Wenn ich mir das ursprüngliche Thema, inklusive Fragezeichen, liebe @solea , noch mal durch den Kopf gehen lasse, ohne mein Augenmerk zu sehr auf F60.0 Energien zu legen, so ist es eins, welches mich als Singlefrau natürlich beschäftigt.
Fakt ist: ich habe ein wundervolles Leben, reich an Eindrücken und Erfahrungen.
Ich bin dankbar. Jeden Tag. Einfach für das Hier und Jetzt.
Wozu also überhaupt einen Partner in Erwägung ziehen?
Für gemeinsame Eindrücke und Erfahrungen?
Wenn ich am Meer sitze, und am Horizont geht die Sonne unter, und ich habe vielleicht das große Glück, in der Ferne zwei Delphine aus dem Wasser springen zu sehen, ändert sich dann dieser Moment dadurch, dass ihn jemand mit mir teilt? Schaue ich nicht so oder so auf meine ureigene Art den Delphinen und der Sonne zu und speichere diese Szene in meinem Herzen und nicht in dem des Menschen, der neben mir sitzt?
Wozu also überhaupt das Bedürfnis haben, mein eigenes Leben mit einem anderen Menschen zu *teilen* (was ja buchstäblich eine absurde Vorstellung ist)? Was ist es, was uns nach einer Partnerschaft streben lässt ( *wenn* es so ist, wohlgemerkt!).
Sicherheit?
Angst?
Hoffnung?
Das Gefühl, alleine nicht vollständig zu sein, vielleicht im Sinne von Seelenpartner?
Ich war die meiste Zeit meines Erwachsenenlebens in Beziehungen. Seit einigen Jahren nicht mehr *offiziell*, da aber emotional (und unglücklich, sonst wäre ich ja nicht hier...

) an jemanden gebunden. Also ein Pseudosingle.
In dieser Zeit lernte ich auch den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit kennen.
Interessanterweise war das Wort Einsamkeit noch vor 100 Jahren überhaupt nicht negativ konnotiert, sondern in ihm schwang bei vielen Dichtern eine melancholische Süße der Selbstfindung mit.
Beide Worte sind ja auch wunderschön in ihrer ursprünglichen Bedeutung. Ob:
Mit allem eins sein oder:
Ein Samen ( aus dem alles erwächst), in beidem steckt Entwicklung und Reifung.
Seit den Momenten, in denen ich es der Einsamkeit gestattete, sich wie eine schwere Decke auf mich zu legen, hat sie ihren Schrecken verloren. Oder anders gesagt: sie ist mit dem Alleinsein verschmolzen.
Ich bin übrigens ein Single mit zwischenmenschlichen Kontakten... die andere hier diskutierte Variante heißt in meinem Sprachgebrauch Eigenbrötler oder Eremit.
Nur, damit hier keine Missverständnisse aufkommen

.
Möchte ich alleine bleiben?
Nun, ich bin eine Philanthropin durch und durch. Ich finde Menschen toll. Und Männer sind nun mal auch Menschen

.
Und ich verliebe mich gerne. Vielleicht nicht heute oder morgen, ich brauche wohl noch ein bisschen, aber hey! Wer weiß?
Was mir tatsächlich mit einem anderen Menschen gemeinsam mehr Spaß macht, ist Lachen.
Über die kleinen und großen Missgeschicke und Absurditäten des Lebens.
Klar kann ich auch alleine am Strand sitzen und mir auf die Schenkel klopfen vor Lachen, weil die Delphine bei ihrem Sprung mit den Köpfen zusammengestoßen sind, aber, und das ist meine ganz persönliche Vorliebe:
Zusammen lachen können liebe ich über alles.
Von daher... fände ich es schön, wenn ich nicht alleine bleibe.
Und wenn doch, dann lache ich trotzdem.
