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5 Jahre Ehe, 2 Kinder, jetzt Trennung - total am Boden

Familiendaddy

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Hallo zusammen!

Ich bin seit ziemlich genau seit 7 Jahren mit meiner Frau zusammen, seit 4,5 Jahren sind wir verheiratet. Wir waren mal das Dreamteam, wie wahrscheinlich in fast jeder Ehe. Meine Frau ist 26, ich bin 32.
Wir haben zwei Kinder, 2 und 4 Jahre alt.
Das letzte halbe Jahr war etwas schwierig - ich war mit der Gesamtsituation irgendwie unzufrieden und habe dementsprechend wenig f├╝r meine Frau ├╝brig gehabt. Aufgrund ihrer Nachtschichten haben wir uns wenig gesehen, ich war oft unzufrieden - abends allein daheim, Kids meist alleine ins Bett gebracht, Job fordert mich nicht, finanziell alles Spitz auf Knopf (hohe Miete im Umkreis M├╝nchen und beide recht konsumfreudig).
Das hat mich sehr belastet und da ich schon immer gern mal was getrunken habe, in diesen Momenten allerdings den Alk. zum "abt├Âten" der negativen Gedanken nutzte, habe ich einen gro├čen Fehler gemacht und war oft voll oder zumindest angetrunken als sie nach Hause kam.

Ich hab die Warnsignale nicht gecheckt und wir haben uns voneinander entfernt, was zu einem Teufelskreis gef├╝hrt hat.

Sie hatte einen psychischen Breakdown im November, da es einen schweren Schicksalsschlag im Umfeld gab, der ihre Vergangenheit aufgew├╝hlt hat und hatte dadurch psychologische Hilfe n├Âtig (die sie leider nach den ersten beiden Terminen nicht mehr wahrgenommen hat). Ich h├Ątte hier mehr f├╝r sie da sein m├╝ssen, sie konnte nirgends allein hin, ich musste im Bad bei ihr sein, ich musste beim Einkaufen dabei sein usw.
Da mir das in der Situation oft selbst zuviel war und wir grunds├Ątzlich viel zu wenig Zeit zu zweit hatten und sowieso nicht wirklich miteinander sprachen, sa├č ich dabei oft nur k├Ârperlich anwesend dabei.
Ich habe meine Hobbies vernachl├Ąssigt und mich aus Freundeskreisen zur├╝ckgezogen, war nur noch Arbeiten bis 17 Uhr, Kids bespa├čen bis 19 Uhr, dann ins Bett bringen, dann in Selbstzweifel versinken oder die Selbstzweifel zu ertr├Ąnken.

Zu diesem Punkt war es eigentlich schon vorbei. Wir hatten noch ein tolles Weihnachtsfest, aber irgendwann kam der gro├če Knall Anfang Januar und es war vorbei. Ab diesem Zeitpunkt getrennte Betten usw.

Wenn man das alles so liest, h├Ârt es sich an wie die Horror-Ehe schlechthin - allerdings hatten wir abgesehen vom oben geschriebenen auch soviel tolle Zeit, sowohl zu zweit als auch zu viert. Sie wollte Mitte letzten Jahres sogar noch ein drittes Kind, was ich ihr aber ausgeredet habe (w├Ąre mir zuviel gewesen). Wir haben im Oktober noch zusammen einen alten Wohnwagen gekauft und in zig Stunden gemeinsam hergerichtet. Haben f├╝r 2020 schon zwei Urlaube gebucht gehabt damit.

Meine Kinder sind mein Ein und Alles und auch meine Frau betont selbst jetzt t├Ąglich, dass ich der beste Vater bin, den sie sich f├╝r die Kinder vorstellen kann - das ist auch tats├Ąchlich die Realit├Ąt. Wir haben uns in der Erziehung sehr gut erg├Ąnzt und unterst├╝tzt.

Ein sehr gro├čer Fehler der vergangenen Monate war, dass ich den Ernst der Lage nicht verstanden habe und sie da bereits St├╝ck f├╝r St├╝ck damit abgeschlossen hat.
Ich h├Ątte mir viel eher professionelle Hilfe holen m├╝ssen - aber wir M├Ąnner merken so etwas immer erst, wenn es zu sp├Ąt ist anscheinend.

Wir waren nach au├čen die perfekte Familie, jeder liebte uns, hatten viele Freunde

Wir haben einen Eheberatungstermin f├╝r Anfang M├Ąrz ausgemacht, ich habe die Trinkerei in den Griff bekommen und mich bewusst mit allem auseinander gesetzt - Es hat Klick gemacht. Ich habe pl├Âtzlich klar gesehen was los ist, ich habe gemerkt, dass ich mir v├Âllig grundlos einen Stress gemacht habe und mein Leben ansich toll war, ich kann nicht mehr nachvollziehen, warum ich unzufrieden war.
So, jetzt war der Punkt gekommen, an dem wir an der Ehe arbeiten wollten.

Wir haben so offen und ehrlich wie noch nie gesprochen, viele viele Punkte ausmerzen k├Ânnen und waren uns mittlerweile fast im Reinen - ich hatte Hoffnung und war bereit, zu k├Ąmpfen. Sie hatte allerdings ihre Energie f├╝rs K├Ąmpfen bereits im letzten halben Jahr verbraucht wie ich jetzt merke.

Und seit letzter Woche hat sie Gef├╝hle f├╝r einen gemeinsamen Kumpel, der sich ebenfalls von seiner Frau mit Kind getrennt hat - das ganze allerdings unglaublich selbstsicher wegsteckt. Er hat wohl oft mit ihr geredet und war f├╝r sie da, was sie von mir so wohl nicht mehr kannte. War das letzte halbe Jahr zuviel mit mir selbst besch├Ąftigt und oftmals einfach dumm und habe nicht gesch├Ątzt, was ich an meiner Familie hatte - machte mir zuviel Sorgen um alles, ohne es auszusprechen, hatte ein Karussell im Kopf und habe dadurch alles kaputt gemacht.

Ich habe das nicht von ihr erfahren sondern durch Zufall. als sie von Arbeit nach Hause haben wir viel gestritten.
Nachdem sich die Wogen gegl├Ąttet hatten, haben wir die letzten 4 Tage jeden Abend miteinander gesprochen.

Ihr tut alles unglaublich leid und Sie hat mich sehr gerne, aber kann keine Beziehung mehr eingehen.
Ich bin jetzt aber an dem Punkt, an dem ich merke, was ich mir da alles verbockt habe und falle in ein tiefes Loch.

Ich schlafe nicht mehr, esse kaum noch, geh w├Ąhrend der Arbeit regelm├Ą├čig mich auf der Toilette einsperren um zu heulen.

W├Ąre es eine Beziehung ohne Ehe und ohne Kinder, w├╝rde ich sagen okay, Strich drunter, 3 Monate trauern, Krone richten, weitergehen. Bin zu gro├čen Teilen ja auch selbst schuld an der Misere.

Nachdem ich selbst aber nicht die Chance hatte zu k├Ąmpfen, da ich es erst verstanden hatte, als der Schlussstrich f├╝r sie gezogen war, f├╝hlt sich das f├╝r mich dennoch unfair an.
Ich habe keine Gelegenheit, zu beweisen, dass ich aus meinem Loch herausgekommen bin. Ich habe wieder Kumpelabende, ich hab wieder Spa├č an der Arbeit und vor allem habe ich das Verlangen nach meiner Frau wiederbekommen. Ich w├╝rde am Liebsten st├Ąndig bei ihr sein, mit ihr lachen, Sp├Ą├če machen, zusammen kochen, Familienausfl├╝ge machen usw.

Im Prinzip l├Ąuft es tats├Ąchlich auch ab und an noch so - wir wohnen in einer gemieteten Doppelhaush├Ąlfte und k├Ânnen uns den Auszug aktuell noch nicht mal leisten. Das hei├čt f├╝r die Kinder spielen wir heile Welt und abends wenn sie im Bett sind landen wir meist am gemeinsamen Tisch und reden, reden, reden.

Wir schauen abends teilweise sogar noch zusammen TV - sie tr├Ągt aber ihren Ehering nicht mehr und schreibt vermutlich mit dem "Neuen", mit dem zwar noch nix lief, da er ebenfalls noch in der gemeinsamen Wohnung mit seiner Exfreundin wohnt, aber Gef├╝hle sind Gef├╝hle.
Wir haben gemeinsames Konto, helfen uns bei Problemen, sie ruft mich sogar noch manchmal an.
Aufgrund der Kinder habe ich beschlossen, aktuell mit ihr wie ein "Kumpel" umzugehen - alles andere macht es nur noch komplizierter.

Das ist allerdings wahnsinnig schwer, da ich innerlich sehr verletzt, gekr├Ąnkt bin und vor Liebeskummer, Zukunfts├Ąngsten, Verlust├Ąngsten - und wiedermal - finanziellen Problemen in unglaublich gr├Â├čerem Ausma├č zerm├╝rbt bin.

Fakt ist wohl, was mir auch alle au├čenstehenden best├Ątigen, der Zug ist abgefahren. Da ist keine Gegenliebe mehr zu erwarten.

Ich w├╝rde die Familie gern retten, w├╝rde kitten was zu kitten geht, allein der Kinder zuliebe w├╝rde ich Monate, Jahre an Kampf investieren, um zu dem Level von vor einem Jahr zur├╝ckzukommen.
Aber f├╝r sie ist es wohl vorbei.

Wir wissen beide nicht, wie es weiter gehen soll. Allein das Thema Auszug, Trennungsunterhalt und Kinder wird uns komplett in andere Sph├Ąren beamen - nur sie m├Âchte den Schritt gehen, ich muss mitziehen ob ich will oder nicht.

Das hei├čt, ich zerst├Âre gerade systematisch alles was mir wichtig ist, Kinder - Frau - Familie - Ehe - Haus - Umfeld usw., ich muss proaktiv gegen alles angehen, was ich mir nie vorstellen konnte. F├╝r mich gab es das Scheitern in unserer Ehe nicht, wir waren doch perfekt?! (dachte ich zumindest) Sowas passiert doch nur anderen.

Vor einem halben Jahr haben wir noch dar├╝ber gelacht, dass ├╝berm Frauenarzt ein Familientherapieb├╝ro ist und dar├╝ber ein Rechtsanwalt f├╝r Scheidungen. Heute habe ich dort einen Termin f├╝r mich ausgemacht.

Meine Frau meint, sie m├Âchte eine faire Trennung. Sie m├Âchte nicht den gesamten Trennungsunterhalt, der ihr zu steht. Ihrer Freundin erz├Ąhlte sie zun├Ąchst, sie w├╝rde ganz darauf verzichten, auf deren Dr├Ąngen ist sie davon jedoch wieder abgekommen.

Fakt ist, mit Unterhalt der Kinder m├╝sste ich ihr im ersten Jahr monatlich ca. 1700 Euro ├╝berweisen. Das w├Ąre mein finanzieller Ruin. mir w├╝rde nicht genug ├╝brig bleiben, um die Fixkosten und IRGENDEINE Wohnung im Umkreis von 50km bezahlen zu k├Ânnen - selbst WG-Zimmer sind zu teuer.

Ich m├Âchte aber eine Wohnung, mit zumindest einem dritten Zimmer, damit meine Kinder mich ├╝ber Nacht besuchen d├╝rfen.
Meine Frau meinte auch, ich darf die Kinder jederzeit haben. Durch ihre unregelm├Ą├čigen Nachtschichten w├╝rde es sowieso so kommen, dass die Kids auch mal unter der Woche bei mir bleiben w├╝rden.

Da ich hier aber schon viel zu viele Horrorstories gelesen habe, habe ich dennoch allein einen Termin beim Anwalt ausgemacht, damit ich wirklich wei├č, was da noch alles auf mich zukommt.

Mein Problem ist allerdings, dass ich noch nicht mal mit dem Liebeskummer zurecht komme - geschweige denn damit, proaktiv meine Familie auseinanderzubringen.
Ich verstehe mit meinem Kopf, dass es zuviel war. Dass es kein Zur├╝ck mehr gibt. Dass es vorbei ist.
Die Konsequenzen erkenne ich aber erst jetzt. Ich werde alles verlieren. Meine Kinder nicht so gro├čziehen k├Ânnen, wie ich es immer vorhatte. Nicht bis zum Lebensende mit dieser Frau verheiratet sein.
Jetzt f├╝hlt sich jeder noch so kleine Grashalm als Hoffnungsschimmer am Horizont an - was nat├╝rlich quatsch ist.

Es wird auseinander gehen und es gibt keinen Weg, das zu vermeiden.

Aber mein Herz m├Âchte das nicht. Ich bin nur noch in einer Spirale Richtung Boden. Ich habe Momente, da seh ich klar. Ich mache Termine aus, ich kl├Ąre mit ihr die n├Ąchsten 14 Tage, wer wann frei hat und wer wann die Kinder hat. Ich rede abends mit ihr ├╝ber meinen Tag, ├╝ber ihren Tag, ├╝ber die Kinder, ├╝ber lustige Erlebnisse usw. Wir planen das gezielte Auseinandergehen, um einen Rosenkrieg zu vermeiden und jedem ein faires ├ťberleben zu sichern.

Aber ich renne auch mehrmals am Tag in der Arbeit auf die Toilette, weil ich in Tr├Ąnen ausbreche und nicht mehr kann. Meine N├Ąchte sind der Horror. Kleinigkeiten holen mich innerhalb von Sekunden ins Tal der Tr├Ąnen, wenn sie mich an irgendwas gemeinsames erinnern. Wir hatten eine wundervolle Ehe, wir haben sehr sehr viel miteinander erlebt - irgendwann kam ein Punkt, an dem sich das gedreht hat. Aber ich habs mir sch├Ân geredet, sch├Ân gesoffen, keine Ahnung. Verdr├Ąngung halt. Und dann kam der Tag, an dem ich vor vollendeten Tatsachen stand und keine Chance mehr auf Besserung, Wiedergutmachung, Kampf hatte.

Ich bin am Boden. Und die Aussicht in die Zukunft zeigt mir, das war noch lange nicht alles. der Spa├č f├Ąngt jetzt erst an. Und das obwohl ich das alles nicht will.

Ich kann nicht aufh├Âren zu schreiben, aber den Rest hebe ich mir f├╝r weitere Beitr├Ąge auf. Sonst liest das hier doch eh keiner.


Vielen Dank f├╝r eure Aufmerksamkeit. Ich w├╝nsche euch einen besseren Tag als mir.


P.S.: ich war vor einigen Jahren schonmal hier angemeldet, da ging es damals nach 4j├Ąhriger Beziehung auseinander. Das war allerdings absolut kein Vergleich zu meiner Situation jetzt.

19.02.2020 14:28 • x 16 #1


Isely

Isely


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Zitat von Familiendaddy:
Ich kann nicht aufh├Âren zu schreiben, aber den Rest hebe ich mir f├╝r weitere Beitr├Ąge auf. Sonst liest das hier doch eh keiner.


Hallo erstmal,
nat├╝rlich wird hier eifrig gelesen und ich denke es werden viele gute Ratschl├Ąge gegeben und ein wenig Trost sitzt auch noch drin..

Puuuh ,, heftig, das tut mir vor eure Familie und f├╝r dich nat├╝rlich leid.
Der ber├╝hmte Teppich der nun weggezogen wurde.
Es h├Ârt sich alles nach ein wenig zu sp├Ąt f├╝r alles an, dass gebe ich zu.
Also ihre Entscheidung ist endg├╝ltig ?

Glaubst du diese trifft sie nur wegen deinem und eurem ( muss so was immer sein? ) gemeinsamen Freund mit dem sie was hat ?

19.02.2020 14:39 • #2



5 Jahre Ehe, 2 Kinder, jetzt Trennung - total am Boden

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Marketing100


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Das tut mir sehr leid f├╝r Dich!

Ich nehme an, sie hat/hatte eine Panikst├Ârung/Angstst├Ârung - da Du meintest, sie konnte nirgendwo allein hin.
Wenn dem so ist, wird man eigentlich psychologisch/medikament├Âs eingestellt.
Laut Deiner aussage hat sie dies jedoch abgebrochen; daher nehme ich an, sie/Ihr habt euch da allein durchgek├Ąmpft.
Vergiss es. Das klappt nicht.

Des weiteren ist mir aufgefallen, dasas ihr sehr jung zusammen gekommen seid; sie war 19 - korrekt?

Solche Beziehungen/Ehen gehen heute leider schneller in die Br├╝che, da man sich doch noch weiter/anders entwickelt.

Ich dachte mir schon im 1. Drittel Deines Textes - ob nicht gleich eine Passage mit Fremdverlieben kommt.
Dem ist leider auch so.

In diesem Moment kannst Du leider nix machen - Deine Frau ist nun wie im (Liebes-) Rausch.

Denke auch, dass es sich nicht erst seit einer Woche so verh├Ąlt.

Wahrscheinlich fing dies bereits Ende letzten Jahres an. Das wirst Du aber so nie erfahren - Salamitaktik.

Es wird Dir im Falle einer Scheidung in jedem Falle ein Selbstbehalt von ca. 1.150 Euro verbleiben.
Gibt Rechner f├╝r die "D├╝sseldorfer Tabelle" - Unterhalt f├╝r Dein (Ex-)Frau wird nicht ewig gehen.

Lass Dich in jedem Falle anwaltlich beraten ..

19.02.2020 14:43 • x 3 #3


Isely

Isely


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Warum eigentlich so viel Unterhalt ? Deine Frau geht doch auch arbeiten?

Versteh mich nicht falsch, rein moralisch bin ich immer der Meinung wenn einer gehen will , dann darf er auch f├╝r sich allein sorgen, grossz├╝gigen Unterhalt gerade f├╝r kleine Kinder finde ich ja immer nobel, aber f├╝r sich selbst ?
Sie m├Âchte dieses Lebensmodell nun nicht mehr , dann ja bitte, sie kann und darf selbst Sorge tragen.
Sie ist ja keiner Gewalt ausgesetzt worden, und wenn ich da den Bettel hinschmeisse, weil mir pl├Âtzlich die Fl├Âhe im Pelz sitzen, dann belaste ich den Partner nicht auch noch, mit Forderungen.

Nein, ich will dich nicht aufhetzen, aber denk mal dar├╝ber nach , ob du da so einfach alles schlucken musst.
Nat├╝rlich muss du dich anwaltlich beraten lassen, es kann ja auch durchaus sein, dass sie da Unterhalt verlangen kann, dann ist das eben so, aber ich w├╝rde da nicht von vorne herein, schon die Spendierhosen ├Âffnen.

19.02.2020 14:51 • x 5 #4


Traumwandler


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Ich w├╝rde nicht die schuld ausschliesslich bei dir suchen. Es braucht immer 2. und miteinander sprechen und probleme l├Âsen, m├╝ssen beide wollen. Klar gab es scheinbar bei euch eine schwierige zeit, aber deshalb alles in frage stellen und abhauen?
Mein lieber, was ich jetzt sage wird dir nicht helfen, aber vielleicht ist es eine m├Âglichkeit, diese neuartige tatsache zu akzeptieren.
Heutzutage wird heftig applaudiert, wenn sich eine frau aus einer scheinbar kaputten ehe verabschiedet. Doch was ist eine kaputte ehe/beziehung? F├╝r mich h├Ârt sich deine geschichte l├Âsbar an.
Und legen wir mal die fakten auf den tisch, es sind fast immer frauen, die den hut nehmen. Weshalb tun sie das und zerst├Âren familien? Weil sie es mittlerweile k├Ânnen, der zeitgeist ermutigt sie nach vielen jahren der unterdr├╝ckung auszubrechen und geben ihnen in ihrem handeln recht. Schon kleine probleme sind heute grund genug, sich aus der beziehung zu verabschieden. Denn irgendwo findet sich immer jemanden, dem es ├Ąhnlich geht. Da sich viele frauen mit anderen vergleichen, nehmen sie deren aussichtslosigkeit in deren beziehung als die eigene wahr. Auch wenn es auf die eigene beziehung nicht zutrifft. Was kann mann tun? Sich um die kinder k├╝mmern und akzeptieren, dass der zeitgeist nicht ge├Ąndert werden kann. Sie hat sich gegen die familie entschieden, um sich stattdessen auf ihre individualit├Ąt zu besinnen, nicht du!
Nimm dir die zeit f├╝r dich, die du brauchst, um dir gutes zu tun. Kopf hoch.

19.02.2020 14:57 • x 9 #5


Familiendaddy

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Zitat von Isely:

Es h├Ârt sich alles nach ein wenig zu sp├Ąt f├╝r alles an, dass gebe ich zu.
Also ihre Entscheidung ist endg├╝ltig ?

Glaubst du diese trifft sie nur wegen deinem und eurem ( muss so was immer sein? ) gemeinsamen Freund mit dem sie was hat ?



Sie sagt ja, es w├Ąre endg├╝ltig. Sie hat selbst damit zu k├Ąmpfen, das merkt man ihr an. Sie weint auch selbst viel und man merkt, dass ich ihr irgendwo noch wichtig bin.

Aber im Grunde hat sie abgeschlossen. Der aktuelle Plan ist, wir bewegen uns erstmal auf WG-Niveau und schauen, dass wir soviel gemeinsame Dinge kl├Ąren und verkaufen wie wir k├Ânnen, bis wir beide ausziehen k├Ânnen.

Das mit dem gemeinsamen Freund.... ich glaube wirklich, dass die Gef├╝hle der Art erst in den letzten 2-3 Wochen entstanden sind. Und ich Volldepp hab ihn vor paar Wochen noch bei mir auf der Couch schlafen lassen und ihm Tipps f├╝r seine gescheiterte Ehe gegeben.
Bisher haben sie sich nur zum Essen getroffen, mehr nicht.

Ich denke, es ist f├╝r sie nur eine M├Âglichkeit, leichter den Absprung zu schaffen, weil sie eine vertraute Person hat, die ├Ąhnliches souver├Ąner durchlebt hat. Die Gef├╝hle m├Âgen f├╝r sie echt sein, eine Zukunft kann ich da allerdings nicht wirklich sehen f├╝r die beiden.
Wird beiden einfach gut tun, das hier gemeinsam durchzuziehen.


Auf die Frage zum Unterhalt, meine Frau arbeitet nur geringf├╝gig und verdient unter 1000 Euro netto plus einiges an Zuschl├Ągen f├╝r Nachts plus Zulagen f├╝r Kinderbetreuungskosten usw.
Ich verdiene ein gutes Gehalt bei einem gro├čen M├╝nchner Unternehmen und komme dank Steuerklasse 3 auf einen stattlichen Betrag nahe der 4000 Euro netto.
Trennungsunterhalt bemisst sich an den Nettogeh├Ąltern, v├Âllig egal, dass Steuerklasse 4 bzw. 1 f├╝r mich 700 euro weniger bedeuten w├╝rden.
Aufgrund der hohen Miete hier im M├╝nchner Speckg├╝rtel zahlen wir aktuell aber warm fast 2000 Euro, plus Unterhalt f├╝r zwei geleaste Autos usw.
Daher kommt das gro├če finanzielle Disaster wenn es vor Gericht gehen sollte und der Unterhalt so durchgeht - hier ist man mit dem Selbstbehalt von 1050 leider schlechter gestellt als ich in meiner Azubi-Zeit.

Und bez├╝glich der Schuldsuche.... im Endeffekt ist es mittlerweile wurscht, wer mehr oder weniger Schuld am Scheitern hat.
Der aktuelle Zustand ist allerdings in meinen Augen ihr zuzuschreiben - ich bin bereit zu k├Ąmpfen und zu therapieren und Basis finden was das Zeug h├Ąlt, sie ist diejenige, die keine Zukunft mehr sieht und sich neu umschaut und diesen Weg nun gehen will.

Gemeinsame Freunde best├Ątigen mir alle die Endg├╝ltigkeit ihrer Entscheidung.

Mir tut es so unglaublich leid f├╝r die armen Kinder. Die k├Ânnen das doch nie verstehen... Warum sie auf einmal mit Mama allein in eine kleine Wohnung ziehen werden, vermutlich noch aus ihrem Umfeld gerissen werden und ihr geliebter Papa nicht mehr t├Ąglich da ist, um mit ihnen zu kuscheln.
Diese bedingungslose Liebe der Kinder wird mir noch mehr fehlen als der ganze Rest. Ich kann mir das alles gar nicht vorstellen...

19.02.2020 15:18 • x 2 #6


Isely

Isely


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Zitat von Familiendaddy:
Mir tut es so unglaublich leid f├╝r die armen Kinder. Die k├Ânnen das doch nie verstehen... Warum sie auf einmal mit Mama allein in eine kleine Wohnung ziehen werden, vermutlich noch aus ihrem Umfeld gerissen werden und ihr geliebter Papa nicht mehr t├Ąglich da ist, um mit ihnen zu kuscheln.
Diese bedingungslose Liebe der Kinder wird mir noch mehr fehlen als der ganze Rest. Ich kann mir das alles gar nicht vorstellen...


Schlimm, ja, ich kann dich da gut verstehen, dass macht einen ja schon mitbetroffen.
Ja wenn die Kinder nicht w├Ąren, w├Ąre alles etwas leichter, dass ist richtig.
Das wird dir viel Kraft kosten. Aber vielleicht auch noch diejenigen die dir etwas Halt geben.
Aber ja, schlimm.


Zitat von Familiendaddy:
Ich verdiene ein gutes Gehalt bei einem gro├čen M├╝nchner Unternehmen und komme dank Steuerklasse 3 auf einen stattlichen Betrag nahe der 4000 Euro netto.
Trennungsunterhalt bemisst sich an den Nettounterhalten, v├Âllig egal, dass Steuerklasse 4 bzw. 1 f├╝r mich 700 euro weniger bedeuten w├╝rden.
Aufgrund der hohen Miete hier im M├╝nchner Speckg├╝rtel zahlen wir aktuell aber warm fast 2000 Euro, plus Unterhalt f├╝r zwei geleaste Autos usw.
Daher kommt das gro├če finanzielle Disaster wenn es vor Gericht gehen sollte und der Unterhalt so durchgeht - hier ist man mit dem Selbstbehalt von 1050 leider schlechter gestellt als ich in meiner A


Ja das kenn ich von hier. Hohes Gehalt aber Sau teure Mieten, die h├Âren sich ├Ąhnlich an wie bei uns in der CH.
Kann man nicht ├Ąndern.
Zitat von Familiendaddy:
Das mit dem gemeinsamen Freund.... ich glaube wirklich, dass die Gef├╝hle der Art erst in den letzten 2-3 Wochen entstanden sind. Und ich Volldepp hab ihn vor paar Wochen noch bei mir auf der Couch schlafen lassen und ihm Tipps f├╝r seine gescheiterte Ehe gegeben.
Bisher haben sie sich nur zum Essen getroffen, mehr nicht.


Ja, ja Freund, aus Freund wird Feind, Unterste Schublade, sich im Elend gemeinsam tr├Âsten um dann noch gr├Âsseres Elend hervorzurufen. Und wer tr├Âstet nun dich?
Spielt dann f├╝r beide keine Rolle. Ich weiss. Hatte ich hier auch, die Nummer.
Ist kein Freund, und wird wohl auch gr├╝ndlich ( hoffentlich ) in die Hose gehen.

Sorry, aber solche Konstellationen werde ich nie verstehen und auch nie akzeptieren.

Hilft nun auch nichts.

Die Zukunft sieht ungewiss aus, wer weiss was da alles noch kommt, du musst es so, oder so annehmen.
Viel Spielraum hast du nun nicht mehr.
Hast du einen guten Freund? Also einen richtigen guten ?
Zum reden ?

19.02.2020 15:30 • x 5 #7


hahawi

hahawi


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Lies Dir bitte mal die Beitr├Ąge von @Coloneltw durch, der hat da einiges hochinteressantes bez├╝glich des Finanziellen geschrieben.
Ansonsten w├Ąre es fein, wenn hier mal @Sohnemann , @unbelLeberwurst , @Solskinn2015 , @Schwedus , @kaaaaa72 reinschauen k├Ânnten.

19.02.2020 15:31 • x 2 #8


EngelohneFl├╝gel

EngelohneFl├╝gel.


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H├Ârt sich ├Ąhnlich meiner Geschichte an. Ich schau sp├Ąter vorbei.
Aber Kopf hoch. Ich sah auch alles aussichtslos. Es gibt immer einen Weg.

19.02.2020 15:45 • #9


Wirdschon

Wirdschon


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@Familiendaddy

Erstmal tut es mir entsetzlich leid, was in deinem Leben gerade passiert!
Hier zu schreiben erleichtert manchmal das Herz ein St├╝ck weit, also mach das , wenn Dir danach ist

Nun m├Âchte ich dir das Nestmodell ans Herz legen! Doch ist das nur sinnvoll, wenn ihr beide wirklich freundschaftlich auseinander geht und euch an noch zu bestimmende Regeln haltet!
Eine kleine Zweitwohnung anmieten (Vorteil: sind in der Regel g├╝nstiger als 3 Zimmer Wohnungen), dann wohnt einer von euch zb.1 Woche bei den Kindern im Haus, der andere in dieser Wohnung. Man muss keinen aber kann Kontakt haben oder einfach die Zeit mit den Kindern und auch die Zeit ohne genie├čen (Vorteil 2, keiner muss auf die Kinder verzichten)
Die Kinder bleiben im gewohnten Umfeld ( Vorteil 3)
Funktioniert mit Regeln wie : Haus bzw. Wohnung muss sauber, B├╝gelbergfrei etc. geswitcht werden
Neue Partner haben in keiner der Behausungen was zu suchen, bis beide Expartner damit klar kommen
Leider hab ich vergessen, wie das dann unterhaltsm├Ąssig war Beim Nestmodell , aber nachdem du ja eh zum Anwalt gehst, kannst du dich ja erkundigen
Nun sind eure Kinder noch sehr klein, k├Ânnte aber trotzdem funktionieren

Alles Gute Dir !

19.02.2020 15:55 • x 1 #10


hahawi

hahawi


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@Wirdschon
Und Du denkst, dass das gef├╝hlsm├Ą├čig unproblematisch ist, wenn ihr eventuell Neuer da mit pendelt?

19.02.2020 15:57 • x 2 #11


Wirdschon

Wirdschon


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@hahawi

Nein, das denke ich nicht! Hatte doch auch geschrieben, dass man ja auch diese Regel mit aufnehmen kann, dass Next in keiner der Behausungen was zu suchen hat, bis beide Elternteile damit keine Probleme mehr haben! W├╝rde sagen, das ist eine Respektsache und der/die Next kann sich doch bitte ne eigene Wohnung suchen oder hat im Idealfall eine
Sorry, wenn ich das unklar beschrieben habe

19.02.2020 16:02 • x 1 #12


hahawi

hahawi


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Nein, Du hast es eh beschrieben.
Es ist halt nur, wie oft hier gelesen, dass halt Vereinbarungen nicht das Papier Wert sind, auf dem diese geschrieben wurden.

19.02.2020 16:05 • x 2 #13


Familiendaddy

Familiendaddy


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Gef├╝hlsm├Ą├čig ist es sowieso w├╝rdelos f├╝r mich. Wenn sie sich mit ihm zum Eis essen trifft und die Kids mit seiner Tochter zusammen spielen, und mir dann abends erz├Ąhlen, dass sie das M├Ądchen so gern haben.
Oder wenn ich die Kids hab und sie sich mit ihm irgendwo trifft.
Sie w├╝rde ihn nicht in die gemeinsame Wohnung/DHH lassen - dessen bin ich mir sicher. Schlechtes Gewissen hat sie immerhin noch.
Aktuell versuchen wir respektvoll miteinander umzugehen. Ich habe aber 100%ige Ehrlichkeit von ihr gefordert, wenn sie sich mit ihm trifft m├Âchte ich nicht belogen werden und sie m├Âchte auch keine L├╝gengeschichten erfinden. Es tut weh, ist aber besser so. Und wenn ich belogen werde kommts eh irgendwann raus vermutlich.

Total verr├╝ckt ist allerdings, dass seine Noch-Ehefrau total relaxed damit umgeht. Hat des okay daf├╝r gegeben usw. - ist mir absolut nicht nachvollziehbar.
Hab sie angeschrieben, wie sie das macht. Jetzt m├Âchte sie sich mit mir treffen zum Erkl├Ąren ihres Standpunktes... ich bin gespannt.

19.02.2020 16:09 • x 4 #14


Familiendaddy

Familiendaddy


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Zitat von EngelohneFl├╝gel:
H├Ârt sich ├Ąhnlich meiner Geschichte an. Ich schau sp├Ąter vorbei.
Aber Kopf hoch. Ich sah auch alles aussichtslos. Es gibt immer einen Weg.


Du wirst lachen aber deine Geschichte war der Ausl├Âser, mich erneut hier anzumelden.

Seit Tagen lese ich aufmerksam jedes Wort von dir.

19.02.2020 16:24 • x 2 #15



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