Allesvorbei
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Ich werde jetzt einfach das Forum dazu nutzen, meine Gedanken niederzuschreiben. Seht es mir nach, wenn ich mich wiederhole...
Vielleicht hilft ja irgendwann einer anderen Geliebten, die jetzt noch gar nicht weiß, dass sie jemals einen sein wird, dieser Strang. Wer weiß...
Wie bereits geschrieben: der Schmerz wird weniger. Meistens spüre ich ihn gar nicht mehr. Nur manchmal zwickt und zwackt es. Gedanken an den AM -va an die gemeinsamen Momente, an die vielen Gespräche- lasse ich gar nicht mehr zu. Die schiebe ich sofort weg und lenke sie um bzw wandle sie in gelebte Energie (zB aufräumen, spazieren gehen, ...) um.
Ja, der Abgang meines AM war mies. Aber dann war das eben so. Er hat offenbar das beste gegeben, was er konnte. Mehr war einfach nicht drin.
Er ist schwach, unreif und infantil. Er wirkte oft wie ein 20-Jähriger auf mich.
Deswegen konnte er sich erst dann von mir lösen, als seine Mama, seine EF, wieder das Zepter übernommen hat. Ohne sie hätte er es nicht geschafft.
Und ich war für ihn keine adäquate Alternative, weil ich vom Typ her keine Mama bin- zum Glück! Ich will schließlich einen Mann auf Augenhöhe. Ich war für ihn eine Frau-das sucht er aber im Grunde seines Herzens gar nicht.
Inzwischen bin ich so weit, dass ich auch gar keine Entschuldigung mehr brauche. Was sollte er denn auch sagen? Dass er monatelang zwei Frauen und sich selbst belogen hat? Dass er nicht im Einklang mit seinen Gefühlen ist? Dass er weder sich noch andere auch nur ansatzweise einschätzen kann und dadurch offenbar über wenig Menschenkenntnis verfügt? Dass er zwar ein Grübler vor dem Herrn ist, aber nichts dabei rauskommt? Dass er nicht in der Lage ist, selbst Entscheidungen zu treffen und dann auch zu diesen zu stehen, sondern dazu immer eine andere Person (in diesem Fall seine EF) braucht? Dass sich niemand -auch nicht er selbst- auf sein Wort verlassen kann? Dass er ein Fähnchen im Wind ist?
Das alles weiß ich ja schon. Er muss sich also nicht mehr entschuldigen.
Lieber verwende ich meine Energie darauf, mich damit auseinanderzusetzen, warum -um Himmels Willen- ich einen Mann mit oben beschriebenen Qualitäten gut fand. Warum ich bereit gewesen wäre, meinen Kinder einen Mann vorzusetzen, mit dem eine Beziehung wohl eher nicht gehalten hätte.
Warum ich so viel akzeptiert habe-vermeintlich aus Liebe. Wo ist da meine Selbstliebe?
Ich habe Glück, einen Mann wie den meinen an meiner Seite zu haben. Auch wenn die Gefühle nicht mehr vorhanden sind, so sind wir dennoch gut miteinander und werden unseren Kinder gute Eltern bleiben. Das ist so viel Wert!
