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Abschied durch Tod- Trauerecke

Harry_50
Zitat von Waldfee47:
Heute Nacht habe ich sehr intensiv von meinem, im Eingangspost erwähnten, verstorbenen Freund geträumt. Nun bin ich in Tränen aufgelöst und merke, dass die Trauer immer noch in mir ist. Nachher geh ich raus und mach den PC aus....

Guten Morgen liebe Waldfee47,
mir ging es die Nacht nicht anders. Manche Tage sind ohne Träume, die nächsten dann umso schlimmer. Ich bin daher auch erst aufgestanden.

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@Abendrot

ich hoffe, die Kinder haben dann eine Trauerbegleitung erhalten. Denn sonst kann das die Kinder ja für immer traumatisieren.Es ist ganz wichtig mit den Kindern zu sprechen und versuchen einen Halt zu geben.
Das tud mir soooooooooooo leid für dich. Es gibt keine Worte dafür, du kannst nur versuchen für die Kinder stark zu bleiben und den Kindern helfen, irgendwie damit umzugehen.
Drück dich

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Abschied durch Tod- Trauerecke

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@Harry_50

kann ich deine Geschichte irgendwo lesen, hab gerade erst verstanden, daß du auch jemanden verloren hast.
Das ist schwer ich kenn das. Egal wie oft man denkt, jetzt gehts langsam aufwärts, dann passiert etwas und man ist genauso weit wie vorher, - so ist es gerade bei meinem Sohn und mir.

Drück dich

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Harry_50
Zitat von Xandi71:
@Harry_50 kann ich deine Geschichte irgendwo lesen, hab gerade erst verstanden, daß du auch jemanden verloren hast. Das ist schwer ich kenn das. Egal wie oft man denkt, jetzt gehts langsam aufwärts, dann passiert etwas und man ist genauso weit wie vorher, - so ist es gerade bei meinem Sohn und mir. Drück dich ...

Danke, Xandi71. Ich muss selbst erst mal suchen. Ich habe davon in mehreren Threads geschrieben. Heute bin ich total durch den Wind.

#469


Harry_50
Zitat von Xandi71:
@Harry_50 kann ich deine Geschichte irgendwo lesen, hab gerade erst verstanden, daß du auch jemanden verloren hast. Das ist schwer ich kenn das. Egal wie oft man denkt, jetzt gehts langsam aufwärts, dann passiert etwas und man ist genauso weit wie vorher, - so ist es gerade bei meinem Sohn und mir. Drück dich ...

hier müsstest du sie finden.

(1) Abschied durch Tod- Trauerecke - Seite 24 #360

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Harry_50
Zitat von Xandi71:
@Harry_50 kann ich deine Geschichte irgendwo lesen, hab gerade erst verstanden, daß du auch jemanden verloren hast. Das ist schwer ich kenn das. Egal wie oft man denkt, jetzt gehts langsam aufwärts, dann passiert etwas und man ist genauso weit wie vorher, - so ist es gerade bei meinem Sohn und mir. Drück dich ...

ich schreibe dir mal den Anfang der der Geschichte.
Am Fr. 11.07.2026 ging e meiner Frau plötzlich sehr schlecht. Sie wollte ihren Hausarzt anrufen, konnte ihn aber nicht erreichen.
Ich wollte daraufhin die 112 anrufen. Meine Frau wollte dies aber nicht. Den Grund habe ich dir ja schon geschickt.
Wir hatten uns daraufhin gestritten und sie sagte zu mir, wenn du da anrufst, fahre ich trotzdem nicht mit. Es hat kein Betteln und Flehen geholfen, sie wollte nicht.
Ich war am Heulen und schrie sie an. Es half alles nichts. Ich hatte dann meine Tochter und ihren LP angerufen. Die beiden hatten es geschafft.
Am nächsten Sa. rief mich ein ausländischer Arzt an und sagte mir, wenn sich ihre Frau nicht behandeln lässt, wäre sie in einer Std. Tod.
Da ich nicht konnte, war meine Tochter hingefahren. Jetzt war eine deutsche Ärztin da, und erklärte, dass es nicht so dramatisch sei. Sie hätte eine sehr schwere Lungenentzündung und brauchen nichts machen, was die Patientenverfügung ausschloss.
2Tage später rief mich eine ausländische Ärztin an und sagte, dass wir mal sprechen müssen. Ich antwortete, dass ich heute nicht kommen könne. Ich komme morgen.
Als ich mit meiner Tochter auf die Intensivstation ankam, war ich kreidebleich und mein Hemd war klitschenass. Der Pfleger wollte mich auch einem Arzt vorstellen. Ich sagte ihm, woran ich leide und dass ich nur zu meiner Frau will. Diesmal kam ein asiatischer Arzt, den man sehr gut verstehen konnte. Ich fragte ihn, wie es meiner Frau jetzt ginge und er sagte, es ginge ihr schon besser. Es würde aber schneller gehen, wenn sie die anderen Behandlungen zulassen würde.
Ich sagte ihm, dass wir nicht darüber diskutieren bräuchten. Es gilt die Patientenverfügung, und ich meiner Frau das Versprechen gegeben, dass ich mich auf jedem Fall an die Verfügung halten würde.
Als ich dann bei meiner Frau war, hielt ich ihre Hand. Sie sah mich so traurig an, dass ich heulen musste. Durch die vielen Geräte konnte ich auch nicht verstehen, was sie sagte. Ich musste daraufhin raus, damit meine Frau nicht sah, wie ich litt. Sie sollte sich auf sich konzentrieren und sich nicht meinetwegen Gedanken machen.
Einen Tag später ging es ihr schon etwas besser und sie verlangte nach dem Ladekabel für ihr Handy. Als meine Tochter ihr am nächsten Tag das Ladekabel brachte, lag sie auf einer normalen Station. Abends rief sie mich an, ob ich morgen sie besuchen würde. Ich erklärte ihr, warum mir das nicht möglich sei. Sie hatte nicht mitbekommen, wie schlecht es mir ging.
Am nächsten Tag wollte meine Tochter mit ihren Kindern sie besuchen. Ich sagte zu meiner Tochter, dass sie mich mitnehmen könne, denn vorm Eingang würden Rollstühle stehen. Sie sagte, dass da keine stehen würden. Also blieb ich zu Haus. Meiner Frau ging es da schon wieder so gut, dass sie Mitte der nächsten Woche nach Hause könne.
Ich wollte sie auf jeden Fall am Sa. besuchen. Aber dazu kam es nicht mehr. Am Sa. morgens um 4 Uhr bekam ich den Anruf. Dass meine Frau soeben verstorben sei. Meine Frage woran konnte oder wollte sie nicht beantworten. Meine Frage, ob ich mich von meiner Frau noch verabschieden könne, verneinte die Ärztin, dies wäre nicht möglich. Erst als ich sie darauf hinwies, dass ich ein Recht darauf habe, lenkte sie ein. Ich solle aber sofort kommen. Ich erklärte ihr, dass das nicht möglich sei und ich um 8 Uhr da sei und habe aufgelegt.
Als ich da war und ich von meiner Frau Abschied genommen hatte, konnte mir die Ärztin keine Angaben zur Todesursache nennen.
Den Rest, weißt du ja schon aus dem vorherigen Post.

x 1 #471


Harry_50
@Odette,

liebe Odette, wenn du Zeit und Interesse hast, lies bitte mal in Abschied durch Tod S. 24 #360 und S. 32#471 durch. Dann kannst du meine Gedanken vielleicht besser verstehen. Müder Smiley

#472


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@Harry_50

oh man, das ist das schlimmste, man denkt, jemand ist über den Berg, es geht langsam aufwärts und dann sowas, so war es bei uns auch.
Alle Zeichen standen auf Entspannung.

Was ich nicht verstehe, warum solltest du dich nicht verabschieden können? Das ist doch wichtig. Ohne Verabschiedung, ich würde das nicht ertragen, zumindest die Person sehen.
Warum wollten die Ärzte nicht reden, ich finde das sehr seltsam, normalerweise sollten Ärzte doch eher mitfühlend sein, gegenüber dem Partner, klar nicht zu emphatisch sonst können die ihren Job nicht machen, aber ganz ehrlich, da bekomme ich sofort ein komisches Gefühl, da wäre ich auch so gewesen, ich will das Wissen, warum soll ich nicht rein, habt ihr etwas zu verstecken.
Ich finde die Ärzte maximal unsymphatisch und auch komisch, okay, ich komme aus einer kleinen Stadt, da kennen die Leute sich, deshalb finde ich es sehr seltsam, wie die Ärzte mit dir umgegangen sind, oder kommt das daher, weil so grosses Klinikum und eher nur ne Nummer?
Jedenfalls, wenn man dann noch so abgefertigt wird, ich glaube ich hätte an deiner Stelle auch Alarm geschlagen, finde ich auch gut, daß du dir hast nichts gefallen lassen.

Drück Dich

Meld dich die Tage ausführlicher.

x 2 #473


Harry_50
Zitat von Xandi71:
okay, ich komme aus einer kleinen Stadt, da kennen die Leute sich, deshalb finde ich es sehr seltsam, wie die Ärzte mit dir umgegangen sind, oder kommt das daher, weil so grosses Klinikum und eher nur ne Nummer?

Hallo Xandi71,

Ich kommen auch aus einer kleinen Stadt, ca. 3000 Einwohner. Das KH war früher das Kreis-KH. Jetzt ist es ein städtisches Klinikum gGmbH.

Meine Frau war dort viele Jahre in der physikalischen Behandlung. Ihren Therapeuten kannte sie aus der gemeinsamen Schulzeit und war mit ihm dementsprechend mit ihm befreundet. Es war eine komische Situation. Die Beiden waren auf du, und mich redete er mit sie an. Wir kannten uns ja nicht. Mir war das dann zu blöde, und bot ihm das du an. Wir wurden sogar Freunde.

x 1 #474


G
Gerade wieder eine Todesnachricht erhalten. Ein alter Bekannter, nicht aus dem engsten Kreis, unregelmäßiger Kontakt. Aber gerade heute nimmt es mich umso mehr mit.

x 5 #475


Harry_50
@Aiyla,

auch wenn man nicht ständig in Kontakt ist, tut es einem weh. Mir ging es vor einigen Mon. so. Ein ehemaliger Klassenkamerad war verstorben und ich musste heulen. Wir hatten uns längere Zeit nicht gesehen.

x 2 #476


Waldfee47
Zitat von Aiyla:
Gerade wieder eine Todesnachricht erhalten. Ein alter Bekannter, nicht aus dem engsten Krei

Das tut mir leid. Ich schicke Dir eine Umarmung und ein bißchen Trost.

x 2 #477


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@Harry_50

Zitat von Harry_50:
Es war eine komische Situation. Die Beiden waren auf du, und mich redete er mit sie an. Wir kannten uns ja nicht. Mir war das dann zu blöde, und bot ihm das du an. Wir wurden sogar Freunde.

Dann finde ich das aber noch komischer, normalerweise, versucht man doch dann alles, der Partner Abschied nehmen kann in Ruhe, damit man etwas ungestörrt ist, aber vor allem muss derjenige, das Geschehen erst mal begreifen.

Oder waren die so in ihrer Routine, das die inzwischen ziemlich emphatielos sind?

Ich finde das so schlimm, du hast das ja erst erfahren, klar, man weiss jemand ist krank, aber trotzdem braucht man eine Zeit bis man wirklich begreift was passiert ist, klar, das du das nicht im Krankenhaus verarbeiten konntest, aber ich finde es einfach schlimm.

Oder es war der Mechanismus, er muss sich auch abschotten schließlich kannte er deine Frau ja.

Ich finde, in solchen Situationen siehst du und merkst so richtig, wer mit dem Herzen bei dir ist.

Drück dich

LG
Alex

x 1 #478


Harry_50
Zitat von Xandi71:
Dann finde ich das aber noch komischer, normalerweise, versucht man doch dann alles, der Partner Abschied nehmen kann in Ruhe, damit man etwas ungestörrt ist, aber vor allem muss derjenige, das Geschehen erst mal begreifen.

Oder waren die so in ihrer Routine, das die inzwischen ziemlich emphatielos sind?

Ich finde das so schlimm, du hast das ja erst erfahren, klar, man weiss jemand ist krank, aber trotzdem braucht man eine Zeit bis man wirklich begreift was passiert ist, klar, das du das nicht im Krankenhaus verarbeiten konntest, aber ich finde es einfach schlimm.

Oder es war der Mechanismus, er muss sich auch abschotten schließlich kannte er deine Frau ja.

Ich finde, in solchen Situationen siehst du und merkst so richtig, wer mit dem Herzen bei dir ist.

Drück dich

Hallo Xandi71,

da haben wir etwas aneinander vor bei geschrieben, Dass mit dem Physiotherapeuten hatte nichts mit dem, was auf der Station ablief zu tun. Ich hatte es nur mit erwähnt, dass du de Geschichte komplett lesen konntest.

#479


Harry_50
Ich habe eben gerade mit meiner Tochter und ihrem LP darüber gesprochen, wie ich mir die Grabstätte meiner Frau vorstelle. In der Mitte wird der Baum gepflanzt und darum eine 3 m kreisförmige Fläche angelegt. Vor der Kreisfläche wird noch eine Sitzfläche angelegt. Darum soll dann eine ca. hüfthohe Mauer aus Findlingen kommen. Diese soll dann bepflanzt werden.

Meine Tochter meinte, dass wäre ja wie auf einem Friedhof. Das soll ja auch so sein, dass ist mir deine Mutter Wert, sagte ich. Sie sagte ferner, dann sieh zu, dass du lange genug lebst, damit ihr beide etwas davon habt.

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