glühwürmchen
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Ich versteh ja Deine Frustration und das Bedürfnis endlich mal Licht am Tunnel zu erkennen.
Und ich versteh auch, dass Du alles tust auf irgendeine Art und Weise einen Weg zu ihm zu finden.
Nur dabei stoßen mir so langsam 2 Dinge auf:
1. Deine Taktung ihm zu sagen, dass Du nicht glücklich bist, wird immer enger. Und ganz ehrlich - sogar als Frau würde ich mich mittlerweile genervt fühlen. Bitte versteh das nicht falsch, aber im Moment muss es ihm ja vorkommen, als mache er gar nichts richtig. Jede Aktion von ihm kann derzeit ein "wir müssen reden"-Gespräch nach sich ziehen. Du läufst in Gefahr, dass er komplett zumacht. Insgesamt ist das derzeit eine lose-lose-Situation: Er kommt sich vor wie auf einem Minenfeld und Du suchst den Lichtblick und tappst dabei aber völlig im Dunkeln.
Ich hab ein bisschen nachgedacht, wieso das so ist und ich tendiere in Francs-Richtung (nicht unbedingt mit dem Vorschlag, aber die Intention hat was für sich).
2. Seine Passivität. Natürlich kann ich nur mutmaßen, weil ich ja nur aus Deinen Zeilen lesen kann. Aber bei mir kommt es so an, als würde man mit einem Übergewichtigen über eine Diät sprechen und der Dialog sieht so aus:
Du: "Ich finde es täte Dir gut mal ein bisschen abzunehmen."
Er: "Ja, du hast recht. Ich würde mich dann auch wohler fühlen."
Du: "Wie wäre es denn, wenn wir 3x die Woche abends Salat statt warm essen?"
Er: "Nee, also 3x die Woche ist zuviel. Vielleicht 1x im Monat. Aber nicht diesen Monat, nächsten Monat gehts auch nicht."
Du: "Wir können doch statt Schwein lieber Hühnchen essen."
Er: "Hühnchen mag ich nicht so, ich kauf lieber das, was mir schmeckt."
Du: "Wie wäre es, wenn wir ein bisschen schwimmen gehen?"
Er: "Nee, da sehen mich die Leute in der Badehose."
...
Erkennst Du da ein Muster?
Du versuchst Vorschläge zu machen, aber irgendwie ist kein Vorschlag gut genug. Das klappt auch super, denn Du bist die Aktive und er begutachte dann. Das mein ich nicht böse, es ist eben anscheinend Eure Rollenverteilung.
Ich habe jetzt nicht mehr alles im Kopf, aber was hat er denn für Vorschläge gemacht, damit sich das ändert? Oder noch besser: WILL er überhaupt an seinem Lebensstil etwas ändern? Hast Du ihn das mal gefragt?
Letzten Endes wird es Zeit liebe Sunny endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Und das traust Du Dich noch nicht.
Mein Rat derzeit:
Stoppe die Beziehungsgespräche für einen längeren Zeitraum (vielleicht so ca. 4 Wochen).
Keine Kritiken (positiv oder negativ) mehr.
Und dann - da kommst Du nicht drumrum und da bin ich jetzt bei Franc - entscheide DICH endlich. Entweder es gibt ein letztes Gespräch, indem Du Eure Trennung bekannt gibst oder es gibt ein letztes großes Gespräch, indem Du ihm die Pistole auf die Brust setzt (anstatt in den Urlaub zu fahren, kannst Du ja auch vielleicht mal 2 Wochen bei den Eltern oder Freunden schlafen oder Du schmeißt ihn mal 2 Wochen raus). Am Ende müssen auch von ihm konkrete Vorschläge kommen (zu den wichtigsten 3 Themen, die Dich stören). Dann gilt es für Dich rauszufinden, ob Dir die Vorschläge weit genug gehen und abzuwarten, ob er sich dran hält.
Und dann - ja das willst Du wahrscheinlich nicht lesen - zieh Deine Konsequenzen! Dann müssen aber auch endlich mal Taten folgen - und zwar von Dir. Kein kleinen Gespräche und wieder bitten, bitten, bitten, sondern entweder Du akzeptierst ihn wie er ist (und mit all seinen Macken) oder Du gehst.
Sorry, aber ich glaube Eure Kiste ist so verfahren, dass ihr da anders nicht mehr rauskommt.
P.S.: Also s.uelle Lust kann mann ja bei einer Frau auch anders stillen, als nur mit seinem ähm "kleinen Freund". Oder hat keine Hände bzw. Zunge bzw. ist nicht in der Lage mit kleinen elektronischen Helfern Dir Vergnügen zu bereiten?