Gast2017
Gast
Ich bin seit längerem stille Mitleserin und möchte allen Forumsteilnehmerinnen und -teilnehmern für die konstruktiven Beiträge danken.
Meine Situation ist die Folgende: Ich bin seit sieben Jahren geschieden und habe einen Sohn im Pubertätsalter. Im Sommer des vorletzten Jahres habe ich eine Affäre mit einem verheirateten Mann begonnen. Er hat drei Söhne, der Jüngste ist 18 Jahre alt. Kennengelernt habe ich den Mann in der Feuerwehr. Das gegenseitige Interesse begann schon lange bevor wir die Affäre miteinander eingingen. Allerdings habe ich mich zuerst dagegen gewehrt, da ich von Anfang an wusste, dass er verheiratet ist. Er sagte mir bereits zu Beginn, dass für ihn klar sei, dass er sobald auch der Jüngste aus dem Gröbsten raus sei und seine Lehre abgeschlossen habe, seine familiäre Situation radikal ändern werde (Karten neu gemischt war sein Ausdruck)). Dies sei zwischen ihm und seiner Frau, welche seit Jahren nicht mehr bei ihm im Schlafzimmer schlafe ein offenes Geheimnis. Die Ehe sei schon seit Jahren zerrüttet und der Grund sei das Fremdgehen seiner Frau gewesen. Zu Beginn unserer Affäre sagte er immer, dass er mit mir eine Beziehung aufbauen wolle und liess diesen Worten in dem Sinne auch Taten folgen indem er sich täglich Zeit freischaufelte um mich zu sehen, mit mir Essen zu gehen, mit mir zu verreisen usw. Es wurde eine Schattenbeziehung, ein Zweitleben für ihn von welchem ausser uns beiden niemand etwas erfahren durfte. Diese Heimlichkeiten und auch Lügen mit welchen wir uns umgaben, wurden mir aber zuviel. Ein solches Verhalten widerspricht meinen Werten diametral und ich kam zum Punkt bei dem ich sagen musste: Das bin nicht ich. Im letzten Sommer kam es dann zur ersten grossen Krise und einem Abbruch der Affäre. Seither kam es aber immer wieder zu Rückfällen. Da wir beide in der Feuerwehr sehr nahe zusammenarbeiten kann ich eine KS auch nicht wirklich einhalten. Dass ich nicht loslassen kann, hat aber auch mit einem Punkt sehr viel zu tun: Ich kann die Hoffnung nicht aufgeben, dass er in einem Jahr oder so wirklich seinen Entschluss, den er bereits gefasst hat, bevor er mich kannte, sich von seiner Situation zu lösen, umsetzt. Wie kann ich diese Hoffnung loslassen?
Danke für Eure Tipps und Antworten zum Voraus
