Hallo ihr lieben,
erst einmal danke für die vielen Antworten. Es tut gut, nicht mehr alleine zu sein mit meinen Gedanken und verschiedenste Meinungen zum Thema zu hören. Die Diversität ist in dem Fall sehr angenehm, da wahrscheinlich in jeder einzelnen Ansicht hier etwas Wahrheit versteckt liegt! In dem Sinne: Bitte nicht streiten

! Wahrscheinlich habt ihr irgendwo alle recht!
Leider kann ich nun nicht ausführlich jeder/jedem antworten, da ihr mich ja quasi "zugespamt" habt
Ich lese hier jedoch für mich kurz zusammengefasst zweierlei Tendenzen:
1) In unserem Liebesspiel passt bis auf das Sexleben vieles gut zusammen und man kann auf dieser Grundlage versuchen, das Problem aktiv anzugehen. (Vorschlag war z.B. Partnerwechsler 1x im Monat o.ä.) --> Bei diesem Ansatz fehlt mir inzwischen glaube ich einfach der Tatendrang. Seit Jahren schon geht alles von mir aus. Ich müsste hier wieder von 0 anfangen und wie schon gesagt wurde, kann ich mir bei diesem Weg einer Sache gewiss sein: Es ist mit viel Leiden verbunden und wahrscheinlich ein langwieriger Kampf.
2) Ich bin jung, habe berechtigte Bedürfnisse bin empathisch und wir sind einfach zu verschieden... (danke übrigens für diese Komplimente, ich kann nicht anders als mich sehr geschmeichelt zu fühlen - so habe ich ja nur einen Text geschrieben - Ich finde es toll, dass er in so nette Worte von euch resultiert. Zumal ich weiß, dass hier viele Frauen antworten und es mir Hoffnung gibt, irgendwann auch wieder mal bei einer Frau Anstoß zu finden, soweit die Geschichte nun in einer Trennung endet) und ich sollte lieber jetzt als später einen Schlussstrich ziehen nach dem Motto "lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende"...
Ihr macht es mir echt schwierig!

Die "richtige" Lösung gibt es wahrscheinlich nicht. Ich muss nun die Entscheidung treffen, wie wichtig mir das Se'xualleben ist. Ehrlich gesagt habe ich gestern Abend wieder mal kaum geschlafen wegen dem Problem und mich hin und her gewälzt.
Ich treffe heute meine Freundin und werde ihr sagen, dass mir die Leidenschaft fehlt und ich so nicht weiter machen kann. Denn letztendlich ist es so und ich kann nicht ewig so weitermachen (schlecht schlafen, depressive Verstimmung, P. etc...). Jetzt ist das natürlich nicht so einfach - wir haben gemeinsame Verpflichtungen wie z.B. eine Wohnung. Wie wo was ich in die Richtung am besten mache, muss ich mir noch überlegen. Jedoch habt ihr irgendwie mit euren Antworten - egal in welche RIchtung - mich dazu gebracht, etwas zu ändern. Ich komme mir ehrlich gesagt vor, als wäre ich seit langem in einem Hamsterrad gefangen und als würde ich keinen AUsweg aus dieser "Spirale" finden. Auch hat meine Freundin klare Kinderwünsche und es ist nur fair ihr diese früher als später abzusprechen - soweit ich mir aus aktueller Sicht eben kein "ewiges zusammensein" mehr vorstellen kann und Kinder das Sexualleben ja nur weiter einschränken würden.
Ich weiß jetzt schon, dass ich diese Entscheidung, ihr das zu sagen, heftig bereuen werde. Weil mir dieser Mensch einfach wichtig ist. Ich habe viel durchgemacht im Leben (so sind mir meine engsten vertrauten Menschen im Leben über die letzten Jahre "weggestorben" und ich hatte teilweise nur sie als einen Anker, um nicht komplett abzudrehen. AUch hat sie mich vor Jahren vor einer schlimmeren Dro. bewahrt, welche daraus resultiert wäre... das Thema geht noch tiefer, aber das zu beschreiben würde meine Identität glaube ich fast schon Preis geben und das will ich nicht). Jedoch stimmt die Basis einfach nicht mehr.
Ich werde den Thread dabei offen lassen und euch meine Erfahrungen - allen voran wahrscheinlich meine Trauer - weiter schildern. Auch werde ich es als Art Tagebuch führen, um vllt. anderen als Beispiel zu dienen, ob es langfristig eine gute/schlechte Entscheidung war trotz starker Liebe wegen S'ex Schluss zu machen.
Hab leider absolut keine einzige Frau mehr im Umkreis, mit der ich mich ablenken könnte, das macht es natürlich umso schwerer. War ja immer darauf bedacht das Problem zu lösen und nicht mir eine Affäre zu suchen. Tinder etc. kann ich leider nichts abgewinnen. Mal schauen was sich da tut de nächste Zeit... Aber daran denke ich erst im zweiten Schritt.
Der erste Schritt ist nun, ihr das möglichst bedacht zu erklären und darauf zu achten, nicht ihre Gefühle zu verletzen. Hab mir heute ein paar "Schlussmach-Guides" durchgelesen und versucht die Wahrheit in der Mitte zu finden. Dementsprechend habe ich fix vor:
1) Keine Vorwürfe
2) Ruhig und bedachte Wortwahl
3) Ihr die Möglichkeit geben, sich noch zu äußern
4) Jedoch irgendwann auch einen klaren Strich ziehen und Vorschlagen, dass ich den nächsten Monat/e die Miete übernehme und sie vllt. bei den Eltern einzieht oder andersrum.
Ich halte euch auf dem laufenden...
Liebste Grüße