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3 Monate nach der Trennung - weiterer Weg

Lukas_92

Lukas_92


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Zitat von NeuesMitglied:
Und, was es für mich sehr schwer macht (da so etwas für mich nie in Frage kommen würde): Beziehungsende am Telefon sowie zu sehen, dass sie einige Tage nach dem Ende bei einem anderen ist (was sie am Ende auf mehrfache Nachfrage geleugnet hat und mir sagte, da sei nichts :/)

Oweiowei, der Klassiker und dazu noch das plötzliche Ende. Das ist mit unter die schlimmste Art der Trennung wie ich finde. Kannte das bis vor 6 Monaten auch noch nicht...

Ich stimme hier viele meiner Vorgänger zu, ein wirkliches Heilmittel gibt es nicht, nur aushalten und durchstehen. Viel reden hilft am meisten. Ich habe anfangs auch darüber gelacht, als mein Vater mir sagte (der ähnliches durchgemacht hat) das wird 1 Jahr dauern bis du das durch hast, leider muss ich das mittlerweile bestätigen, ich kann sagen, nach 6 Monaten habe ich gut die Hälfte verarbeitet und einiges vergessen.

Das Einzige was mir wirklich half, das ich den Schmerz als ein Bestandteil von mir akzeptiert habe.

Zitat von NeuesMitglied:
1 - Erinnerungen, gemeinsam Erlebtes, Sachen, die uns eng verbunden haben und immer die Frage: "Warum muss das wirklich einfach so weg sein?"

2 - das Körperliche - vermisst ihr euren Expartner teilweise auch in diesem Maße? Realisiert, dass das, was ihr gerne hattet, nie mehr da sein wird mit dieser Person. Man kannte sich doch in und auswendig und plötzlich: Weg

3 - sehr schmerzhaft ist für mich weiterhin die Erkenntnis, dass dieses Körperliche nach so langer Zeit direkt mit einer anderen Person gelebt wird. Das fühlt sich einfach unfassbar an - es fühlt sich so falsch an, dass es von heute auf morgen von mir zu jemand anderem ging :/


Punkt 2 und 3 sind besonders schlimm. Mann kann es vergleichen mit einer Dro. die man nicht mehr bekommt und wer anderes sie einnimmt.

17.05.2021 12:34 • x 2 #76


Sallys


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Ich finde es wichtig, dass doch Unterschied und ein Fortschritt zu merken und vor allem spürbar ist - und das ist ja der Fall!:)
Es wird immer Situationen/Dinge/Orte geben, die einen immer wieder etwas "zurück werfen". Aber ich denke, wenn dies nicht so wäre, dann hätte dir die Beziehungen auch nichts bedeutet...
Ich glaube es hilft wirklich nur sich so gut wie möglich mitzuteilen und abzulenken...
Alles Liebe weiterhin!

17.05.2021 15:52 • x 2 #77



3 Monate nach der Trennung - weiterer Weg

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NeuesMitglied


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Zitat von Sallys:
Ich finde es wichtig, dass doch Unterschied und ein Fortschritt zu merken und vor allem spürbar ist - und das ist ja der Fall!:) Es wird immer Situationen/Dinge/Orte geben, die einen immer wieder etwas "zurück werfen". Aber ich denke, wenn dies nicht so wäre, dann hätte dir die Beziehungen auch nichts ...


Danke dir

Irgendwie bin ich seit ein paar Tagen wieder ein wenig in einem Tief.
Gerade wird mir klar, dass all das, was man sich über so lange Zeit aufgebaut hat, einfach weg ist. Ich hatte einfach immer das Gefühl, dass wir zusammengehören und auch alles, was wir erlebt haben, uns eng verbindet. Für mich war all das sehr bedeutsam und wichtig. Zu realisieren, dass sie sich dem entzieht und weg ist, kickt gerade irgendwie noch einmal ganz besonders rein.

Ich habe mich in den letzten Tagen und Wochen gut abgelenkt. Manchmal habe ich dann aber das Gefühl, dass genau nach der Ablenkung, wenn man eben nicht daran denkt, der Hammer umso stärker kommt. Und wenn es die Situation ist, dass man irgendwo unterwegs war, es sich normal anfühlt, man nach Hause fährt und dann merkt: "Oh *beep* - da fehlt ja was". Ich fühle mich zurückgeworfen und bin momentan eine Mischung aus wehmütig, wütend und enttäuscht. Ich hoffe, dass auch diese Phase schnell wieder vorbei geht

18.05.2021 09:29 • x 2 #78


Heffalump

Heffalump


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Zitat von NeuesMitglied:
Ich hoffe, dass auch diese Phase schnell wieder vorbei geht

Es gibt immer dieses Auf + Ab, aber wenn du gut beobachtest - erkennst du, die abstände werden länger

18.05.2021 09:42 • x 1 #79


Nicoletta_2

Nicoletta_2


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Die Rückschläge treffen einen immer unerwartet. Man hat die Phase, in der es einem relativ gut geht und aus dem Nichts heraus, träumt man oder wird von Erinnerungen heimgesucht. Es ist normal und wie @Heffalump schreibt: die Abstände werden immer größer.
Rückschläge sind keine Rückschritte. Man vergisst nur sehr schnell den Weg den man schon zurückgelegt hat.
Du realisierst immer mehr die Tragweite, akzeptierst die Situation und bist eben wehmütig und traurig, weil sich deine Träume/Pläne mit ihr in Luft aufgelöst haben. Es ist okay. Mach weiterhin das was dir gut tut. Du musst jetzt erstmal lernen, wer du ohne sie bist. Immerhin hat sie dich 8 Jahre lang auf deinem Weg begleitet und ihr seid zusammen gereift/erwachsen geworden.

18.05.2021 11:14 • x 1 #80


NeuesMitglied


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Zitat von Nicoletta_2:
Du realisierst immer mehr die Tragweite, akzeptierst die Situation und bist eben wehmütig und traurig, weil sich deine Träume/Pläne mit ihr in Luft aufgelöst haben.


Danke - das ist der Satz, der meine Situation gerade glaube ich am treffendsten beschreibt: Ich realisiere die Tragweite.

Und das tut gerade noch einmal besonders weh. Vielleicht ist es das Wetter. Vielleicht ist es der Aspekt, dass wir genau vor einem Jahr in einen kleinen Kurzurlaub nach dem ersten Lockdown gefahren sind, den ich sehr gemocht habe.

Auf jeden Fall habe ich seit ein paar Tagen wieder das Gedankenkarrussel angeworfen (unfreiwillig). Ich wünsche mir schöneres und wärmeres Wetter, um mich wieder mehr draußen ablenken zu können.

19.05.2021 09:10 • x 2 #81


NeuesMitglied


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Ihr merkt, dass die Abstände, zu denen ich mich hier melde, länger werden. Ich deute das als insgesamt gutes Zeichen.

Heute ist wieder so ein Tag, der allerdings mit voller Wucht reindrückt. Und ich weiß nicht, was der Auslöser ist. Ich sitze am Schreibtisch, draußen regnet es, vielleicht liegt es daran.

Mir kommen aus dem Nichts Gedanken an Urlaube vor 2 Jahren, wie wir in einem Café sitzen. Dadurch, dass man sich die Fotos häufig angesehen hat, hat man einfach das exakte Bild vor Augen. Junge, tut das gerade weh, zu realisieren, dass dieses "normale Leben" eben nicht mehr da ist. Aus dem Nichts.

Dass sie sich so eiskalt entfernt hat und offenbar kein Problem damit hat, mich hinter ihr zu lassen. Puh, heute ist wirklich krass.

25.05.2021 11:16 • x 2 #82


Lukas_92

Lukas_92


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Es liegt leider daran, das man sich leider nur an die guten Momente und Emotionen erinnert und nicht an die Schlechten.
Wenn bei mir diese Gedanken hochkommen, erinnere ich mich an den schlimmsten Streit, das hilft wirklich ein bisschen.

Und ja Rückschläge sind leider normal, man hat mal 1-2 Wochen dabei wo alles gut ist, dann kommt wie ein Trigger und schwupp das Gedankenkarussell.

Aber halte Dir vor Augen wie es Dir vor 2-3 Monaten ging und jetzt?

25.05.2021 11:47 • x 1 #83


NeuesMitglied


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Zitat von Lukas_92:
Aber halte Dir vor Augen wie es Dir vor 2-3 Monaten ging und jetzt?


Ohja, das ist ein himmelweiter Unterschied. Definitiv. Die Fortschritte sind erkennbar.

Das Gedankenkarussell mit eigenen Vorwürfen wird auch definitiv schwächer.

Bei mir muss einfach noch im Kopf ankommen, dass im Nachhinein die Dinge sowieso viel größer und klarer wirken, als in der jeweiligen Situation. Es ist ja fast logisch, dass man nun denkt, die Gründe der Trennung zu erkennen und sich fragt, warum man dies oder das nicht anders gemacht hat. Aber in den ganzen Jahren hätte ich niemals mit dem Ende der Beziehung gerechnet, sondern es gab so viele schöne Momente. Daher ging es gar nicht anders.
Und dennoch gewichtet mein Gehirn gerade so extrem diese Punkte. Statt 95-5 für die positiven Sachen habe ich gerade 95-5 die Punkte vor Augen, wo man sich denkt "Ja hätte man das nicht anders machen können?".
Diesen Turnaround muss ich irgendwie noch bewerkstelligen - das wäre glaube ich das wichtigste für mich!

25.05.2021 11:56 • #84


Lukas_92

Lukas_92


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Das Problem ist ja das das Ganze ein schleichender Prozess ist. Du hättest da nichts ändern kennen, du bist halt nun Mal so wie du bist und das ist auch gut so . Weist du du musst ja auch so denken, glaubst du deine Ex würde an sich etwas ändern um diese Beziehung retten zu können? Die Entscheidung von Ihr liegt sicherlich 1 Jahr schon zurück, und dann war Sie immer an grübeln, hmm du jetzt der richtige usw. Dann werden immer mehr Gründe gesammelt bis halt der Krug am Brunnen bricht.

Weist du ich habe auch mindestens 6 Monate daran rumgekaut und immer wieder kam mir der Gedanke, wäre ich halt anders gewesen. Das bringt aber nichts. Man ist der der man ist und wenn man jetzt keinen größeren Fehler begeht wie Fremdgehen usw. dann man daran auch keine Schuld, dann war man halt (Leider) nicht der richtige Partner. Was bringt es einem sich in der Beziehung zu verstellen (Damit meine ich natürlich keine Hausverstandssachen, wie das man ordentlicher im gemeinsamen Haushalt wird usw.) , allein der Beziehung willen um diese Aufrecht zu halten. Daran zerbricht man ja auf Dauer auch und wenn dann die Beziehung auch bricht, ist man dann noch hoffnungsloser.

Ich würde eher ein Hauptproblem bei uns Männer (gibt's natürlich bei Frauen auch, aber höre ich nicht so oft) sagen, das wir oft zu sehr an den Partner hängen und in der Beziehung dann insgeheim unser Gesicht verlieren, was dann aber leider insgeheim Unattraktivität schafft. Das ist vielleicht der Punkt an dem man in künftige Beziehungen arbeiten kann aber ansonsten wie ich oben beschrieben habe, ist man der der man ist.

25.05.2021 13:54 • x 1 #85


Sallys


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Also ich kenne die andere Seite:
Bei mir war es genau umgekehrt- da ist ER gegangen und ich bleibe zurück.
Aber ich sehe das so wie Lukas_92: Das fangt wesentlich früher an im Kopf zu arbeiten, bis man schlussendlich den Schlussstrich zieht. Man denkt sich halt oft nichts dabei und macht einfach weiter, doch irgendwann ist Fass voll. Somit konnte man nix mehr verhindern...
Aber wenn du einen Fortschritt siehst zu deinem Zustand jetzt als
einigen Wochen davor ist das doch super. Rückschläge wird es immer geben...hab grad auch solche Tage, wo ich das Gefühl habe dass es mich wieder zurück wirft:(
Auch hier mache ich es wie Lukas_92 beschreibt: ich versuche an die nicht so tollen Sachen zu denken... Und davon gibt es genug

25.05.2021 16:02 • x 1 #86


NeuesMitglied


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Hallo zusammen,
noch einmal ein Lebenszeichen von mir.
Ich war nun für eine Woche am Meer, das hat mir insgesamt sehr gut getan und mich gut abgelenkt. Allerdings waren die Gedanken natürlich gewissermaßen immer noch im Kopf und Begleiter. Es gab einige Momente, die mich sehr getriggert haben, da wir vor einigen Jahren einmal gemeinsam dort waren. Aber sehen wir es als Konfrontationstherapie

Ich bin nun wieder zu Hause und direkt mit vielen Gedanken im Kopf wach geworden. Da sind vor allem:

- Krass, dass das Leben, was wir uns aufgebaut haben, so einfach weg ist. Alles, was wir gemeinsam hatten.

- Kennt ihr das Gefühl, dass man doch eigentlich noch über so viel hätte reden wollen. Die ganzen Erinnerungen können nun nicht mehr mit ihr geteilt werden. Keine gemeinsame Vorfreude etc. mehr.

- Es ist heute sehr grau, vielleicht tut das ihr übriges dazu. Aber ich erinnere mich an die letzten Urlaube, die noch so schön und waren. Und zu wissen, dass sie dort schon am zweifeln war oder wusste, was kommt, schmerzt ungemein.

Ich werde mich heute mit einem Freund treffen, das sollte weiter Ablenkung geben.
Es fühlt sich leider noch immer teilweise surreal an. In manchen Momenten so, als ob alles noch normal ist. Und dann kickt recht schmerzhaft die Realität ein. Niemals hätte ich damit gerechnet und das macht es auch jetzt teilweise noch schwer, auch wenn die schönen Momente immer mehr werden und ich auch, wenn ich abgelenkt bin, befreit lachen kann.
Nur irgendwie kann ich mir gersde nicht vorstellen, jemand anderen an meiner Seite zu haben. Gefühlt scheint mir Daten und Kennenlernen und alles, was dazu gehört, fast "zu anstrengend", da ich ja alles hatte und kurz vor den nächsten Schritten stand. Ich hoffe, dass auch da irgendwann der Schalter umgelegt wird

06.06.2021 10:47 • x 2 #87


Nicoletta_2

Nicoletta_2


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Gib dir einfach Zeit, du bist noch nicht soweit und das ist vollkommen okay. Es ist nicht schlimm, dass du dir grade niemand anderen an deiner Seite vorstellen kannst. Das mit dem Kennenlernen ist mir tatsächlich auch viel zu anstrengend momentan, ich weiß absolut was du meinst.
Du siehst aber deinen Fortschritt trotz allem und das ist gut so! Rückschläge werden vermutlich noch ein paar kommen aber selbst das wirst du schaffen

06.06.2021 13:24 • x 1 #88


Sallys


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Ich sehe das genauso und merke es auch bei mir: je mehr Zeit vergeht umso "leichter" wird es. Nach dem Motto Step by Step... Und so ist es auch tatsächlich.
Rückschläge wird es denke ich immer geben, aber man kommt mit der Zeit besser damit klar.
Wenn man deine ersten Nachrichten liest und dann deine letzte hier merkt man doch, dass sich einiges geändert hat- ich denke das ist dass wichtigste!
Hauptsache nicht an einem Punkt hängen bleiben sondern brav weitermachen

06.06.2021 13:45 • x 1 #89


NeuesMitglied


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Zitat von Sallys:
Wenn man deine ersten Nachrichten liest und dann deine letzte hier merkt man doch, dass sich einiges geändert hat- ich denke das ist dass wichtigste!

Danke, das ist eine Aussage, die mir sehr hilft.

Wenn ich mich betrachte und vergleiche, wie es mir nach 1 Woche, 1 Monat, 3 Monaten und jetzt geht, sehe ich natürlich auch massive Fortschritte. Ich kann schon wieder lachen etc.

Mir fehlt nur in vielen Momenten das Zusammenleben, das Reden über Erlebtes etc. Wir hatten so viele Insider aus verschiedenen Urlauben - wenn ich darüber nachdenke, wird mir teilweise schlecht. Es wirkt dann noch so, als ob es eigentlich gestern war. So, als ob es ja noch ganz real ist und dann realisiert man immer und immer wieder aufs Neue, dass es eben nicht mehr real ist. Das tut dann sehr weh.

Teilweise habe ich auch einfach das Gefühl: "Krass. Wir haben so lange zusammengelebt, dann trennt sie sich und seitdem haben wir uns noch 2 x ganz kurz gesehen und ein paar Mal nüchtern Kontakt gehabt." - Gefühlt ist da noch so viel, worüber man reden will. Mit Vernunft und Ruhe betrachtet ist mir natürlich bewusst, dass dieses Sprechen nicht mehr möglich ist. Dass es nichts bringen würde. Dass es nur noch mehr verletzen würde. Aber es ist einfach so ein absurdes Gefühl, dass sich das Leben so schlagartig verändert und dass einem von Jetzt auf Gleich so der Spiegel vorgehalten wird, dass sie einen verlässt, weil sie scheinbar Dinge so sehr gestört haben.

Ich bin einfach jemand, der viel nachdenkt und versucht, alles auf die Goldwaage zu legen. Die Dinge, die für mich wichtig waren und eine Beziehung ausmachen, hatten für sie scheinbar einen anderen Stellenwert und andere Punkte, die für mich gar kein Problem waren, haben bei ihr offenbar zum Ende geführt. Ich werde nie ganz herausfinden, was wie war, daher sollte ich auch versuchen, mir nicht den Kopf zu zerbrechen darüber. Und dennoch fällt das in ruhigen Momenten durchaus schwer.

Wünsche euch einen schönen Tag

08.06.2021 08:50 • x 1 #90



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