Zitat von Allesvorbei:Ich weiß, dass ich verantwortlich für alles bin.
Ich mache meinem Mann auch keinen Vorwurf. Ich habe gelogen, er vertraut mir nicht mehr. Natürlich muss er jetzt gehen.
Bald beginnt hier wieder die Schule. Bis dahin muss ich einigermaßen wiederhergestellt sein für die Kinder. Momentan sind sie bei meinen Eltern. Ich habe sie gestern hingebracht und werde sie erst einmal bei ihnen lassen. Da ist gerade mehr Stabilität als bei mir. Geredet haben wir noch nicht mit ihnen.
Mein Mann möchte im laufe der Woche nochmal ein Gespräch führen. Was dabei rauskommt, weiß ich nicht.
Vermutlich musste alles so kommen. Es hat wohl mit meinem Mann wirklich nicht mehr gepasst.
Deswegen auch die Affäre.
Und während ich hier vor einem Scherbenhaufen stehe, sitzt der AM daheim im warmen Nest. Aber klar: das ist das Risiko!
Ich habe zu hoch gepokert und alles verloren.
@allesvorbei, du steckst jetzt leider in einer sehr schwierigen und hoch belastenden Situation. Versuche soviel
Hilfe zu bekommen wie möglich. Grabe dich bitte nicht ein und lasse dich nicht hängen. Immerhin möchte dein
EM im laufe der Woche nochmal ein Gespräch mit dir führen. Ehrlichkeit und erkennbar alles zu tun was in der
Situation helfen kann ist empfehlenswert.
Wir können nicht beurteilen, ob es mit deinem Mann wirklich nicht mehr gepasst hat. Es ist jedoch ein Irrglaube,
dass Affären in guten, stabilen Ehen nicht vorkommen. Nein, es mußte nicht so kommen, aber die Wahrschein-
lichkeit wie eine Affäre, wie bei dir, ausgeht ist sehr hoch (meist wird 90% genannt). Ja, du hast hoch gepokert
und egoistisch gehandelt, deinen Mann verletzt, den Kindern einen Bärendienst erwiesen, stehst nun in deinem
Umfeld nicht gut da, aber deswegen bist du doch kein schlechter Mensch. Den Preis den du jetzt vermutlich
zahlst ist hoch, zu hoch.
Dein Fokus liegt immer noch viel zu viel beim AM. Dein Mann wird das merken durch deine Ausstrahlung und
Körpersprache. Versuche so schnell wie möglich aus diesem Gedankenkarussell raus zu kommen, es schadet
dir in mehrfacher Hinsicht.
Überlege bitte was deinem Mann helfen kann mit dieser Situation besser umgehen zu können und was du tun
kannst den Scherbenhaufen nicht größer werden zu lassen, sondern im Gegenteil zu minimieren. Und werde
dir klar was du selber möchtest, und dann weißt du was du tun solltest. Der Wille kann Berge versetzen, so
sagt man. Wer aufgibt hat bereits verloren.
Ich wünsche dir, dass zumindest für die Elternebene eine gute Lösung gefunden wird die funktioniert und die
Kinder das möglichst unbeschadet überstehen. Eine Trennung bedeutet noch nicht zwangsläufig das finale
Ende, entsprechendes Verhalten vorausgesetzt. Du und dein Mann habt euch doch mal und lange geliebt, was
jetzt verschüttet aber nicht selten reaktivierbar ist.
Alles Gute und viel Glück. Und ja, es wäre schön weiterhin von dir zu hören.