Malena3
Gast
Zitat von Binaneu:Du hast Recht, es ist unfair, wenn EINE beteiligte Person nicht Bescheid weiß und hat nichts mit Liebe zu tun, wenn der Em sie so hintergeht.
Da fällt mir was ein. Mit dem verheirateten Mann, mit dem ich mal beinahe eine Affäre hatte (kurzum: es war alles dabei, nur kein S.), gab es mal ein Gespräch, in dem er über sein Leben und seine Ehe sprach. Ging komplett von ihm aus. Ich hätte ihn nie ausgefragt. Ich denke mal, dass er ehrlich war, denn das Gespräch fand statt, wo er mich nicht mehr rumkriegen musste. Wobei es nicht mal so entscheidend ist, ob das nun so ist oder nicht.
Er sagte nichts explizit Schlechtes über seine Frau, sprach aber dermaßen kalt von ihr, dass sehr klar wurde, dass sie eher sowas wie "Geschäftspartner" sind, die halt die Familie am Laufen halten, ein Haus besitzen etc.
Wenn ich nun seine Frau wäre und wüsste, dass er mit einer "unbeteiligten Dritten" (die auch noch erheblich jünger ist als sie, die nicht den Weg gegangen ist etc.) so über mich spricht, würde ich ungeachtet der Konsequenzen nicht mehr seine Frau sein wollen.
In letzter Sekunde ist er auf die Notbremse getreten. Es gab keinen Ehebruch im biblischen Sinne und ich schätze, dass sein Gewissen ganz rein ist. Und dennoch wird seine Frau sehr im Unklaren über etwas nicht Unerhebliches gelassen. Vielleicht will sie es auch nicht wissen, vielleicht aber auch doch.
So gesehen ist das Schlimmste, was eine aufgeflogene Affäre dem/der Betrogenen antut eigentlich, dass ihm/ihr die Augen über den Partner geöffnet werden.