Zitat von Wurstmopped:ch möchte der TE nichts unterschrieben...ich finde es grundsätzlich supi das die ihre Libido wiedergefunden hat! Unabhängig von ihrem Mann!
Wer sich vom Partner gering geschätzt fühlt, sucht sich anderswo Bestätigung.
Ein Phänomen, das in viele langjährigen Beziehungen immer wieder auftritt. Dadurch, dass alles so lange eingespielt ist, vergessen viele Partner etwas sehr Wichtiges: Dem anderen jede Tag wieder neu die eigene Liebe zu zeigen. Mit Worten und Taten.
Vielmehr schleicht sich im Alltag oft ein etwas rauer Umgangston ein. Stress, Hektik, wenig Zeit für sich und den Partner da wird die Kommunikation manchmal auf ein absolutes Mindestmaß reduziert. Für Komplimente und gegenseitige Bestätigung ist da oft keine Gelegenheit. Schade denn gerade diese kleinen Gesten sind sehr wichtige Faktoren für das dauerhafte Gelingen einer Beziehung.
Denn wer an seiner Attraktivität zweifelt, kommt schnell einmal auf die Idee, seinen Marktwert zu testen. Wer sich zu Hause nicht mehr anerkannt oder bewundert fühlt, möchte vielleicht ausprobieren, ob das generell so ist. Wenn sich dann ein Flirt ergibt, eine Person findet, die einem genau dieses Bedürfnis nach Bestätigung erfüllt, brennt das Feuer der Leidenschaft schnell lichterloh.
Am Anfang ist alles eitel Sonnenschein. Wenn wir verliebt sind, scheint es keine Alltagsprobleme zu geben. Wir befinden uns in einem hormonellen Ausnahmezustand, können keine Sekunde ohne den Partner sein und haben jede Menge Spaß miteinander. Sei es beim Einkaufen oder beim Sex.
Und dann gehen die Jahre ins Land. Gewohnheiten und Routine ziehen ein. Wir haben nicht mehr ganz so viel Spaß beim gemeinsamen Einkaufen. Im Gegenteil: Wir zoffen uns vielleicht sogar an der Käsetheke! Der Sex ist auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Wie auch?
Ständig kommt ein Kind ins Schlafzimmer geplatzt oder uns fallen schon abends auf der Couch die Augen zu. Wir finden all die liebenswerten Marotten unseres Partners, die wir anfangs milde belächelt haben, mittlerweile auch echt nervig. Und Zeit für Zweisamkeit ist sowieso kaum noch vorhanden.
Der Alltag kann ein echter Glückskiller sein. Und es bedarf schon eines gehörigen Engagements, damit in all dem Stress Romantik und Leidenschaft noch ihren Platz haben.
Erst lebt man nebenher dann hat man sich auseinandergelebt
Dauert dieser Prozess über Jahre und wird nicht regelmäßig sortiert und aufgeräumt, wird die Beziehung irgendwann zu einer Rumpelkammer.
Es sammelt sich immer mehr Ballast und Unrat an. Eines Tages ist aus dem Miteinander eine Zweckgemeinschaft zur Aufzucht der Kinder geworden.
Oder zum gemeinsamen Abtragen der Schulden fürs Häuschen. Die Bindung wird dann eher als Gefängnis empfunden denn als lebendiges Verbundensein. Wenn es so weit gekommen ist, fällt oft die Standardaussage: »Wir haben uns eben auseinandergelebt.«
Da ist auch etwas Wahres dran. Man ist auseinandergedriftet, und das Einzige, was einen noch zusammenhält, sind gemeinsame Pflichten. Die Freuden sind auf der Strecke geblieben.
Eine Affäre ist dann wie ein Eintauchen in das erfrischende Bad der verloren geglaubten Lebendigkeit. Schafft es ein Paar nicht, jenseits des Alltags sich immer wieder Zeiten zu organisieren, sich als Mann und Frau, zu erleben und bleiben viele Konflikte ungelöst, erstarrt die Liebe unweigerlich.
So ist es auch zu verstehen, dass immer mehr Frauen jenseits der vierzig sich einen Geliebten suchen und den Partner nach einiger Zeit auch verlassen.
Die Kinder werden größer und unabhängiger und die Defizite der Partnerschaft immer offensichtlicher. Viele Frauen ziehen in dieser Situation einen Schlussstrich und beginnen noch einmal ein Neues Leben.
Männer hingegen tendieren dazu, Dreiecksbeziehungen über lange Zeit geheim und aufrechtzuerhalten. Sie wollen sich nicht entscheiden und versuchen, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.