Zitat von Allesvorbei: Nicht besser oder schlechter als er, sondern einfach anders.
Es geht nicht darum, ob oder wer der Bessere von euch beiden ist und letztlich auch nicht um die Andersartigkeit von Menschen.
Allem voran ist es die
eigene Unzufriedenheit die einen Prozess in Gang setzt und schon lange
bevor ihr beide euch kennengelernt habt, in eurem jeweiligen Leben vorhanden gewesen ist.
Die Beitrage in denen du die Lebensumstände innerhalb deiner Ehe beschrieben hast, zeigen die damit verbundene Dynamik ziemlich genau auf.
Denn wenn man als Erwachsener (so wie übrigens
alle Beteiligten deiner Geschichte) irgendwann einmal an den Punkt kommt emotional einzubrechen, weil der innerliche Frust, Ärger und die damit verbundene Kränkung des eigenen Ichs und seiner Lebenssituation überhand angenommen hat und man folglich auf der Suche nach emotionaler Entlastung dafür ist, dann ist dieser irgendwann einmal erreichte Zustand, vergleichbar mit einer Art Rebellion. Eine Rebellion die sich zunächst im Inneren und ganz allein mit sich selbst abspielt und innerhalb dieses Prozesses eine Dynamik annimmt, die sich zu einem -ebenso zunächst rein innerlichen- Aufstand hinentwickelt.
Es ist ein ziemlich langsamer Prozess, der schleichend passiert und sich über Tage, Wochen, Monate und sogar Jahre ansammeln kann, bis es zur endgültigen und innerlichen Explosion kommt, bei der die innere Stimme dann immer lauter zum Aufstand bzw. zur Gegenwehr aufruft!
Und genau an dieser Stelle besteht die größte Herausforderung der Betroffenen darin, sich stattdessen eben
NICHT (wenn auch nur kurzfristig) in sein kindliches Verhaltensmuster von damals zu flüchten oder zurückfallen zu lassen, welches seiner Zeit davon geprägt und geleitet wurde, sein Leben ausschließlich dem L_ustprinzip unterzuordnen.
Leider ist euch (wie in vielen Affären und auch Ehen) aber genau DAS passiert!
Denn das Leben nach dem (kindlichen) L_ustprinzip, war seiner Zeit einzig und allein darauf ausgerichtet, die eigene L_ust zu steigern und aufkommende Unl.ust nach Kräften, zu vermeiden!
Dieses Verhalten wiederum hat im Umgang mit Menschen (Kinder sind abhängig von ihren Eltern) die fast schon als logisch zu betrachtende Konsequenz zur Folge , dass man zur Erreichung dieses Ziels dazu neigt (vollkommen unbewusst) sein Verhalten und die damit verbundenen Entscheidungen stets vom Verhalten seines jeweiligen Gegenübers abhängig zu machen.
Somit ist das, was euch
ALLE und innerhalb dieses ganzen Affärenkonstruktes miteinander verbunden hat, die Tatsache, dass ihr euer Verhaltenen und die damit verbundenen Entscheidungen, stets vom Verhalten eures jeweiligen Gegenübers abhängig gemacht habt und euch letztlich zum Verhängnis geworden ist bzw. zum Scheitern eurer jeweiligen Beziehungen zueinander geführt hat!
Fazit: Ein endgültiger und emotional erfolgreicher Ausstieg aus dem Kreislauf von Unzufriedenheit und Enttäuschung innerhalb jedweder zwischenmenschlicher Beziehung, kann nur darin bestehen, wenn man aufhört seine Gefühle stets vom Verhalten anderer Menschen abhängig zu machen.
Die Konfrontation mit sich selbst spielt dabei die wesentlichste Rolle .... Und da liebe TE sehe ich dich,
ohne (!) es abwertend zu meinen, gerade einmal in den Anfängen, wenn ich deine letzten Beiträge so lese...
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