Tin_
Gast
Zitat von Perzet:@lemonline seine Freundin mit seinem beschützen wollen und für sie entscheiden, was sie angeblich verkraftet und was nicht, indirekt in gewisser Weise entmündigt.
Sicherlich kann man daraus wieder etwas machen, was zur Opferrolle gehört und mit Worten wie "entmündigt" kommen. Er entscheidet nicht für sie, was sie verkraftet, er wog ab und schätzte ein. Daraus entsteht ein Handeln und eine EIGENE Entscheidung. Er entscheidet auf Basis der Fakten, die ihm zur Verfügung stehen und aus Sicht seines Betruges heraus hat er davon einige mehr und klarer vor sich, als sie.
Nun kann man daraus auf (wieder) etwas drehen, was "fehlende Augenhöhe" und "Entmündigung" beinhaltet. Kann man machen.... in meinen Augen aber ein völlig falscher Ansatz, da die Opferhaltung (und nichts anderes ist es) dazu verleitet, keinen konstruktiven Handlungen einzugehen.
Zitat von Perzet:So richtig auf Augenhöhe sind die beiden nicht.
Stimmt - die Frage ist jedoch, wer ist "oben", wer ist "unten". Das kann man wahrlich lange diskutieren. Ich glaube nämlich (und werde dafür gleich angegangen), dass Lemonlime eine sehr viel schlechtere Position eingenommen hat, als ich sie bei seiner Ex-/Partnerin sehe. Ich glaube jeder kann erkennen, dass es sich bei dieser Trennung von seiner Seite aus um eine emotionale Erpressung/Strafaktion ohne wirkliche Konsequenz handelt. Dementsprechend blufft er und möchte, dass die beiden die Partnerschaft auf die Reihe bekommen. Da bin ich mit bei IHR nicht so sicher - auch wegen ihres All-In.
Zitat von Perzet:Und jetzt wird noch mehr betont, daß sie beide "wissen, was sie an dem anderen haben".
Diese Aussage wäre für mich in einem anderen Kontext (zb. lange Beziehung, Haus, Kinder, whatever und ein kurzes fremdvergucken) positiv besetzt.
Aber bei einem Paar, daß sich nicht traut wirklich ehrlich und offen zu sprechen,
ein Paar, wo sie dieses Ungleichgewicht doch spürt und sich unterlegen fühlt,
ein Paar daß unbewusst / verzweifelt / unsicher sich nach so kurzer Zeit wesentlichen Ausgleich benötigt und jeweils in Anspruch nimmt
so ein Paar hat jeweils einen wunderbaren Menschen - als Freund - gefunden. Aber nicht auf Dauer als Lebenspartner.
Das finde ich sehr übergriffig, weil unsäglich formuliert. Ich hoffe, du meintest das nicht so. Es gibt hier nur Wenige, die der Meinung sind, dass "beide nun wissen, was sie aneinander haben" und der Ritt in den Sonnenuntergang losgehen kann. Zumeist sind das die Leute, die die "Wahrheit" über alles stellen. Die Zweifel an Ihrer Beichte habe ich früh eingebracht und auch aus welcher Richtung ich diese Zweifel sehe, andere User mittlerweile auch.
Kommen wir aber zurück zu dem, was ich hier sehr anmaßend finde: Du meinst werten zu können, was die beiden aneinander haben, was als "Lebenspartner" gilt und was als "Freund"?
Wenn da gestanden hätte "Für mich ist das so dass..." oder "In meinen Augen....." Aber diese Formulierung ist einfach übel in meinen Augen.
Lemonlime betont in gefühlt jedem zweiten Posting, DASS er sie liebt und WIE SEHR. Die Seite seiner Partnerin kennen wir nicht. Und dann sagst du ihm: Dass die beiden ein Paar sind, was nicht besteht - da "nur" Freunde?
Zumal du mit deiner Einschätzung im Präsenz verbleibst. Ich sehe es so, dass diese Offenheit derzeit, egal ob hundertprozentig oder nicht, ein Weckruf, ein Neustart sein KANN. Wenn eben die Gefühle passen. Lemonlime möchte das sehr. Ich wiederhole: Die Seite seiner Partnerin kennen wir nicht. Vielleicht ist da wirklich nur die Verlustangst angetriggert oder er ist die Liebe ihres Lebens. Who knows.
Wenn ich dich missverstanden habe, entschuldige ich mich für meine Aussage mit der Übergriffigkeit. Aber wenn du genau das Aussagen wolltest, was da steht, dann sage ich: Anmaßender geht es kaum.
Zitat von Perzet:Es gibt so einige Menschen, die ich hoch respektiere und umgekehrt und wir wissen, was wir aneinander haben. Es fehlt aber jeweils einer der wesentlichen Aspekte für eine konkrete, sich wohlfühlende Beziehung.
.... den jeder anders für sich definiert. Ich nenne es bei mir beispielsweise "Zauberzutat", die neben deinen benannten zwischenmenschlichen Verhaltensweisen und Menschlicher Einschätzung für "Liebe sorgt".
Welche Aspekte fehlen DIR hier?
Zitat von Perzet:Den anderen respektieren und hoch schätzen ist sehr wichtig. Aber es reicht nicht, wenn Augenhöhe, volles Vertrauen, sich wirklich aufgehoben fühlen, fehlen.
Ich gehe davon aus, dass du diese Aspekte meinst. Und auch das bewertet jeder Mensch anders für sich.
Wie gesagt, dein Posting ist, wenn ich es richtig verstehe einfach anmaßend und sehr übergriffig. Du kennst eine Sicht der Dinge hier - über ein Online-Forum, also das geschriebene Wort. Und dann haust du in einer fragilen Phase der Annäherung einem ohnehin verunsicherten Lemonlime so ein Posting um die Ohren? Nicht vergessen: Er WILL diese Frau und diese Partnerschaft, weil er LIEBT. Was er empfindet ist maßgeblich, nicht wie du eine "Lebenspartnerschaft" für DICH definierst. Zumal deine Perspektive, Lebensphase und Reife eine völlig andere ist, als seine mit 29.
Ich lese deine Beiträge sonst wirklich gerne, aber hier bist du in meinen Augen massiv drüber - vor allem auch im Kontext.