Zitat von Xandi71:@Harry_50 kann ich deine Geschichte irgendwo lesen, hab gerade erst verstanden, daß du auch jemanden verloren hast. Das ist schwer ich kenn das. Egal wie oft man denkt, jetzt gehts langsam aufwärts, dann passiert etwas und man ist genauso weit wie vorher, - so ist es gerade bei meinem Sohn und mir. Drück dich ...
ich schreibe dir mal den Anfang der der Geschichte.
Am Fr. 11.07.2026 ging e meiner Frau plötzlich sehr schlecht. Sie wollte ihren Hausarzt anrufen, konnte ihn aber nicht erreichen.
Ich wollte daraufhin die 112 anrufen. Meine Frau wollte dies aber nicht. Den Grund habe ich dir ja schon geschickt.
Wir hatten uns daraufhin gestritten und sie sagte zu mir, wenn du da anrufst, fahre ich trotzdem nicht mit. Es hat kein Betteln und Flehen geholfen, sie wollte nicht.
Ich war am Heulen und schrie sie an. Es half alles nichts. Ich hatte dann meine Tochter und ihren LP angerufen. Die beiden hatten es geschafft.
Am nächsten Sa. rief mich ein ausländischer Arzt an und sagte mir, wenn sich ihre Frau nicht behandeln lässt, wäre sie in einer Std. Tod.
Da ich nicht konnte, war meine Tochter hingefahren. Jetzt war eine deutsche Ärztin da, und erklärte, dass es nicht so dramatisch sei. Sie hätte eine sehr schwere Lungenentzündung und brauchen nichts machen, was die Patientenverfügung ausschloss.
2Tage später rief mich eine ausländische Ärztin an und sagte, dass wir mal sprechen müssen. Ich antwortete, dass ich heute nicht kommen könne. Ich komme morgen.
Als ich mit meiner Tochter auf die Intensivstation ankam, war ich kreidebleich und mein Hemd war klitschenass. Der Pfleger wollte mich auch einem Arzt vorstellen. Ich sagte ihm, woran ich leide und dass ich nur zu meiner Frau will. Diesmal kam ein asiatischer Arzt, den man sehr gut verstehen konnte. Ich fragte ihn, wie es meiner Frau jetzt ginge und er sagte, es ginge ihr schon besser. Es würde aber schneller gehen, wenn sie die anderen Behandlungen zulassen würde.
Ich sagte ihm, dass wir nicht darüber diskutieren bräuchten. Es gilt die Patientenverfügung, und ich meiner Frau das Versprechen gegeben, dass ich mich auf jedem Fall an die Verfügung halten würde.
Als ich dann bei meiner Frau war, hielt ich ihre Hand. Sie sah mich so traurig an, dass ich heulen musste. Durch die vielen Geräte konnte ich auch nicht verstehen, was sie sagte. Ich musste daraufhin raus, damit meine Frau nicht sah, wie ich litt. Sie sollte sich auf sich konzentrieren und sich nicht meinetwegen Gedanken machen.
Einen Tag später ging es ihr schon etwas besser und sie verlangte nach dem Ladekabel für ihr Handy. Als meine Tochter ihr am nächsten Tag das Ladekabel brachte, lag sie auf einer normalen Station. Abends rief sie mich an, ob ich morgen sie besuchen würde. Ich erklärte ihr, warum mir das nicht möglich sei. Sie hatte nicht mitbekommen, wie schlecht es mir ging.
Am nächsten Tag wollte meine Tochter mit ihren Kindern sie besuchen. Ich sagte zu meiner Tochter, dass sie mich mitnehmen könne, denn vorm Eingang würden Rollstühle stehen. Sie sagte, dass da keine stehen würden. Also blieb ich zu Haus. Meiner Frau ging es da schon wieder so gut, dass sie Mitte der nächsten Woche nach Hause könne.
Ich wollte sie auf jeden Fall am Sa. besuchen. Aber dazu kam es nicht mehr. Am Sa. morgens um 4 Uhr bekam ich den Anruf. Dass meine Frau soeben verstorben sei. Meine Frage woran konnte oder wollte sie nicht beantworten. Meine Frage, ob ich mich von meiner Frau noch verabschieden könne, verneinte die Ärztin, dies wäre nicht möglich. Erst als ich sie darauf hinwies, dass ich ein Recht darauf habe, lenkte sie ein. Ich solle aber sofort kommen. Ich erklärte ihr, dass das nicht möglich sei und ich um 8 Uhr da sei und habe aufgelegt.
Als ich da war und ich von meiner Frau Abschied genommen hatte, konnte mir die Ärztin keine Angaben zur Todesursache nennen.
Den Rest, weißt du ja schon aus dem vorherigen Post.