Warum ist die Ex geldgierig, wenn sie vom Vater Alimente fordert? Dafür zahlt sie dann ja auch KiGa-Gebühren, Schulsachen, Kleidung, Sportverein, Versicherungen, etc.
Wie kommt es, dass bei 50:50 Wechselmodell die Väter automatisch davon ausgehen, das Leben mit Kindern müsste nun für sie günstiger werden und die Mütter müssten diesen Gewinn ausgleichen?
Ist doch klar, dass es nach einer Trennung für alle Beteiligten teurer und anstrengender wird. Wenn einem das klar ist, bemüht man sich auch mehr um Partner und Familie.
Und wenn die Kindsmütter nach der Trennung besser dastehen als vorher, dann war die Ehe aus deren Sicht ja echt besch***en und die Trennung lange fällig.
In normalen Familien geht's nach der Trennung erstmal allen Beteiligten schlechter, bis sich neue Partner finden und die Eltern wieder glücklich sind und über die neuen Partner auch ein Stück weit entlastet. Das wäre der Normalfall.
@MAundFL: Wird da nicht die Enttäuschung, dass die Ex sich getrennt bzw. einen Neuen hat, von Dir mit der Elternebene vermischt?
In der Ehe galt doch auch nicht, dass die Kinder nur dann neue Möbel fürs Kinderzimmer bekommen haben, wenn Mama zum Papa lieb war. Warum also jetzt Alimente für Kinder(!) kürzen, weil sie nicht mehr Deine Frau sein will.
Oder geht mit dem verlorenen Vertrauen aus der Paarebene auch das Vertrauen verloren, dass die Mutter die Alimente genauso gut oder schlecht für die Kinder ausgeben wird, wie sie es zu Familienzeiten getan hat? Wäre dann ja wieder die Vermischung der zwei Ebenen.
Meist lag das Organisatorische der Kinder eben doch die ganze Zeit überwiegend bei der Mutter, auch wenn Väter ihre Anteile daran häufig sehr hoch einschätzen.
Bei den Ex-Paaren, wo der "mental load" für die Familie schon während der Ehe wirklich gerecht aufgeteilt war, klappt es meist nach der Trennung mit 50:50, weil sich ja gar nicht viel ändern muss.
Nur bei den Paaren, in denen die Familiensorge überwiegend bei der Mutter lag, und der Vater nur zu bestimmten Zeiten, auf Hinweis, Erinnerung oder mit vorherigem Briefing in der Lage war, "mitzuhelfen", der Frau also nie den Rücken freigehalten hat, sperren sich die Frauen, nach der Trennung etwas daran zu ändern.
Und die Väter lassen dann die Kindsmutter über die Alimente spüren (bzw. versuchen es), wie verletzt sie darüber sind, als Mann und Familienvater, so wie sie waren, nicht genügt zu haben. Und glauben, jetzt nach der Trennung ein Recht darauf zu haben, das einseitig (und zu Lasten der Ex und der Kinder) ändern zu dürfen, wegen Gleichberechtigung.
Ich finde, das hat Geschmäckle. Denn entweder fühlt man sich der Frau und dem Kind gegenüber ab Geburt gleichberechtigt und gleichverpflichtet und handelt entsprechend.
Dann wäre die Trennung von diesem Mann und Vater aber auch ein echter Verlust für die Frau und käme nicht so häufig vor.
Oder man übernimmt nur einen Teil der Aufgaben und verlässt sich darauf, dass der Rest schon irgendwie erledigt wird. Dann aber bitte nicht ausgerechnet dann, wenn man dadurch Alimente sparen oder Macht über die Ex ausüben könnte, auf die Idee kommen, jetzt eine Gleichberechtigung einzufordern, wenn man die Gleichverpflichtung die Jahre vorher eher locker und nach dem "reicht doch auch"-Prinzip erfüllt hat.
Dass die Exen diesen Sinneswandel nach(!) der Trennung dann nicht mehr unterstützen, ist ja klar. Wieso sollten sie auch? Zum Wohle der Kinder? War das die Jahre vorher denn nicht genauso wichtig? Und dass JA, Gerichte und Co. das dann eben auch nicht mehr Ernst nehmen können, ist doch auch verständlich.
Um Kinder muss man sich halt ab dem ersten Tag und in voller Verantwortung für alles kümmern. Und nicht erst dann, wenn die Trennung ansteht und statt gemeinsam geführter Konten die Alimente aufs Konto der Mutter überwiesen werden soll.