Zitat von Butterblume63:Die Verletzungen fingen damit an,dass die Te keine bzw. verminderte Lust auf ein S e x leben mit ihrem Mann hatte.
Aus meiner Sicht nahmen die sich
gegenseitig zugefügten Verletzungen, der TE gegenüber ihres Mannes
und umgekehrt, schon
lange vor der Affäre ihren Lauf und passierten zunächst vollkommen
unbewusst!
6uelle Lustlosigkeit entsteht nicht von heute auf morgen und lässt sich
nicht immer auf einen stressigen Alltag zurückführen. Denn
unabhängig von ihrem Alltagsstress und den
Problemen in ihrer Ehe, ist dabei die L_ust der TE auf emotionale Zuneigung und 6ualität
nie verschwunden, wie letztlich die Affäre der TE ziemlich deutlich beweist.
Sie hat diese L_ust nur lediglich ihrem EM gegenüber
nicht mehr empfunden, sodass sie (wenngleich sie bei der Erinnerung daran, womöglich noch eine gewisse (mentale) Sehnsucht danach verspürt hat) zumindest in diesem Bereich ihrer Ehe immer
passiver wurde.
Wir erinnern uns ....
Zitat von Allesvorbei:Ich kann mich aber doch nicht zum S zwingen? Und überwinden?
Auf der anderen Seite stand dann ihr EM, der zwar nach wie vor das Bedürfnis hatte mit der TE zu schlafen und hierbei womöglich auch aktive Signale gesetzt hat, aber auf die emotionalen Bedürfnisse, die für die L_usterhaltung der TE bislang wichtig gewesen sind, hingegen ebenfalls
nicht mehr aktiv, sondern (ebenso wie die TE unbewusst)
passiv reagiert hat. Oder aber er ist er dem Klassiker, nämlich dem häufig männlich ehelichen Irrglauben verfallen und hat die L_ustförderung seiner Frau mit seinem Einsatz für einen gewissen finanziellen Wohlstand der Familie verwechselst bzw. gleichgesetzt.
Wir erinnern uns...
Zitat von Allesvorbei:Für uns zu sorgen, ist Zeichen seiner Liebe.
Und genau dieses Verhalten bzw. den Ausdruck davon, ihr auf diese Weise seine Liebe zu zeigen, hat die TE bei ihrem Ehemann wie folgt unterstützt bzw. gefördert:
Zitat von Allesvorbei: Es ist in Ordnung, dass er so viel arbeitet und dass ich ihm den Rücken freihalte.
Unter der Tarnkappe der äußerlichen Ruhe bzw. dieses vermeintlich falschen "Verständnisses, empfand die TE in ihrer ganz persönlichen Gefühlswelt und in Wahrheit aber das hier:
Zitat von Allesvorbei:Zu wenig Nähe. Zu wenig Zugewandtheit.
Und spätestens an dieser Stelle, wird mit dieser
beiderseitig "märtyrerischen" Haltung, ein STILLER Prozess innerer Unzufriedenheit in Gang gesetzt, der auf lange Sicht Gefahr läuft, allem voran die Treue , Loyalität und Integrität vor
SICH SELBST zu verlieren.
Es ist eben nicht leicht einen Zustand FAIR zu kritisieren bzw. eine Veränderung für etwas einzufordern, wenn man sich eingestehen muss, dass man diesen zuvor nicht nur genauso akzeptiert, sondern auch selbst genauso mit gestaltet hat !
Was ich sagen will ist, dass diese Beziehungsdynamik genau an der Stelle eintritt, an dem zwei Menschen ihre Liebe füreinander auf die
nächste Ebene der gefühlten Glückseligkeit und damit Festigung ihrer Verbundenheit zueinander heben wollen.
Dafür werden dann Kinder gezeugt und geboren, Häuser gebaut und Kredite aufgenommen und auch deutlich mehr gearbeitet, um den allgemeinen familiären Wohlstand abzusichern bzw. zu steigern.
Im Laufe dieser Zeit gehen wir unterbewusst immer
mehr und "stille" Kompromisse ein, die im Grunde unseres Herzen allerdings nicht unseren Vorstellungen sowie tatsächlichen Bedürfnissen hinsichtlich dessen WIE wir geliebt werden wollen korrespondieren und so strengen wir uns am Anfang oft höchst enthusiastisch dazu an, diesen Zustand durchzuhalten in dem Glauben, dass dies eh nur ein kurzfristiges und notwendiges Übel bzw. "Opfer" ist, was es zu erbringen gilt, um am o.g Ende des Ziels ankommen zu können.
Spätestens an dieser Stelle wird aus der zuvor
selbstbestimmten und vollkommen
unabhängigen Liebe eine Art stillschweigender Vertrag, dem unterbewusst ein Konto zugefügt wird.
Das erkennt man oftmals bei Leuten, die in meinen Augen die "oberflächliche" Meinung vertreten, das Liebe aus "Geben und Nehmen" besteht. Für mich persönlich hingegen bedeutet wahre Liebe
schenken und
nicht opfern.
Wenn ich etwas schenke, dann tue ich das weil ICH es will und weil es mein persönliches, alleiniges Bedürfnis ist und nicht weil ich mir davon im Gegenzug etwas erhoffe oder besser noch dafür erwarte, wie es leider viele andere Menschen auf dieser Welt tun....
Zitat von Marinella:Ich rede und ich ERWARTE, dass mein partner mich hört egal wie glücklich und zufrieden er ist.
Bereits an dieser Stelle zeigt sich der Charakter eines Menschen, der die Entscheidung darüber aufzeigt, welche Persönlichkeit man selbst
tatsächlich sein bzw. leben
möchte.
Denn Persönlichkeit bzw. ein gewisses Temperament (emotionale Gefühle) ist meiner Meinung nach angeboren, während der Charakter hingegen eine lebenslange Fortentwicklung (Ausdruck davon mit Gefühlen umzugehen) darstellt, von der wir uns irgendwann einmal eben nicht mehr freisprechen können, das wir diese nicht bewusst entschieden hätten.
Siehe hier:
Zitat von Marinella:Jeder trägt die versntwortung für sein handeln und sein leben.
In einer Diskussion über meine Einstellung zur Liebe, sagte ich meinen Mann und im Laufe unserer Beziehung einmal wörtlich :,, Meine Liebe hat
keinen Kontostand und wenn doch, dann ist der immer voll und nichts was mir Menschen in meinem Leben schon angetan haben, konnten oder werden jemals daran etwas ändern können!
Soviel zum Thema :
Zitat von Marinella:Aber es gibt dinge, da hat man keinen einfluss drauf. Manche leute kriegen solange auf die fresse, dass sie am ende alles versuchen um sich freizukämpfen. Da fehlt manchmal einfach die kraft für den moralisch richtigen weg.
Jeder Mensch genießt die Freiheit SELBST zu entscheiden was für ihn moralisch richtig oder falsch ist!
Wenn man aber dazu neigt, die Moral ständig vom Verhalten seines Gegenübers abhängig zu machen (und das gilt für beide Seiten), dann ist es die größte Anstrengung bzw. Kraft die man aufwenden muss, sich das selbst auch einzugestehen.
Denn wer seine moralischen Vorstellungen und aus. dem o.g Verhalten heraus resultierend, ständig auf dem Rücken anderer rechtfertigt, der biegt nicht "richtig oder falsch" ab, sondern hat einfach nur nicht die Eier in der Hose, den Blinker zu setzten und dem Verkehrsteilnehmer rechtzeitig anzuzeigen, WO, WANN und in welche Richtung er
SELBST genau abbiegen möchte!
Das ist alles worum es sich zumindest bei mir bzw. meiner ganz persönlichen Definition von Moral dreht.
Für mich persönlich schließt sich damit der Kreis meiner persönlichen Beobachtungen zum Thema "Liebe in zwischenmenschlichen Beziehungen".
Denn auch in diesem Thread (ich schrieb es bereits vor mehreren Seiten) zeigt sich, dass (fast) jeder Mensch, sich zu Beginn einer Beziehung lediglich in das
Verhalten eines Anderen, nicht aber in dessen tatsächliche und vollumfängliche Persönlichkeit verliebt!
Denn das ist aus meiner Sicht schlicht und ergreifend gar nicht möglich, weil sich die Persönlichkeit eines Menschen praktisch sein
ganzes Leben lang fortentwickelt und damit auch verändert!
Ich für mich habe gelernt, dass die eigene Glückseligkeit innerhalb einer Beziehung nicht davon abhängt, OB oder DAS man sich mich für einen Menschen entscheidet, sondern einzig und allein davon, ob man dazu bereit ist, genau
diesen einen Menschen sein
ganzes Leben lang kennenzulernen!
Einander aufrichtig zu lieben, bedeutet für mich allerdings
nicht sich gegenseitig mit allen Ecken und Kanten zu akzeptieren, sondern das Bestreben zu haben, sich in seiner jeweiligen Persönlichkeitsentwicklung und gegenseitig zu
fördern. Denn wenn ich mir überlege welche Vorstellungen, Ansprüche und Sichtweisen ich in gewissen Etappen meiner bisherigen Lebensjahre hatte, dann variieren bzw. unterscheiden sich diese teilweise ziemlich massiv voneinander.
Zu erwarten, dass mich jemand
bedingungslos so akzeptiert wie ich "jetzt" bin und umgekehrt ist, grenzt für mich persönlich an Utopie! Seine Aufmerksamkeit nur auf die für mich positiv ausfallenden Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen zu richten und diese zu fördern, bedeutet allerdings nicht, das vermeintliche Defizite im Charakter eines menschen gar nicht erst aufkommen können, sondern das es ohne eine gesunden und partnerschaftlichen kritischen Spiegel, schlicht nicht möglich ist, gemeinsames und erfolgreiches Wachstum innerhalb einer Beziehung zu erzielen bzw. voranzutreiben.
Denn ich möchte damit
ausdrücklich nicht die Botschaft senden, dass man alles und wirklich alles nur lange genug innerhalb einer Partnerschaft durchhalten oder aushalten muss, sondern das genaue Gegenteil davon!
Wenn man einen Zustand nämlich nur durchhält oder aushält, fördert man damit allenfalls die Festigung dessen, weil ein Vorwärtskommen auf diese Weise de Facto nicht möglich ist!
Echte Liebe, so hat mich bislang nur meine Tochter lehren können, ist ein Gefühl welches vollkommen bedingungslos ist.
Jemanden bedingungslos zu lieben bedeutet allerdings
nicht sämtliche Defizite in seinem Charakter oder seinem Verhalten mir gegenüber akzeptieren zu müssen, sondern eine Balance herzustellen und das aber OHNE, das der eigene Selbstwert angegriffen oder dabei gar die eigene Identität verloren geht. Auch wieder umgekehrt genau so!
Fazit: Gefühle der Wut, des Ärgers und der Aggression zeigen uns den Wunsch nach Veränderung an.
Was viele Menschen aber im Stadium bzw. im Laufe dieser Gefühle zu verdrängen versuchen, ist die Tatsache, dass sich dadurch immer zuerst selbst verändern oder aber feststellen......
Zitat von Allesvorbei:Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann hätten wir jetzt Sommer 2021:
Ich habe mich selbst wiedergefunden, lebe mit meinem Mann nur noch als Eltern zusammen, der AM und sein mieses Verhalten sind Schnee von gestern und ich bin gerade dabei, mich neu zu verlieben.
....das sie schon immer so waren....
P.S Dieses Zitat erfolgte bereits schon auf Seite 2 dieses Threads