Ich finde Affären shaize. Es werden Menschen verletzt, die vorgeblich geliebt oder wenigstens gemocht werden. Meist hab ich auch ein wenig den Eindruck, dass jemand, der eine Affäre führt (und damit lügt und betrügt) sich nicht mal selber besonders liebt oder mag. Sonst würde er - mal abgesehen von Menschen, die NUR sich selbst sehen - sowas nicht machen.
Affären passieren (jaja. "Reingerutscht" gilt für mich nicht!) aber nun mal. Wenn sich das ursprüngliche Paar darauf einigt, die Beziehung trotz Affäre retten zu wollen, dann ist für mich eine Grundvoraussetzung "Vergebung". Natürlich gehört auch eine gewisse Offenheit dazu und dass Fragen, wie es dazu kommen konnte, beantwortet werden.
Fragen, wer wann was gemacht hat und welche Stellungen bevorzugt wurden, jedoch nicht. Oder vielleicht im ersten Moment des Schocks (obwohl man es als Betrogene/r eigentlich gar nicht wissen will), jedoch auf gar keinen Fall über Jahre.
Ich habe nie betrogen, aber hätte ich es, dann würde ich mir niemals auf Ewigkeit das Büßerhemd anziehen lassen wollen. Ich verstehe nicht, warum man - auch als böser, aber reuiger Betrüger - so etwas mitmacht.
Über alles gesehen gab es einen Grund, warum Du betrogen hast. Und es gibt einen Grund, warum Du an Deiner Beziehung jetzt so fest hältst, obwohl die Zeichen nicht so stehen, als ob Dir jemals verziehen wird. Für mich hat weder das eine noch das andere mit Liebe zu tun
Und nun? Man kann sich trennen. Um so einfacher kann man sich trennen, wenn keine großartigen Verpflichtungen (Kinder, Haus, Hund, Katze, Maus) vorhanden sind. Das kriegst aber weder Du noch Dein Partner geschissen.
Naja. Es gibt viele Wege, sich das Leben schwer zu machen...