Zitat von JuWel_:PUHHHH - also erstmal , ja ich lese zwischendurch, habe aber wie hier bereits geschrieben wurde ( danke dafür !) nicht immer sofort Zeit um eine Antwort zu schreiben .
Ich finde es schon krass , wie man hier angefeindet wird , ganz klar , meine Geschichte ist keine tolle Geschichte und ich bin nicht stolz darauf wie es gelaufen ist . Ich hätte mir , wie ich auch schrieb , niemals vorstellen können das ich jemals in eine solche Lage gerate . Und ganz klar , ich kann meinen Alltag , mein Berufsleben und auch meine Kinder ganz normal meistern . Ganz ehrlich , dieser Mann hat mir zwischendurch immer wieder gesagt , das er sich eine Zukunft mit mir wünscht , das er sich das auch mit den Kindern vorstellen kann usw. Er erzählte mir auch noch vor 3 Wochen , das er sich schon überlegt hat , wie es sein würde irgendwann mit mir zusammen zuziehen . Das es dann doch nicht so ist , erfuhr ich erst als ich ihn erwischt habe - ja , wahrscheinlich alles nur Ausreden !
So ist das halt mit "Affären". Da gibt's nunmal keine wirklichen Verpflichtungen, newa? Letztlich kann sich da jeder jederzeit herausziehen. Welches Versprechen gibst Du demjenigen/derjenigen denn schon? "Oh, es ist toll Beachtung und Sex zu finden, was auf mein Ego oder meinen Minderwert oder meine Unzufriedenheit zurückgeht?"
Ich spreche da übrigens aus Erfahrung. Ich war schon auf jeder Seite. Das Erste, was Du eben lernen musst ist, dass Du für Deine Entscheidungen verantwortlich bist.
Zitat:Wieso ich meine Mann geheiratet habe , hat hier jemand gefragt , nein , es war kein Kind unterwegs und es war auch keine verzweiflungsheirat oder Angst niemanden abzubekommen - Ich habe aus liebe geheiratet - ganz klar . Dennoch kann man verschieden lieben - man kann feststellen , das es eine Steigerung gibt , ist das eine Schande ?
Nö, die Schande ist, den Mann, der Dich ja offenbar liebt und den Du eben nicht abgesägt hast, weil Du den "sicheren Hafen" offenbar nett fandest, betrügst. Die Schande ist, dass Du keinen Moment über die Konsequenzen nachgedacht hast, weil es Dir um Dich ging. Und was haste jetzt daraus gelernt? Es ging in die Binsen und Dir geht's besch*ssener als zuvor. Kenn ich. Ich hab damals dann mit meiner Freundin Schluss gemacht, denn bei mir war es Unzufriedenheit in der Beziehung. Bei Dir kann es aufgrund der psychischen Prämisse noch mehr als das sein. Die Steigerung gab's übrigens eher, weil Du Dich plötzlich wieder aus dem Alltag gezogen begehrt geführt hast. Das ist ein typischer Hormon-Cocktail, der erstmal gar nichts heißt. Das garniert mit den überbordenden emotionalen Ausbrüchen ergibt ne hektische Achterbahn, die Dich hin und her wirft... mit Liebe hat das gar nicht so viel gemein.
Zitat: Das Leben läuft leider nicht immer nach Drehbuch , ich wünschte es wäre mir nicht passiert . Ich war in einer Verhaltenstherapie, sie hat mir nur sehr wenig gebracht . Es wurde immer wieder nur gesagt , Das ich mich auch um mich kümmern muss . Ja , das mache ich aber und ich hatte nie das Gefühl , das mir mein Alltag Zuviel ist oder ich mehr Zeit für
Mich bräuchte. Mein Mann hat mich unterstützt, es gab immer eine faire Arbeitsteilung. Das einzige , wo ich mich h wirklich im
Stich gelassen gefühlt habe, war die Zeit als ich diese Angst hatte . Er hat es Nicht verstanden.
Ja, aber auch hier. 1. Du bist Herrin über das Drehbuch. Du kannst nicht so tun, als hättest Du nicht selbst entschieden. Du hättest dem Typen schon bei den Rosen sagen können: Ne, danke. Du hast Dich aber dagegen entschieden. So läuft das manchmal. Dir muss aber klar werden, dass DU die Entscheidungen getroffen hast. 2. Dein Mann ist dein MANN. Er ist NICHT Dein Therapeut. Also ja, es kann durchaus sein, dass er die Angstzustände nicht komplett verstanden hat. Ein Partner (eine Partnerin) kann nicht alles ergründen, kann nicht alles erraten, kann nicht alles wissen... das ist eben so. Dafür seid ihr zwei unterschiedliche Menschen.
Zitat:Seine starke Frau , die immer gesund war , die sich nie irgendwo rein reden ließ , sie immer wusste was sie wollte und auch was sie nicht wollte . Er konnte mit dieser Situation nicht umgehen - hat es immer abgetan und meinte ich soll aufhören mit diesen Hirngespinsten . Ich würde so die Familie kaputt machen . Ich soll aufhören Angst zu haben .
Mich hat diese angsterkrankung selber überrollt, ich erkannte mich selber nicht wieder . Das hinterließ Narben . Ich hätte es
gebraucht , das er mich ernst nimmt , das er mich diese Angst einfach haben lässt und nicht versucht sie klein zu reden . Kann ich ihm deswegen böse sein -
NEIN . Er sagte , er hatte die Hoffnung, das ich mich dadurch wieder runterkriegen lasse . Wer weiß , wie ich reagiert hätte wenn es andersrum er gewesen wäre , dem es so ergangen wäre . Es ist immer leicht zu behaupten, das hätte ich ganz anders gemacht, aber wenn man noch nie in Berührung mit einer solchen Situation geraten ist .... ich will
Keine Ausreden dafür finden , warum
Ich mich auf
diesen anderen Mann eingelassen habe
Doch, doch. Das klingt schon ziemlich nach Ausrede. Du redest es Dir hier zumindest im Moment gerade. Die Angststörung muss weiterhin behandelt werden. Da steckt ja offenbar mehr drin, ABER Dein Partner ist dafür nicht zuständig, auch Deine Kinder nicht. Und es kann für eine/n Partner/in schon sehr belastend sein, wenn so eine psychische Erkrankung auftaucht. Es gibt ja auch nicht umsonst das Wort "Co-Abhängigkeit".
Zitat: , auch weiß ich nicht was mir
In meiner Ehe gefehlt haben könnte , ich hatte alles ... natürlich schenkt mir mein Mann nicht jede Woche Blumen , aber dafür hat er sonst immer an mich gedacht hat mir z.b. meine lieblingsschokolade gekauft wenn er einkaufen war etc.
Gerade DANN ist es eigentlich umso bitterer. Denn so gesehen müsste Dein Mann jetzt immer Angst haben, dass seine Frau ihm fremdgeht, sobald irgendein Kerl mit Tattoos mal n bisschen Süßholz raspelt und auf Proto-Alpha macht. Ich denke mal, dass Deine emotionale Basis komplett in Schieflage liegt und deshalb diese Situationen und Gefühle zu Stande kommen/kamen.
Zitat:Wir wohnen weiterhin zusammen - ich weiß nicht , ob mein Mann mir jemals verzeihen kann , vergessen wird er es wohl
Niemals .
Korrekt. Das wird er nicht vergessen. Verzeihen ist eine andere Sache. Was hat er denn dazu gesagt? Wie reagiert er?
Zitat: Das schlimme an der ganzen Sache ist , ich weiß und wusste die ganze Zeit über , was für einen tollen Ehemann ich habe und das viele Frauen sich so etwas wünschen und dennoch war ich bereit alles
zu riskieren -ich weiß nicht warum. Jetzt da ich alles hier so niederschreibe , komme Ich mir dumm und naiv vor . Aber wisst ihr was , genau deshalb schreibe ich hier , ich will verarbeiten, ich will
Mich selber verstehen können und vor allem will ich , das mir so etwas nie wieder passiert .
Du hast das Buch aus der Hand gegeben. Das ist das Problem. Du hast Deine Selbstkontrolle abgegeben. Und dadurch bist Du gefallen. Manchmal läuft das gut, wenn man vielleicht sogar einen Partner wie Deinen Mann hat, auf den Du Dich eigentlich verlassen kannst. Gibst Du Deine Selbstkontrolle aber in die Hände eines Typens wie den, den Du da kennen gelernt hast, dann siehst Du ja wohin das führt.
Dir geht's jetzt megaschlecht, und Du findest Dich selbst nicht wieder.
Also... was kannst Du jetzt tun?
1. Ankerpunkte setzen - etwas finden, dass Dich erdet.
2. Wenn Du Deine Ehe noch willst (und das gilt es EINDEUTIG zu ERGRÜNDEN - nicht aus Trotz "Ja" sagen, um Dir oder irgendwem was zu beweisen - Willst Du Deine Ehe noch? Die Antwort kann ruhig eine Woche dauern... und die Antwort gibst Du nur Dir, die musst Du hier nicht breit treten), dann solltest Du daran eindeutig arbeiten und schauen, ob das Rein-Raus, für das Du es auf's Spiel gesetzt hast, Ersatz für irgendeinen Mangel war. WENN das dann geklärt ist, kannst Du Dich auch bei Deinem Mann fallen lassen.
3. Therapie weiterhin begehen... sofern da kein Platz frei ist, im weiteren Umfeld suchen. Das ist wichtig. Die Ängste, die da am Gehen sind, haben Dich destabilisiert und das muss raus, damit Du wieder erkennst, dass Du selbst- und nicht fremdgesteuert bist.
Und JA, ich WEIß, das ist alles nicht immer so einfach, aber Du willst ja auch nicht Dein Leben lang wie ein Blobfisch dreingucken, ergo: Muss das jetzt auf die Pfanne... also Dein Leben, nicht der Blobfisch.