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Affäre vs Ehefrau - der ehrlichste Post meines Lebens

sanin

sanin


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rein wirtschaflich gesehen, wäre es so. Aber auch A profitiert von dieser Beziehung.

Läuft eine Beziehung gut, dann geben und nehmen beide gerne. Aber deine Frage ist berechtigt, was wenn die Beziehung genau hier endet. Ist A in der Lage den Blickwinkel auf das zu steuern was er bekommen hat, oder sieht er es rein materiell.
Aber genau wovon Scheidungsanwälte ihren Lebensunterhalt verdienen.

Und du hast in einem Punkt sehr recht. Solange das Herz involviert ist, mag man Vereinbarungen treffen. Ist das Herz nicht mehr beteiligt, bleibt nur noch die Kopfsache. Somit ist deine Kosten-/Nutzenrechnung gar nicht verkehrt.
Nicht umsonst heisst es man soll Verträge dann schließen wenn die Sonne scheint.

30.12.2011 13:48 • #211


aehm


75688
Hallo sanin,

wenn man diese fiktive Situation mal nur auf das Selbstwertgefühl von A bezogen betrachtet :
Warum um Himmels Willen ist es im Keller ? Es müsste doch eigentlich ganz,ganz oben sein.
Die Emotionen sind bei diesem Modell natürlich ausser Acht gelassen und natürlich die Tatsache, dass A und B ja Variablen sind, die von unterschiedlichen Charakteren dargestellt werden können, wo ja immer unterschiedliche Reaktionen auf ein bestimmtes Ereignis erfolgen.

30.12.2011 19:59 • #212



Affäre vs Ehefrau - der ehrlichste Post meines Lebens

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Uli


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Hallo sanin,

wenn man diese fiktive Situation mal nur auf das Selbstwertgefühl von A bezogen betrachtet :
Warum um Himmels Willen ist es im Keller ? Es müsste doch eigentlich ganz,ganz oben sein.


Sehr interessante Sichtweise, muss ich drüber nachdenken

30.12.2011 20:06 • #213


Alena-52


75688
@ Sanin
Zitat:
Läuft eine Beziehung gut, dann geben und nehmen beide gerne. Aber deine Frage ist berechtigt, was wenn die Beziehung genau hier endet.


ich denke mal die frage beantwortet sich selbst - in einer beziehung in der geben und nehmen im einklang ist - d.h. dann wenn sie gut läuft - wird die beziehung auch nicht enden !

erst wenn das ungleichgewicht zu gross wird - einer immer nur gibt und der andere nimmt - kommt es irgendwann zur abrechnung und aufrechnung und wenn einer sich selbstständig macht, sich das, was er meint es würde ihm fehlen - woanders sucht.

was der einer in materieller sicht mehr hineingibt - gibt der andere vielleicht mehr emotional hinein - auch das kann durchaus gut laufen - weil der andere dem materiell unterstützenden durch seine zuwendung ihn auch immer wieder darin aufbaut es auch schaffen zu können. wenn beide damit zufrieden leben können - kann diese form von beziehung ewig dauern.
die meisten versäumen rechtzeitig bilanz zu ziehen!

01.01.2012 02:38 • #214


aehm


75688
Zitat von Alena-52:

was der einer in materieller sicht mehr hineingibt - gibt der andere vielleicht mehr emotional hinein - auch das kann durchaus gut laufen - weil der andere dem materiell unterstützenden durch seine zuwendung ihn auch immer wieder darin aufbaut es auch schaffen zu können. wenn beide damit zufrieden leben können - kann diese form von beziehung ewig dauern.
die meisten versäumen rechtzeitig bilanz zu ziehen!


Das trifft es sehr gut Alena. Eine Beziehung ist doch eigentlich ein team in dem jedes teammitglied das einbringt, was es am Besten kann. Im Laufe einer Beziehung entwickelt sich das doch, nimmt dann irgendwann Automatissmen an. Geben müssen ja nicht nur materielle Dinge sein. Diese absolute Güte, Wärme und Herzlichkeit einer Frau würde ich zB niemals erreichen können. Also ist es ein Austausch. Ich würde es geringfügig umformulieren wollen :

In einer guten (was ist eigentlich in dem Zusammenhang gut ? ) Beziehung zieht keiner Bilanz sondern jeder weiss, dass alles was eingebracht wird auch allen nutzt - also auch ihm selbst. Aber ich denke auch das ist immer ganz individuell zu betrachten. Zwischenbilanzen zieht wohl jeder für sich immer mal. Aber das ist ja nich falsch.

Mir ging es bei diesem fiktiven Beispiel aber darum, aufzuzeigen, dass der/die Verlassene sein Selbstwertgefühl vollkommen unnötig herunterprügelt. Das wirkt auf mich aber auch ein wenig wie so eine Art Selbstbetrug, Selbstmitleid. So nach dem Motto : ich bin jetzt verletzt worden ich WILL ja gar nicht, dass es mir gut geht( weil, wer verletzt ist, dem hat es schlecht zu gehen). Also haue ich mir selbst noch mal was auf die Nase, damit es mir noch bescheidener geht.

01.01.2012 13:13 • #215


Alena-52


75688
Zitat von aehm:
Mir ging es bei diesem fiktiven Beispiel aber darum, aufzuzeigen, dass der/die Verlassene sein Selbstwertgefühl vollkommen unnötig herunterprügelt. Das wirkt auf mich aber auch ein wenig wie so eine Art Selbstbetrug, Selbstmitleid. So nach dem Motto : ich bin jetzt verletzt worden ich WILL ja gar nicht, dass es mir gut geht( weil, wer verletzt ist, dem hat es schlecht zu gehen)..


ja, genau - das ist mir auch klar! es geht auch um selbtbestrafung!
das eigene verhalten, die gedanken - lösen eben genau diese gefühle aus - die können wir nur ändern - wenn wir genauer hinschauen!

das problem ist - ehe es zu einer trennung kommt - ist ja meist das selbstwertgefühl - weil man lange zeit ein übles spiel mitgespielt hat - schon sehr weit unten - wäre es anders - hätte man sicher rechtzeitiger die kurve gekriegt und wäre aus dem dilema ausgestiegen.

durch die trennung bekommt man dann noch eins drauf - sieht sich als schuldiger - weil man glaubt - man hätte noch mehr kriechen müssen und bestraft sich - so selbst - der andere ist ja nicht mehr da - der es sonst übernommen hat ! das geschieht meist aufgrund eines musters, das in uns gespeichert ist - unbewusst!
da muss man erstmal hinterkommen - damit sich etwas ändern kann.

01.01.2012 17:41 • #216


analena


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Zitat von aehm:
Das wirkt auf mich aber auch ein wenig wie so eine Art Selbstbetrug, Selbstmitleid. So nach dem Motto : ich bin jetzt verletzt worden ich WILL ja gar nicht, dass es mir gut geht( weil, wer verletzt ist, dem hat es schlecht zu gehen). Also haue ich mir selbst noch mal was auf die Nase, damit es mir noch bescheidener geht.


Ist aber leider nicht so einfach - es interessiert niemanden ob es Dir schlecht geht oder nicht - also bringt es dir auch nichts diesen Zustand unnötig zu verlängern - vorausgesetzt - du leidest nicht unter Selbstzerstörungswahn.

01.01.2012 17:55 • #217


Uli


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Also ich kann sagen, dass ich es gründlich satt habe zu leiden.
Genug von Selbstmitleid, Selbstbetrug usw.
Möchte morgens aufwachen und frei durchatmen können.
Irr noch ein wenig rum, um den Weg dahin zu finden..

01.01.2012 18:03 • #218


analena


2015
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Zitat von Uli:
Also ich kann sagen, dass ich es gründlich satt habe zu leiden.
Genug von Selbstmitleid, Selbstbetrug usw.
Möchte morgens aufwachen und frei durchatmen können.
Irr noch ein wenig rum, um den Weg dahin zu finden..


Und Du wirst ihn auch finden - wie jeder von uns.

01.01.2012 18:10 • #219


Uli


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Hab einen schlechten Orientierungssinn, vielleicht dauerts deshalb so lang

01.01.2012 18:29 • #220


Alena-52


75688
uli

der kompass bist du selbst - dein bauchgefühl!
nehme den deckel(gefühle die darüberliegen) weg,
dann findest du auch den weg - lasse dich dahin führen ...!

01.01.2012 18:33 • #221


Uli


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Danke alena, will mal sehen, wie ich das schwere Ding wegschieben kann

01.01.2012 18:40 • x 1 #222


aehm


75688
Bauchgefühl ?

Wäre es nicht sinnvoller in einer solchen Situation eine nüchterne Ist-Analyse zu erstellen ?

Nehmen wir als Beispiel einmal die Frau des TE. Nehmen wir an, sie liegt während seiner Ausflüge NICHT glücklich in den Armen eines Mannes, der ihr zeigt, dass sie eine Frau ist, sondern sie ist die brave, treusorgende, nichtsahnende Ehefrau und Mutter die in ihrem Partner das Non plus Ultra sieht und ihr Leben, ihre Bezeihung als erfüllt betrachtet. (ich tue mir allerdings sehr schwer, das zu glauben) Unterstellen wir ferner, LS hätte das Format die Beziehung zu beenden.

Was ergibt sich denn bei nüchterner Betrachtungsweise für diese Frau ? In erster Linie doch zunächst einmal eine Zukunft ohne einen solchen Partner. Nüchtern betrachtet kann es für sie doch nur noch aufwärts gehen. Sie kann ihre Zukunft ohne dieses lästige Anhängsel planen, die Chancen, die sich aus der neuen Lebenssituation ergeben erkennen und entsprechend planen. Ihr werdet jetzt sagen, dass für sie zunächst mal eine Welt zusammenbricht, ihre gesammten Zukunftspläne kaputt sind usw. Darauf möchte ich mit einem Zitat von - ich glaube es ist John Lennon - antworten :

Leben ist das, was gerade passiert während Du dabei bist vollkommen andere Pläne zu schmieden.

02.01.2012 12:14 • #223


Alena-52


75688
@ aehm

falls du noch nichts davon gehört hast . bauchgefühl = intuition = herz und verstand miteinander verbinden - all das ist immer da - als bester berater wo gibt!

da brauchen wir keine analyse - die ist erst notwenig - wenn wir nicht auf dieses gefühl geachtet haben - und plötzlich sagen müssen : mein partner hat mich plötzlich verlassen - oder geht fremd - hat mich jahrelange betrogen - ich weiss gar nicht was da los ist ... ? !

liebe - gefühle lassen sich nun mal nicht nüchtern betrachten - weil sie das eben nicht sind - und mit unserer ratio lassen sie sich meistens auch nicht erklären !

klar, irgendwann - wenn wir durch den schlamassel durch sind - sagen wir uns selbst - mein gott - ich vollidiot - wie konnte ich das nur solange mitmachen - habe doch schon ewig gespürt - das etwas nicht stimmt - ich hätte schon längst meine koffer packen und von dannen ziehen können - so habe ich wertvolle zeit meines lebens mit illusionen (ihm) verschwendet !

aber bevor und wenn wir das können - sind wir fernab von unseren gefühlen - da setzt allmählich der verstand ein - und müssen wir erstmal durch !

es geht eben auch darum achtsamer und aufmerksamer zu sein - auch und gerade in einer beziehung - dann würde uns allen schon lange vorher ein licht aufgehen - aber aufmerksamkeit und achtsamkeit für mich selbst und für den anderen - in dieser meist oberflächlichen welt - gibt und erhält man bald nicht mehr und gibt sie auch nicht mehr ... weil man sich (zu) sicher fühlt (will es zumindest glauben) ...

02.01.2012 13:55 • #224


Verliebter82


75688
nach einer totalen eskalation, die durch nichts passiert ist und an der ich mal zur abwechslung keine schuld hatte, hat sich eine grundsatz-diskussion entwickelt, die alle karten auf den tisch gebracht hat. so falsch und verlogen ich war, aber die absurditäten kennen keine grenzen. um meine (noch?)-frau nicht zu diffamieren, lasse ich einzelheiten weg.

ABER: ich war endlich ehrlich. die karten liegen auf dem tisch. ich bin gegangen.

UND: so absurd es scheint, meine frau hat mit mir heute am telefon das erste wirklich sinnvolle und konstruktive gespräch seit urzeiten geführt. keine beleidigungen, keine ausfälligkeiten, keine erpressung etc. einfach ehrlich von beiden seiten. sie liebt mich. sie will kämpfen.

und jetzt meine ehrliche frage:

der schritt alles offen zu legen und gegen alles flehen meiner frau zu gehen, war irrsinnig schwer und herzzerreißend. natürlich habe ich empfindungen und ich habe eine schreckliche nacht voller tränen und ängste hinter mir. meine frau hat mir gedankt, dass ich ihr mit dieser härte die augen eröffnet habe, dass sie sich und uns zerstört mit ihrer art, aber dass sie ehrlich liebt. und ich glaube ihr. und ich vermisse sie.

aber: ich habe angst um das gegenseitige vertrauen. darum, dass evtl. weder ich noch sie bedingungslos vertrauen werden. sie in bezug auf betrug und ich bezug auf ihre verhaltensweisen.

und ich weiß nicht, was ich fühle. ich war glücklich, dass es ihr gut ging, dass wir so geordnet geredet haben. doch ich bin so unsicher, ob diese liebe wiederzugewinnen ist? zur zeit ist das unumstößliche, das absolute, das tolle nicht da.

ich habe zumindest gesagt, dass wir uns sehen und reden können. aber dass ich nicht nach hause kann, nicht auf absehbare zeit.

wie schaffe ich es, diese gefühle zu ordnen?

02.01.2012 22:34 • #225



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