Zitat von Selbstliebe:Wer wird dann eigentlich geschont? oder soll geschont werden?
Naja, der Betrüger schützt sich selbst. Das wäre ja doof, wenn man das Ganze beendet hat, dass sich der "geliebte" Partner dann von einem trennt.
Zitat von Selbstliebe:was ich durchaus problematisch finde ist, welcher Lernerfolg eigentlich eintritt, wenn jemand seinen Partner betrügt, die Affäre beendet / oder sie beendet wird und sein betrogener Partner das niemals erfährt.
Lernerfolg ist das Eine. Das andere ist meiner Meinung nach die Schieflage der Beziehung danach. Einer weiß etwas eklatant Wichtiges für beide, der andere nicht. Das steht, zumindest für einen, immer zwischen den beiden. Da gibt es keine wirkliche Nähe mehr.
Dazu kommt noch, dass ja immer die Gefahr besteht, dass es vielleicht durch einen dummen Zufall doch noch herauskommt. Eine entspannte Beziehung sieht für mich anders aus.
Der Betrüger muss sich ja außerdem immer kontrollieren, dass er sich nicht in einem unbedachten Augenblick mal verplappert.
Also,
wenn das "Kind schon in den Brunnen gefallen ist", dann aber auch raus damit. Solche Geheimnisse und Verschweigen in einer Beziehung ist nur krank.
Außerdem stiehlt man dem Partner weiterhin (bis ans Lebensende?) die Lebenszeit. Und vor allem raubt man ihm seine Entscheidungsfreiheit (während der Affäre sowieso, aber wenn man es verschweigt, dann jahrelang). Vielleicht würde der ja gar nicht mehr mit einem zusammen sein wollen, wenn er/sie es wüsste.