Zitat von Isely:Ach so. Dann soll er wenigstens abends nicht mehr da sein. Der würde ich einen Strich durch die Rechnung machen und am Wochenende wäre ich auch weg. Das wird wohl keine rechtlichen Konsequenzen haben.
Noch einmal, Ausziehen ist böswilliges Verlassen in Österreich und liefert der Ehefrau Munition für die strittige Scheidung!
Er sollte jetzt ein vorbildlicher Vater sein, der auf jeden Fall zu Hause ist, so schwer das auch fällt. Er will schließlich erreichen, dass das Gericht anordnet, dass das Kind bei ihm lebt. Und das wird nicht einfach, denn normalerweise erhalten die Eltern ein geteiltes Sorgerecht auch im Fall der strittigen Scheidung. Das Kindeswohl steht im Vordergrund, nur, wenn sich die Eltern nicht einigen können, bei wem das Kind lebt, entscheidet das Gericht den Wohnsitz des Kindes für die nächsten 6 Monate, dann wird erneut evaluiert.
Ein alleiniges Sorgerecht für den Vater ist möglich, aber da muss die Unfähigkeit der Mutter nachgewiesen werden (z. B. Dro., Misshandlungen, Missbrauch, psychische Erkrankung etc).
Aber ich fürchte, dass die österreichische Judikatur mMn meist das Kind bei der Mutter belässt, das wird leider sehr schwierig, da das Kindeswohl im Vordergrund steht und nicht, ob man schuldhaft geschieden ist...hier könnte man vielleicht Vernachlässigung des Kindes anführen (Andere sitten das Kind, während die Mutter zur Affäre geht), aber ich bin kein Jurist, da kann nur ein guter Anwalt helfen