passt. Manchmal geht es schief, wenn man noch nicht bereit dafür ist und trifft Jahre später aufeinander, um dann endlich bereit zu sein. Manchmal trifft man eine neue dritte Liebe. Manchmal denkt man, dass die zweite Liebe die dritte wär, nur um dann zu merken, dass das was man jetzt fühlt viel intensiver und schöner ist. Manchmal denkt man, dass man bei der zweiten Liebe angekommen wär und merkt im Nachhinein, dass es doch nicht das fürs Leben war.
Man sollte sich niemals vor der Liebe verschließen. Die ersten Monate nach einer Trennung ist es gut, denn dort heilt man noch aber irgendwann darf man nicht mehr zurück schrecken sich auf jemanden einzulassen, nur weil man Angst vor erneuten Schmerzen hat. Wir wollen ja schließlich alle leben und lieben. Wir wissen nicht was die Zukunft für uns bereit hält und aus jeder Trennung kann man mit etwas Abstand etwas Gutes ziehen.
Was ich damit sagen will: niemand weiß grade, ob der letzte Partner wirklich die dritte Liebe war oder doch nur die zweite. Lauft mit offenen Augen durchs Leben, wenn ihr dazu bereit seid.

24.04.2021 11:58 • x 2 #67


Lama28

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Zitat von Nicoletta_2:
Erstmal ganz starke Worte @Lama28. Ich sehe es wie du. Ich denke, dass es mehrere große Lieben gibt, die man in seinem Leben trifft. Jeder von uns ...


Danke!

24.04.2021 12:09 • x 1 #68


NeuesMitglied


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Guten Morgen zusammen,

gerne möchte ich euch nochmal ein Update geben. Ich merke, dass es jeden Tag ein kleines Stückchen bergauf geht. Durch einen persönlichen Schicksalsschlag wurde ich noch einmal zurückgeworfen - denn gerade in solchen Momenten wäre es noch schöner, einen Partner an seiner Seite zu haben.

Insgesamt lenke ich mich gut ab, lasse aber weiterhin Gedanken zu. Was ich beobachte: Die Gedanken sind deutlich weniger intensiv. Sie sind deutlich weniger lang im Kopf und verschwinden schneller wieder.

Weiterhin schmerzt die Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse, vor allem an die ganzen Urlaube aus dem letzten Jahr. Diese sind weiterhin noch sehr präsent. Oftmals kommt der Gedanke durch: "Das war einfach so unnötig, wir hätten es doch so schön haben können.", aber da weiß ich realistisch betrachtet, dass das nur meine Ansicht ist.

Morgens beim Wachwerden kommt immer wieder der Gedanke, dass es nun tatsächlich vorbei ist. Auch hier ist es aber weniger schmerzhaft als zu Beginn, es zieht mich nicht mehr allzu lange runter. Sobald ich aufgestanden bin, wird es besser

Einiges werde ich wohl niemals nachvollziehen und verstehen können - aber auch hier komme ich langsam an den Punkt, zu realisieren, dass das wohl so ist.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und hoffe, dass es so weiter geht - Tag für Tag und Schritt für Schritt.

03.05.2021 09:12 • x 4 #69


NeuesMitglied


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Guten Morgen - ein weiteres Update von mir, vielleicht interessiert es hier ja noch den ein oder anderen Mitleser.

Gestern und heute kommt ein bisschen stärker die Wehmut durch - ich gestehe mir das aber ein. Denn es war einfach eine lange Zeit. In einer so langen Zeit hat man so viel zusammen erlebt, was einen verbunden hat und was "einmalig" war.

In meinen Augen hat all das eine sehr starke Verbindung ausgemacht und ich habe immer gedacht, dass wir beide das so sehen. Daher ist es wohl okay, dass ich daran zu knabbern habe.

Gestern habe ich mich dann direkt mit Sport abgelenkt, das hat gut getan.

Momentan ist es also ein wenig eine Mischung aus Wehmut und Wut, gepaart mit Unverständnis. Es ist und bleibt einfach so, dass ich vieles nie verstehen werde, weil es mich so sehr verletzt hat und absolut nicht zu meinen Werten passt. Es ist schade zu erkennen, dass sich das nicht gedeckt hat bei uns beiden, obwohl ich davon immer ausgegangen bin.

Habt eine schöne Woche!

Vor 5 Stunden • #70


Nicoletta_2

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Zitat von NeuesMitglied:
Gestern und heute kommt ein bisschen stärker die Wehmut durch

Das ist vollkommen in Ordnung und auch normal in deinem Prozess. Vielleicht liegt es ja auch teilweise am Wetter.

Zitat von NeuesMitglied:
In meinen Augen hat all das eine sehr starke Verbindung ausgemacht und ich habe immer gedacht, dass wir beide das so sehen. Daher ist es wohl okay, dass ich daran zu knabbern habe.

Grade wenn man eine starke emotionale Verbindung hatte ist diese nicht so leicht und schnell zu kappen. Alles was du fühlst ist okay. Du bist noch dabei dein Leben zu organisieren und das alles zu verarbeiten.
Viele Dinge kann man niemals verstehen aber irgendwann wirst du es so akzeptieren können und dann stellst du dir keine weiteren Fragen mehr
Wut ist besser als Trauer, zumindest so lange sie nicht überhand nimmt. Die Wehmut wird vielleicht länger bleiben oder nie ganz verschwinden aber sie wird an Gewicht verlieren, das verspreche ich dir.
Mach weiterhin alles was dir gut tut und geh weiter deinen Weg, du machst das super!

Vor 2 Stunden • x 1 #71


NeuesMitglied


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Danke @Nicoletta_2

Ja insgesamt sehe ich mich auch auf einem sehr guten Weg.

Trotzdem ist es für mich etwas komisch, dass ich auf einmal wieder diese Bilder des letzten Jahres vor Augen habe. Die Urlaube und Trips, die wir letztes Jahr gemacht haben.

Ich bin stark abgelenkt durch die Arbeit und aus dem Nichts habe ich die Bilder vor Augen und es fühlt sich so an, als sei es gestern gewesen und als sei es ganz normal. Dann kickt die Realität rein.

Das hatte ich die letzten 1, 2 Wochen kaum noch und nun seit gestern wieder intensiver.

Vor 1 Stunde • #72


Nicoletta_2

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Zitat von NeuesMitglied:
Danke @Nicoletta_2 Ja insgesamt sehe ich mich auch auf einem sehr guten Weg. Trotzdem ist es für mich etwas komisch, dass ich auf einmal wieder ...

Mein Lieber, es ist vollkommen normal. Selbst ich habe das als mal noch, dass Erinnerungen an mir vorbei ziehen. Aber irgendwann tut es dir nicht mehr weh, sondern du lächelst, weil es einfach nur schöne Erinnerungen sind. Es fühlt sich auch irgendwann nicht mehr so an, als wäre es gestern gewesen, sondern als wären die Bilder aus einem anderen Leben. Immerhin verändert man sich in der Zeit nach der Trennung und wächst über sich hinaus.
Eine Verarbeitung ist nie gradlinig. Halte dir das vor Augen. Es ist wie ein wellenartiges verarbeiten. Es gibt gute und weniger gute Phasen. Es gibt Phasen, da wird man nicht von Erinnerungen heimgesucht und welche, da trifft es einen unvorbereitet. Es braucht einfach seine Zeit. Egal wie schlecht es dir zwischendrin gehen sollte, vergiss nie den Weg den du schon zurück gelegt hast

Vor 43 Minuten • x 1 #73


DerBote


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Zitat von NeuesMitglied:
Danke @Nicoletta_2 Ja insgesamt sehe ich mich auch auf einem sehr guten Weg. Trotzdem ist es für mich etwas komisch, dass ich auf einmal wieder ...


Kann ich absolut nachvollziehen. Mir geht es ganz genauso wie dir.
Urpötzlich landet man doch wieder in der Melancholie, im Tal der Tränen - ganz unvorbereitet.
Dann kommen bei mir die Zweifel, ob das alles richtig läuft. Ob die Trennung sein musste, ob ich wirklich verarbeite oder mich nur im Kreis drehe usw.
Ich vergesse dann gerne mal welche Fortschritte ich gemacht habe, und wie oft ich doch mittlerweile ganz gut mit der neuen Situation umgehe.
Manchmal frage ich mich auch, ob ich nicht unbewusst am Schmerz festhalte, weil er mich mit der Vergangenheit verbindet, die ich nur schwer loslassen kann.

Vor 21 Minuten • x 1 #74



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